Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Die Konsumtion

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Die Konsumtion

Monograph

Identifikator:
1011553732
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-36206
Document type:
Monograph
Author:
Oldenberg, Karl http://d-nb.info/gnd/117116246
Title:
Die Konsumtion
Edition:
Separatabdruck aus Grundriß der Sozialökonomik Abteilung II
Place of publication:
Tübingen
Publisher:
J. C. B. Mohr
Year of publication:
1914
Scope:
1 Online-Ressource (Seiten 103-164)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
§ 6. Haushaltsrechnungen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Konsumtion
  • Title page
  • Contents
  • § 1. Die Literatur
  • § 2. Der Begriff
  • § 3. Wirtschaftlichkeit in der Konsumtion
  • § 4. Wertmaßstäbe der Konsumtion
  • § 5. Allgemeine Statistik der Konsumtion
  • § 6. Haushaltsrechnungen
  • § 7. Moderne Wandlungen der Konsumation
  • § 8. Zukunftsfragen der Konsumtion
  • § 9. Konsumtionspolitik
  • § 10. Speziell Einfluß der Steuer auf die Konsumtion
  • Index

Full text

132 I. Buch B III: K. Oldenberg, Wirtschaft, Bedarf u. Konsum. § 6 
In Wirklichkeit zeigt die deutsche Erhebung von 1907 bei größerem Einkommen 
fast durchgängig auch größere Kopfzahl. Bei den Beamtenfamilien erklärt sich dieser 
Parallelismus zum Teil aus den Alterszulagen des Gehalts; er findet sich aber auch 
bei den Arbeiterfamilien Q, obwohl hier der Arbeitsverdienst der Eltern mit zu 
nehmendem Lebensalter wahrscheinlich sinkt * 2 ) und der Miterwerb der Kinder erst 
bei den größten Familien ins Gewicht fällt. 
Der Berliner Kommunalstatistiker Schwabe hat 1868 ein dem Engelschen 
analoges „Gesetz“ für die Wohnungsausgabe formuliert: je kleiner 
das Einkommen, um so größer die Wohnungsausgabenquote. Doch bedarf dieses 
Gesetz einer dreifachen Einschränkung. Erstens gilt es wahrscheinlich nicht für die 
Bewohner von Schlafstellen, über deren Haushalt wir noch wenig wissen. Zweitens 
gilt es nur innerhalb der einzelnen Kommune oder gleichartiger Kommunen; da 
gegen ist in der Kleinstadt auf gleicher Einkommensstufe die Wohnungsausgabe 
wesentlich niedriger als in der Großstadt, und die ländlichen Wohnungsausgaben 
sind überhaupt schwer unter eine Regel zu bringen. Drittens sinkt die Wohnungs 
ausgabe mit steigendem Einkommen nicht ununterbrochen, sondern der repräsen 
tationspflichtige Mittelstand muß für die Wohnung (ebenso wie für die Kleidung) 
relativ viel ausgeben und dafür in der Nahrung sich einschränken 3 ). Erst von einer 
gewissen Untergrenze an, die je nach den Umständen etwa zwischen 1000 und 5000 
Mark Einkommen liegt, scheint innerhalb der einzelnen Ortskategorie das Gesetz 
Schwabes zu gelten, natürlich nur bei genügender Massenbeobachtung 4 ). 
Mit zunehmendem Einkommen sinkt ferner die Quote der Ausgabe für Hei 
zung. Es steigt dagegen die Quote aller der Ausgaben, bei denen der ent 
behrliche Wertteil in die Wagschale fällt. Dahin gehört schon der Aufwand für 
Kleidung und V erkehrsmittel, auch Getränke und Reiz 
mittel der Ernährung; der Kleidungsaufwand steigt auch bei sozial gehobener 
Stellung aus Repräsentationsrücksichten; bei allen kommt jedoch auf den höheren 
Einkommensstufen die Steigerung vielfach zum Stillstand oder nimmt wieder ab, 
auch wenn der absolute Ausgabenbetrag noch zunimmt; zum Zeichen, daß die Be 
friedigung dieser Bedürfnisse sich ihrer Grenze nähert, wenn auch nicht in dem 
Maße wie bei den erstgenannten Existenzbedürfnissen. Unentwegt steigt die Quote 
der Ausgaben für Ersparnis und wohl auch V er Sicherung; am schnell 
sten die für Erziehung, die gleichfalls der Zukunft dient, und für persön 
liche Dienste. Es prägt sich darin einmal die noch immer zurückgebliebene 
Entwicklung des Zukunftssinns aus, der erst bei reichlichem Einkommen sich einiger 
maßen Geltung verschafft, und andererseits die spezifische moderne Teuerung per 
sönlicher Dienste, die eine Befriedigung dieses mit großer Stärke auftretenden, aber 
elastischen Bedürfnisses auf eine schmale Elite beschränkt. Für eine Mannigfaltigkeit 
anderer Ausgaben: für Unterhaltung, Vergnügen und varia wird sich eine ähnliche 
x ) Die durchschnittliche Jahresausgabe betrug 
bei 49 Arbeiterfamilien mit 2 Köpfen 1718 Mark 
98 
)) 
„ 3 
1699 
}} 
127 
„ 4 
1768 
125 
)) 
„ 5 
1) 
1898 
) 1 
56 
)> 
„ 6 
)) 
1912 
)) 
36 
a 
„ 7 
1921 
)} 
19 
n 
„ 8 
it 
2021 
)f 
„ 9 „ „9 „ 2460 „ 
Das erhöhte Einkommen zweiköpfiger Arbeiterfamilien erklärt sich vermutlich aus dem 
hier noch ungehinderten Miterwerb der Frau. 
2 ) Zu erschließen aus der Tabelle auf S. 24* der Publikation. 
3 j Vgl. auch Pohle in der Zeitschrift für Sozialwissenschaft N. F. III, S. 121 f. 
4 ) Nach gewissen statistischen Erhebungen (Hamburg, Breslau) scheint es sogar, als ob 
bei wachsender städtischer Grundrente das Schwabesche Gesetz sich immer schärfer auspräge. 
Vgl. Reichsarbeitsblatt 1911, S. 365 f.: Einkommen und Miete in einigen deutschen 
Großstädten.
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Die Konsumtion. J. C. B. Mohr, 1914.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What color is the blue sky?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.