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Die Konsumtion

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Bibliographic data

fullscreen: Die Konsumtion

Monograph

Identifikator:
1011553732
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-36206
Document type:
Monograph
Author:
Oldenberg, Karl http://d-nb.info/gnd/117116246
Title:
Die Konsumtion
Edition:
Separatabdruck aus Grundriß der Sozialökonomik Abteilung II
Place of publication:
Tübingen
Publisher:
J. C. B. Mohr
Year of publication:
1914
Scope:
1 Online-Ressource (Seiten 103-164)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
§ 6. Haushaltsrechnungen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Konsumtion
  • Title page
  • Contents
  • § 1. Die Literatur
  • § 2. Der Begriff
  • § 3. Wirtschaftlichkeit in der Konsumtion
  • § 4. Wertmaßstäbe der Konsumtion
  • § 5. Allgemeine Statistik der Konsumtion
  • § 6. Haushaltsrechnungen
  • § 7. Moderne Wandlungen der Konsumation
  • § 8. Zukunftsfragen der Konsumtion
  • § 9. Konsumtionspolitik
  • § 10. Speziell Einfluß der Steuer auf die Konsumtion
  • Index

Full text

Haushaltsrechnungen. 
135 
Wir ergänzen danach die obigen Tabellen, die nur Prozentsätze enthalten, durch eine 
Uebersicht der absoluten Ausgabenbeträge, die auf die umgerechnete Kopfzahl 
treffen. Nach dem Maßstab des Statistischen Reichsamts auf die Einheit des er 
wachsenen Mannes umgerechnet, betrug bei 391 ausgewählten Familien *) die Aus 
gabe in Mark: 
Familien mit 
für 
einer Gesamt 
ausgabe von.. M. 
Zahl 
Nahrung 
Wohnung Heizung, Kleidung 
Beleuchtung 
Sonstiges 
Zusammen 
unter 2000 
224 
363 
120 32 76 
102 
693 
2000—3000 
111 
441 
178 39 144 
211 
1015 
über 3000 
56 
522 
294 49 218 
390 
1472 
Nach dem früher Gesagten würden sich diese Durchschnittssätze beider Ta 
bellen etwas differenzieren, wenn man sozial gleich zusammengesetzte Gruppen 
nach der Ortsgröße unterschiede; in der Stadt, besonders in der Großstadt, 
ist sowohl die absolute Ausgabe, wie die Ausgabenquote, für die Wohnung bedeutend 
erhöht, und sind die andern Ausgaben und Ausgabequoten zusammen entsprechend 
kleiner. Auch innerhalb der großstädtischen Gruppe steigt die Quote der Wohnungs 
ausgabe, einigermaßen parallel der Einwohnerzahl, bis fast zum Doppelten an. Und 
dieselbe Verschiebungstendenz zeitlich: trotz gelegentlicher Schwankungen steigt 
die Quote der städtischen Wohnungsausgabe mit dem Zeitablauf nicht unerheblich * 2 ). 
Daran mag zum Teil der zunehmend großstädtische Charakter der Städte Schuld 
sein, zum Teil die Verteuerung des Bauens durch steigende Löhne und Material 
preise, zum Teil auch die neuerdings bessere Ausstattung der Wohnungen. Aber 
wenn unlängst für Berlin die Mietsteigerung einer typischen Arbeiterwohnung (mit 
einem heizbaren Zimmer und Küche) 1880—1910 auf mehr als 50 % geschätzt 3 ) 
oder die Verteuerung der Wiener Schulbauten 1877—93 auf 38% berechnet 4 ) wor 
den ist, so hat die bessere Ausstattung an dieser plötzlichen Zunahme doch wohl 
nur einen bescheidenen Anteil. Jedenfalls geht die Mietsteigerung, wenn sie richtig 
geschätzt ist, über die gleichzeitige Steigerung der Berliner Lebensmittelpreise 5 * * ) 
weit hinaus, obgleich diese letzteren von den Mietpreisen (z. B. Selbstkosten des 
Bäckers) mit abhängen. 
In Paris hat nach L. March, dem Chef der französischen Statistik, 1824 
bis 1908 die Miete sich fast verdreifacht, der Lebensunterhalt im ganzen aber durch 
billigere Ernährung, Heizung und Beleuchtung sich verbilligt 8 ). Im 20. Jahrhundert 
ist dagegen die zunehmende Verteuerung des Wohnens zugleich eine Teilerscheinung 
der allgemein abnehmenden Kaufkraft des Geldes, auch gegenüber den 
andern Bedürfnissen. Die Ursachen dieser allgemeinen Teuerung sind an anderer 
Stelle des Lehrbuchs zu erörtern. Ihre Wirkung ist natürlich ähnlich der einer 
allgemeinen Schrumpfung des Einkommens; das Engelsche und Schwabesche Gesetz 
machen sich in dem Sinne geltend, daß vom gleichen Einkommen eine größere Quote 
als früher für Nahrung und Wohnung aufgewendet werden muß. Soweit diese 
Teuerung nur der Ausdruck einer „inneren“ Wertminderung des Geldes ist, also nicht 
4 ) Nämlich denjenigen der Erhebung von 1907, die aus einer Kasse wirtschaften, also 
weder Schlafgänger noch Dienstboten noch selbstverdienende erwachsene Kinder haben. 
2 ) Pohles Einwand (Zeitschrift für Sozialwissenschaft 1906, S. 32 f.), die diesbezüg 
liche Statistik schnell wachsender Städte werde durch die zugezogenen Elemente getrübt, 
fällt gegenüber der obigen These schon darum nicht ins Gewicht, weil die Zuzügler schwerlich 
eine abnorm hohe Wohnungsausgabequote haben. 
3 ) Schriften des Vereins für Sozialpolitik, Bd. 139, 2. Teil (1912), 
S. 4. Nach Emmy Reich, Der Wohnungsmarkt in Berlin von 1840 bis 1910 (1912), S. 132 
stieg die Durchschnittsmiete einer Wohnung mit einem heizbaren Zimmer 1880—1905 nur von 
191 auf 255 M. = 34%. 
4 ) Ebendort Bd. 98, S. 52. 
s ) Ebendort Bd. 139, 2. Teil, S. 50. 
6 ) Influence des variations des prix sur le mouvement des depenses menagtres ä Paris, 
Nancy 1910. Zitiert nach p. 570 der Revue d’economie politique, 1910.
	        

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Die Konsumtion. J. C. B. Mohr, 1914.
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