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Geld-, Bank- und Börsenwesen

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Bibliographic data

fullscreen: Geld-, Bank- und Börsenwesen

Monograph

Identifikator:
1012149900
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-24397
Document type:
Monograph
Author:
Obst, Georg http://d-nb.info/gnd/11759296X
Title:
Geld-, Bank- und Börsenwesen
Edition:
30., völlig veränd. Neuauflage
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
C.E. Poeschel Verlag
Year of publication:
1937
Scope:
1 Online-Ressource (XVI, 566 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Business and Management Classics
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. Banken und Bankgeschäfte
Collection:
Business and Management Classics

Contents

Table of contents

  • Geld-, Bank- und Börsenwesen
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. Geld und Geldsurrogate
  • Zweiter Teil. Banken und Bankgeschäfte
  • Dritter Teil. Börse und Börsengeschäfte
  • Index

Full text

234 
dürfen. Stillschweigende oder auch ausdrücklich vereinbarte Voraussetzung 
ist, daß der Bank die Bezogenen, die Aussteller und Giranten der Wechsel 
genehm sind. Nicht zum Diskont hereingenommen werden Wechsel auf 
Bezogene, die ihr Akzept unter Protest haben gehen lassen, was aus den 
vertraulichen Listen, die unter Mitwirkung des Centralverbandes des 
Deutschen Bank- und Bankiergewerbes erscheinen, ersichtlich ist. 
Eine kurzfristige Anlage bilden die Wechsel, da sie in der Mehr 
zahl mit einer Laufzeit von drei Monaten ausgestellt werden und nach Ab- 
lauf dieser Frist fällig sind. Der Diskonteur kennt also im voraus den 
Tag, an dem er wieder über den Gegenwert verfügen darf. Ja, vor diesem 
Tage bereits kann er den Wechsel wieder in bar Geld umwandeln, indem er 
ihn weiterverkauft (rediskontiert); daher bildet der Wechsel eine fast ebenso 
liquide Anlage wie bares Geld. Ein weiterer Vorzug der Kapital 
anlage in Diskonten ist, daß ein Sinkendes Zinsfußes die Kapi 
talanlage nicht beeinflußt, da der (höhere) Zins bereits bei Berechnung der 
Wechsel in Abzug gebracht worden ist. 
Da man sich beim Wechsel an zwei oder noch mehr Personen halten 
kann, da ferner in gewissen Fällen Sicherheit gefordert werden darf und 
Wechselklagen schnelle Erledigung finden, ist beim Wechseldiskont das 
Risiko des Bankiers geringer als bei der Gewährung eines Blanko 
kredits, und infolgedessen die Erlangung eines Diskontkredits erheblich 
leichter als die eines Blankokredits. Das geringere Risiko gelangt in der 
Berechnung eines niedrigeren Zins- und Provisionssatzes zum Ausdruck. 
Bei der Tratte ist in der Regel der Aussteller der Produzent, und 
der Bezogene der Konsument, oder aber der Aussteller ist der Verkäufer, 
der Bezogene der Käufer der Ware. Der Aussteller gibt den Wechsel 
entweder nun auch wieder einem seiner Lieferanten, bei dem er vielleicht 
Rohprodukte gekauft hat, oder aber er diskontiert ihn bei dem 
Bankier oder bei der Bank, die ihm einen Diskontkredit eingeräumt hat. 
Diese Möglichkeit, einen guten Wechsel jederzeit weiterbegeben oder ihn 
zu Gelde machen zu können, ist insofern von hoher wirtschaftlicher Be 
deutung, als die Kapitalien des Kaufmanns, der häufig Kredit geben 
muß, nicht brachgelegt werden. Er ist nicht genötigt, zu warten, bis 
sein Geschäftsfreund zahlt, sondern er erhält, wenn er einen Wechsel auf 
ihn zieht, sofort bei Ablieferung der Ware das Geld, für das er neue 
Rohstoffe kaufen, Unkosten (Löhne, Miete usw.) bestreiten kann.
	        

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Geld-, Bank- Und Börsenwesen. C.E. Poeschel Verlag, 1937.
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