Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Geschichte und Rechtsnatur der Mineralien und des Bergwerkseigentums

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Geschichte und Rechtsnatur der Mineralien und des Bergwerkseigentums

Monograph

Identifikator:
1011556197
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-24789
Document type:
Monograph
Author:
Haape, H.
Title:
Geschichte und Rechtsnatur der Mineralien und des Bergwerkseigentums
Place of publication:
Berlin-Halensee
Publisher:
A. Stein's Verlagsbuchhandlung
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (58 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
IV. Die rechtliche Natur des Bergwerkseigentums.
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte und Rechtsnatur der Mineralien und des Bergwerkseigentums
  • Title page
  • I. Einleitung
  • II. Die geschichtliche Entwicklung des Bergwerkseigentums
  • III. Die verschiedenen Theorien über die Rechtsnatur der Mineralien
  • IV. Die rechtliche Natur des Bergwerkseigentums.

Full text

52 
gestellt bleiben. Jedenfalls kann sich das Grundeigentum nur 
insoweit bis in die äußerste Tiefe erstrecken, als es nicht von 
dem Bergwerkseigentum durchzogen wird. Praktisch hat diese 
Definition auch nur dann Wert, wenn der Grundeigentümer sein 
Grundstück ordnungsmäßig ausnutzen will und dabei z. B. durch 
Ausschachtungen auf das Grubenfeld stößt. Er hat alsdann, sofern 
es bereits verliehen ist, kein Recht, die Ausschachtung weiter 
auszudehnen. Im Gegenteil, der Bergwerksbesitzer kann ihm 
jegliche Beeinträchtigung seines Bergwerkseigentums verbieten, 
da letzteres das stärkere ist. Dies geschieht im Gegensatz zu 
der Entscheidung des Reichsgerichts 1 ) kraft seines Eigentums 
rechts an dem Grubenfelde, und zwar in entsprechender Anwen 
dung des § 1004 BGB. Es ist nicht einzusehen, warum diese 
Vorschrift gemäß der ausdrücklichen Bestimmung des § 50 Abs. 
2 und 3 ABG. nicht auf das Bergwerkseigentum Anwendung 
finden soll. Allerdings gibt es hier infolge der Besonderheit 
des Bergrechts eine Einschränkung. Die aktio negatoria gemäß 
§ 1004 BGB. ist gegeben, jedoch mit der Maßgabe, daß der 
Bergwerksbesitzer auf Grund der Sondervorschrift des § 148 
ABG. den Grundeigentümer im vollen Umfange zu entschädigen 
hat. Denn unzweifelhaft ist durch die vom Bergwerksbesitzer 
verbotene Ausübung des Eigentumsrechts des Grundbesitzers — 
die Durchstoßung des Flözes, um weiter in den seinem Eigentum 
unterliegenden Grund und Boden eindringen zu können —, 
diesem an seinem Grundeigentum ein Schaden entstanden. Wohl 
gemerkt, bezieht sich diese Entschädigungspflicht nur auf das 
Grundeigentum und seine Zubehörungen, nicht auf das 
gesamte Vermögen des Grundeigentümers. Da dieser Schaden 
auch dann gemäß § 148 zu ersetzen ist, wenn der Betrieb 
unter dem beschädigten Grundstück überhaupt nicht stattgefunden 
hat, so ist der Bergwerksbesitzer in allen solchen Fällen zum 
vollen Schadensersätze verpflichtet. Der Grundeigentümer erleidet 
also hier keine Einbuße, wenn er dem stärkeren Bergwerks- 
eigentume weichen muß. 
Nun kann der Fall Vorkommen, daß durch den Betrieb 
eines Bergwerkes einem benachbarten Bergwerkseigentum Schaden 
zugefügt wird. Hier stehen sich alsdann zwei gleich starke 
Rechte gegenüber. Soweit die Felder ineinander übergehen, 
finden die §§ 55, 56 ABG. Anwendung. Soweit die Felder 
getrennt über- oder nebeneinander liegen, hat jeder Bergwerks 
besitzer das gleiche unbeschränkte Recht zu allen bergbaulichen 
Maßnahmen, die in ihrer Anlage und Ausführung wirtschaftlich 
und technich zweckmäßig sind und innerhalb des von der Berg 
behörde genehmigten Betriebsplanes liegen, auch wenn mit 
‘) Z. f. Bergr., Bd. 56, S. 411, wo der § 1004 BGB. nicht für 
anwendbar erklärt wird. Dagegen u. a. Voelkcl, S. 90; Westhoff- 
Schiüter, Anm. 2b zu § 50 ABG.
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Geschichte Und Rechtsnatur Der Mineralien Und Des Bergwerkseigentums. A. Stein’s Verlagsbuchhandlung, 1919.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What color is the blue sky?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.