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Geld-, Bank- und Börsenwesen

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Bibliographic data

fullscreen: Geld-, Bank- und Börsenwesen

Monograph

Identifikator:
1012149900
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-24397
Document type:
Monograph
Author:
Obst, Georg http://d-nb.info/gnd/11759296X
Title:
Geld-, Bank- und Börsenwesen
Edition:
30., völlig veränd. Neuauflage
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
C.E. Poeschel Verlag
Year of publication:
1937
Scope:
1 Online-Ressource (XVI, 566 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Business and Management Classics
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Dritter Teil. Börse und Börsengeschäfte
Collection:
Business and Management Classics

Contents

Table of contents

  • Geld-, Bank- und Börsenwesen
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. Geld und Geldsurrogate
  • Zweiter Teil. Banken und Bankgeschäfte
  • Dritter Teil. Börse und Börsengeschäfte
  • Index

Full text

411 
unter allen Umständen. Dies ist aber auch sein einziges Risiko. Da 
gegen hat er die Möglichkeit, von setzt ab bis zum 1. Oktober resp. bss 
1. November resp. 1. Dezember alle die Gewinnmöglichkeiten auszunutzen, 
die eine Hausse für ihn mit sich bringt. Ein Gewinn entsteht für ihn aller 
dings erst bei Preisen, die über 26 RM liegen. Geht der Preis für Zucker 
über 26 NM hinaus, so ist der Prämienkäufer jederzeit in der Lage, gegen 
seine lausende Prämie Verkäufe vorzunehmen und dann die weitere Ent- 
Wicklung des Marktes abzuwarten. Fällt im Laufe der Zeit noch vor dem 
Erklärungstage der Zucker wieder unter den Basis-Preis der Prämie, so 
wird der Käufer selbstverständlich den Zucker nicht abnehmen, er wird dann 
vielmehr seinen vorverkauften Zucker im offenen Markt vorteilhafter 
zurückdecken. Gehen aber die Preise nicht in die Höhe, sondern fallen sie, 
so hat der Prämienkäufer zwar den Verlust der Prämie zu beklagen, erhält 
dafür aber die Möglichkeit, seinen Bedarf an Ware zu niedrigeren Preisen 
einzudecken. 
Durch die Börsenreform vom März 1933 wird den 6 Vertretern 
der Landwirtschaft ein größerer Einfluß gewährt. Sie sind nun 
mehr vollberechtigte Mitglieder des gesamten Börsenvorstandes, während sie 
bisher nur in Angelegenheiten des Produktenhandels hinzugezogen wurden. 
Die Warenbörsen in Deutschland haben sehr an Bedeutung 
verloren, da ihnen die Preisbildung im Umsatz landwirtschaftlicher 
Produkte genommen ist und fürlebensnotwendigeRohstoffe 
gemäß der Ausführungsverordnung zum Vierjahresplan F e st p r e i s e 
vorgeschrieben sind. 
M. Organisation der Börse 
Die ältesten Börsen in den Niederlanden waren Zusammenkünfte von 
Kaufleuten, welche von nah und fern kamen, um Waren zu verkaufen 
oder zu kaufen. Später wurden unter Vermeidung der zeitraubenden, kost- 
spieligen und häufig auch gefahrvollen Reisen die Kauf- und Verkaufs- 
vntrüge brieflich erteilt. Der Käufer trat nicht mehr dem Verkäufer- 
direkt gegenüber. Eine neue Erwerbsklasse, der Stand der b e r u fs m ä ß i- 
gen Börsenhändler, war entstanden. „Nicht weil das Gesetz", sagt 
Max Weber, „diese berufsmäßigen Börsenhändler privilegierte, sondern 
deshalb haben sie eine monopolartige Stellung, weil jeder andere, auch 
wenn er sich auf die Börse begibt und man ihn am Verkehr teilnehmen
	        

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Geld-, Bank- Und Börsenwesen. C.E. Poeschel Verlag, 1937.
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