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Geld-, Bank- und Börsenwesen

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Bibliographic data

fullscreen: Geld-, Bank- und Börsenwesen

Monograph

Identifikator:
1012149900
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-24397
Document type:
Monograph
Author:
Obst, Georg http://d-nb.info/gnd/11759296X
Title:
Geld-, Bank- und Börsenwesen
Edition:
30., völlig veränd. Neuauflage
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
C.E. Poeschel Verlag
Year of publication:
1937
Scope:
1 Online-Ressource (XVI, 566 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Business and Management Classics
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. Banken und Bankgeschäfte
Collection:
Business and Management Classics

Contents

Table of contents

  • Geld-, Bank- und Börsenwesen
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. Geld und Geldsurrogate
  • Zweiter Teil. Banken und Bankgeschäfte
  • Dritter Teil. Börse und Börsengeschäfte
  • Index

Full text

duktiven Notenumlaufs der Bank 650 Millionen Fr. überschreitet, sind 
50 °/o (neben den bisherigen Abgaben) an den Staat abzuführen, d. h. also: 
50prozentige Gewinnbeteiligung des Staates (von der erwähnten Grenze ab). 
Die Leitung der Bank liegt in den Händen des Gouverneurs und 
zweier Untergouverneure, die vom Finanzminister vorgeschlagen und voni 
Präsidenten der Republik ernannt werden. 
Die Generalversammlung setzt sich nach dem Gesetz vom 
24. Juli 1936 nicht mehr aus den 200 größten Aktionären zusammen, 
sondern aus allen Aktionären, die Stimmrecht haben, unabhängig davon, 
wie groß die Zahl der in ihrem Besitz befindlichen Aktien ist. Die frühere 
plutokratische Bestimmung, daß zur Generalversammlung nur die 200 
Aktionäre zugelassen sind, die den größten Aktienbesitz haben, hatte zur 
Folge, daß diese 200 die Geschicke der Bank bestimmten, indem sie es waren, 
die den für die Leitung der Geschäfte der Bank allmächtigen „Conseil de 
Regence" wählten. Die Tätigkeit dieser 15 „regents" bestand im wesent 
lichen in der Überwachung der Beziehungen zwischen der Bank und dem 
Tresor, in der Kontrolle und Regelung des heimischen Geldmarkts, sowie 
in der Begutachtung der zum Diskont eingereichten Wechsel. 
In der B e g r ü n d u n g zu den Reformvorschlägen wurde gesagt: Regierun 
gen, die die Wirtschafts- und die Haushaltspolitik des Landes beherrschten, haben 
auch die Währungspolitik geleitet. Die Währungspolitik setze das Wirt 
schaftsleben und die soziale Lage des Landes zu unmittelbar aufs Spiel, um 
einem privaten Organismus anvertraut zu werden, wie groß auch immer die 
Garantien der Unparteilichkeit und der Aufopferung sein mögen. 
Die französische Regierung glaubt nicht, daß die Zentralbank eine Staats 
bank sein muß, d. h. ein Rad der Verwaltung in den Händen der Exekutive. 
Die Entscheidung in Währungsangelegenheiten stehe unbestreitbar der Regierung 
zu. Die tägliche Anwendung dagegen ist durch die Handhabung der Diskontsätze 
und durch die Rediskontierung von Handelswechseln eine rein technische 
Brnkarbeit. Sie soll Spezialisten anoertraut werden, die bei ihrer täglichen 
Aufgabe dem Einfluß der Politik und der Privatinteresien entzogen werden 
müssen. Daher ist das Vorhandensein einer autonomen Einrichtung 
notwendig, deren Verwaltung unabhängig ist vom Staate und von Privat 
interessen. 
An die Stelle der 15 Regenten sind, auf Grund des Gesetzes vom 
24. Juli 1936, 20 Räte {„conseillers") getreten, die, zusammen mit den 
von der Generalversammlung zu ernennenden 3 Zensoren, dem Gouverneur 
und den Sousgouverneuren, den Gcneralrat bilden. 
379
	        

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Geld-, Bank- Und Börsenwesen. C.E. Poeschel Verlag, 1937.
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