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Geld-, Bank- und Börsenwesen

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Bibliographic data

fullscreen: Geld-, Bank- und Börsenwesen

Monograph

Identifikator:
1012149900
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-24397
Document type:
Monograph
Author:
Obst, Georg http://d-nb.info/gnd/11759296X
Title:
Geld-, Bank- und Börsenwesen
Edition:
30., völlig veränd. Neuauflage
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
C.E. Poeschel Verlag
Year of publication:
1937
Scope:
1 Online-Ressource (XVI, 566 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Business and Management Classics
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. Banken und Bankgeschäfte
Collection:
Business and Management Classics

Contents

Table of contents

  • Geld-, Bank- und Börsenwesen
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. Geld und Geldsurrogate
  • Zweiter Teil. Banken und Bankgeschäfte
  • Dritter Teil. Börse und Börsengeschäfte
  • Index

Full text

117 
positen und in der Zahlungsvermittlung bestehen. Zahlreiche spekulative Ge 
schäfte und der enorme Betrag der umlaufenden Noten, für die genügende 
Deckungsmittel nicht vorhanden waren, führten bereits nach kurzer Zeit 
zum Ruin der Bank und zur Erschütterung des gesamten Geld- und Kredit 
wesens Frankreichs. 
Wenige Jahrzehnte hatten genügt, die trüben Erfahrungen mit der Law- 
schen Bank vergessen zu machen. 1776 entstand in Paris unter dem Namen 
C a i s s e d’escompte eine neue Bank, die 2 / 3 des aus 15 Millionen 
Fr. bestehenden Kapitals dem Staat leihen sollte. Dieses Darlehen machte 
es der Bank bereits unmöglich, ihre Noten gegen bar einzulösen. 1787 
wurden, gleichzeitig mit der Erhöhung des Kapitals auf 100 Mill., an die 
Regierung 70 Mill. Fr. zur Sicherung des Notenumlaufs, der sich damals 
auf 98 Mill. Fr. belief, gezahlt. Die Vorschüsse wurden immer größer: 1790 
hatte die Bank an den Staat eine Forderung von 400 Mill. Fr. Als die 
Bank nicht mehr in der Lage war, ihre Verpflichtungen zu erfüllen, wurde 
sie sAugust 1793) aufgelöst. 
Die darauf ins Leben gerufenen Banken bestanden nur kurze Zeit. Sie 
wurden bald von anderen Instituten überragt und gingen infolgedessen in die 
im Jahre 1800 gegründete BankvonFrankreichauf (siehe diesen Abschnitt). 
Die im November 1852 mit großen Hoffnungen von den Brüdern 
Isaac und Emile Pereire ins Leben gerufene Looißto Gene- 
rale de Credit Mobilier — gemeinhin Credit Mobilier 
genannt — mußte bereits 1867 in Liquidation treten*). 
Aufgabe dieses Kreditinstitutes, das ein Gegengewicht gegen die übergroße 
Macht der Banken und Bankiers, insbesondere des Hauses Rothschild, sein 
sollte, war u. a. „Zeichnung und Erwerbung öffentlicher Effekten, Aktien und 
Obligationen bei den verschiedenen als anonyme Gesellschaften konstituierten 
industriellen und Kreditunternehmungen; Emission ihrer eigenen Obligationen; 
Verkauf oder Verpfändung aller erworbenen Effekten, Aktien und Obligationen; 
Submission auf alle Anleihen". Das Kapital betrug 60 Millionen Ir. und ist 
1866 verdoppelt werden. Die Bank wollte für die Summe, die sie in Aktien und 
anderen Effekten angelegt hatte, eigene Obligationen ausgeben, und zwar bis 
zur zehnfachen Höhe des Stammkapitals, also bis zu 600 Millionen Fr. Glück 
licherweise ist die Obligationenausgabe durch den Staat verboten worden. 
Z S ch r i f t t u m: M. A y c a r d, Llistoii« du Credit Mobilier. 1862—1867. 
Brüssel 1867. I. Plenge, Gründung und Geschichte des Credit Mobilier. 
Tübingen 1903.
	        

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Geld-, Bank- Und Börsenwesen. C.E. Poeschel Verlag, 1937.
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