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Geld-, Bank- und Börsenwesen

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Bibliographic data

fullscreen: Geld-, Bank- und Börsenwesen

Monograph

Identifikator:
1012149900
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-24397
Document type:
Monograph
Author:
Obst, Georg http://d-nb.info/gnd/11759296X
Title:
Geld-, Bank- und Börsenwesen
Edition:
30., völlig veränd. Neuauflage
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
C.E. Poeschel Verlag
Year of publication:
1937
Scope:
1 Online-Ressource (XVI, 566 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Business and Management Classics
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Dritter Teil. Börse und Börsengeschäfte
Collection:
Business and Management Classics

Contents

Table of contents

  • Geld-, Bank- und Börsenwesen
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. Geld und Geldsurrogate
  • Zweiter Teil. Banken und Bankgeschäfte
  • Dritter Teil. Börse und Börsengeschäfte
  • Index

Full text

399 
möglichen sie es, die Wünsche der Käufer kennenzulernen, um dement 
sprechend Güter herzustellen oder Großeinkäufe vorzunehmen. 
Märkte im engeren Sinne sind: 
1. die Wochen. undJahrmärkte,die ein oder mehrere Male 
in der Woche, bzw. im Jahre stattfinden, und 
2. die Messen, die ursprünglich, wie schon aus dem Namen her 
vorgeht (Schlußwort des katholischen Gottesdienstes: „ite, missa 
est“ [sc. contio]), im Anschluß an die kirchlichen Feste stattfanden. 
Von den Wochen- und Jahrmärkten unterscheiden sich die Messen in 
der Regel durch längere Dauer, durch die Höhe der Umsätze und durch 
gewisse äußere Formen, die in den verschiedenen Meßordnungen an 
gegeben sind. Die Messe dient dem internationalen Verkehr, der Jahr 
markt dem eines beschränkten Gebietes. Die Käufer auf den Messen sind 
nicht, wie meist die Käufer auf den Märkten, Konsumenten (Selbstver- 
braucher), sondern Händler. 
Eine neue Marktform entwickelte sich am Ende des 19. Jahrhunderts, 
als der Verkauf auf Grund von ausgestellten Mustern erfolgte; es ent 
standen neben den bisherigen Messen die M u st e r l a g e r m e s s e n. 
Von internationaler Bedeutung sind die Messen inNischny-Nowgorod 
und I r b i t (für Rauchwaren), vor allein aber auch die L e i p z i g e r Messe. 
Im Frühjahr und Herbst reisen viele tausend Einkäufer aus allen Erdteilen 
nach Leipzig, und die Zahl der Besucher überschreitet jedesmal 100 000. Von 
geringerer Bedeutung sind die Messen in Breslau, Frankfurt«. M. und 
Königsberg. Überall aber herrscht die moderne Form der Messe, die 
Mustermesse. Neben diesen Allgemeinmessen bestehen noch Messen, die sich auf 
mn oder mehrere Fachgebiete erstrecken (S o n d e r m e s s e n). 
Die Börsen dienen dem Verkehr in vertretbaren (fungi 
blen) Gegenständen, d. h. in solchen Gegenständen, die 1. von gleicher 
Beschaffenheit sind, 2. im Verkehr nach Zahl, Maß oder Gewicht bestimmt 
zu werden pflegen, und 3. durch ein anderes Gut der gleichen Menge 
ersetzt werden können Z. Das Wesen der Vertretbarkeit kann eine Güter 
art von Natur aus besitzen (z. B. die Wertpapiere derselben Gattung), 
oder es kann künstlich geschaffen sein durch die Aufstellung einer bestimm 
ten Qualität als Type. Die Waren werden nicht in den Börsenraum 
l ) Volle Fungibilität ist von Natur aus nicht vorhanden — überall 
finden sich individuelle Unterschiede in der Natur.
	        

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Geld-, Bank- Und Börsenwesen. C.E. Poeschel Verlag, 1937.
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