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Geld-, Bank- und Börsenwesen

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Bibliographic data

fullscreen: Geld-, Bank- und Börsenwesen

Monograph

Identifikator:
1012149900
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-24397
Document type:
Monograph
Author:
Obst, Georg http://d-nb.info/gnd/11759296X
Title:
Geld-, Bank- und Börsenwesen
Edition:
30., völlig veränd. Neuauflage
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
C.E. Poeschel Verlag
Year of publication:
1937
Scope:
1 Online-Ressource (XVI, 566 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Business and Management Classics
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Dritter Teil. Börse und Börsengeschäfte
Collection:
Business and Management Classics

Contents

Table of contents

  • Geld-, Bank- und Börsenwesen
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. Geld und Geldsurrogate
  • Zweiter Teil. Banken und Bankgeschäfte
  • Dritter Teil. Börse und Börsengeschäfte
  • Index

Full text

-26 Gebabö 30. A. 
401 
der einheimischen Wechsler entwickelte, hervorgegangen. In den Plätzen ohne 
erheblichen Eigenhandel, wo sich der Wechselverkehr naturgemäß im 
engsten Anschluß an die Faktoreien der Italiener entwickelte, waren die Um 
gebung dieser Faktoreien und die Straßen, wo die Besitzer ihre Kaufhäuser 
oder ihre Loggien besaßen, die Örtlichkeiten, an denen zuerst ein Börsenverkehr 
entstanden ist. 
Im Mittelalter hat die Börse hauptsächlich dem Verkehr in Wechsel- 
briefen gedient. Berühmtheit erlangten bte Börsen auf dem Rialto und dem 
Markus-Platz in Venedig, sowie die Börsen auf dem Nereato nuovo in Florenz. 
Der Name „Börse" stammt von dem Platze in Brügge, an dem 
die Konsularhäuser der Italiener lagen und der „de beurse“ oder „de 
burse“ hieß, nach dem Hause der Patrizierfamilie van der Beurse. 
Von Brügge aus wurde die Einrichtung und der Name „Börse" im 
15. Jahrh, nach den anderen großen Zentralplätzen Europas übertragen. 
Die erste internationale Weltbörse, an die die moderne Ent 
wicklung des Börsenwesens anknüpft, war die von Antwerpen. 1531 
wurde sie in einem besonderen, von der Stadtverwaltung erbauten Börsen 
gebäude untergebracht, das die Inschrift „in usuin negotiatorum cu- 
juscunque nationis ac linguae“ (Für Kaufleute aller Völker und Zungen) 
trug, und in dem tatsächlich Kaufleute aus England, Italien und vielen 
änderen Ländern zusammenkamen. Die Handels- und Verkehrsfreiheit, 
die in Antwerpen herrschte, ließ den überseeischen Warenhandel zur vollen 
Vlüte gelangen. 
Ein Zeitgenosse schrieb über die Börse von Antwerpen: „Man hörte dort ein 
verworrenes Geräusch aller Sprachen, man sah ein buntes Gemenge aller 
möglichen Kleidcrtrachten, kurz, die Antwerpener Börse schien eine kleine Welt 
Zu sein, in der alle Teile der großen vereinigt waren." 
3. Die Börse von Amsterdam 
Mit Begründung der Niederländisch-Ostindischen Kompagnie (1602) 
Unb der Westindischen Kompagnie (1622) kam der Börsenhandel in ein 
Neues Stadium. Amsterdam trat, was den internationalen Verkehr 
"«belangt, mehr und mehr an die Stelle Antwerpens. Hier entstand das 
börsenmäßige Termingeschäft, und die Technik der Abwicklung der 
Börsengeschäfte erreichte einen hohen Grad der Vollkommenheit. 
Natürlich zeitigte das umfangreiche Geschäft auch Auswüchse im 
Vörsenhandel. Zu deren Beseitigung schlug im Jahre 1687 ein Amster-
	        

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Geld-, Bank- Und Börsenwesen. C.E. Poeschel Verlag, 1937.
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