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Geld-, Bank- und Börsenwesen

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Bibliographic data

fullscreen: Geld-, Bank- und Börsenwesen

Monograph

Identifikator:
1012149900
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-24397
Document type:
Monograph
Author:
Obst, Georg http://d-nb.info/gnd/11759296X
Title:
Geld-, Bank- und Börsenwesen
Edition:
30., völlig veränd. Neuauflage
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
C.E. Poeschel Verlag
Year of publication:
1937
Scope:
1 Online-Ressource (XVI, 566 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Business and Management Classics
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Dritter Teil. Börse und Börsengeschäfte
Collection:
Business and Management Classics

Contents

Table of contents

  • Geld-, Bank- und Börsenwesen
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. Geld und Geldsurrogate
  • Zweiter Teil. Banken und Bankgeschäfte
  • Dritter Teil. Börse und Börsengeschäfte
  • Index

Full text

442 
den großen Schwankungen der Waren-, insbesondere der Roggenpreise, 
ergibt sich gerade bei diesen „wertbeständigen" Anleihen für Schuldner 
und Gläubiger eine große Ungewißheit darüber, was sie zu zahlen bzw. 
zu erhalten haben. Infolgedessen ist ein erheblicher Teil der Sachwert 
anleihen vorzeitig zur Rückzahlung gelangt. Wertbeständig geblieben sind 
die F e i n g o l d w e r t e, d. h. die Anleihen, die auf (Gramm) Feingold 
gestellt sind. 
Das Roggenschuldengesetz vom 16. Mai 1934 wandelt alle auf 
Roggen oder Weizen lautende Rechte in Reichsmark - Rechte um und 
schließt, im Hinblick auf die verhängnisvollen Auswirkungen dieser Beleihungs 
art, die Bestellung derartiger Rechte für die Zukunft aus. 
Die Kurse der Sachwertanleihen verstehen sich in Stück für die Einheit 
der zugrunde gelegten Ware. Eine Berechnung von Stückzinsen findet 
nicht statt. 
2. Los- und Prämienanleihen 
Am Ende des 18. Jahrhunderts entstand eine neue Form amortisabler 
Staatsanleihen, die entweder überhaupt keine Zinsen brachten oder nied 
rigere als die sonst landesüblichen. Die ersparten Zinsen wurden zur 
Bildung von Gewinnen verwendet. Gewinn- und Nennbetrag zusammen wird 
Prämie genannt, daher der Name: Los-, Lotterie- oder Prämienanleihen. 
Diese Anleihen konnten meist unter günstigeren Bedingungen, d. h. zu 
höherem Kurse oder zu niedrigerem Zinsfuß begeben werden, als die 
etwa gleichzeitig ausgegebenen anderen Staatsanleihen, da die Möglich 
keit, einen hohen Gewinn zu erzielen, bei dem allgemeinen Hang zum 
Glücksspiel einen unwiderstehlichen Reiz auf die Käufer ausübte. Sehen 
doch die meisten Menschen auf einem Lotterieplan nur die hohen Gewinne 
und nicht die überwiegende Mehrzahl der Nieten. 
Adam Smith schrieb über das Lotteriespiel in „Natur und Ursachen 
des Volkswohlstandes": „Um mehr Aussicht auf Gewinn zu haben, kauft mancher 
mehrere ganze Lose oder kleine Anteile einer noch größeren Anzahl, und doch 
gibt es keinen Satz in der Mathematik, der sicherer wäre als dieser, daß man 
desto mehr verliert, je mehr Lose man hat. Spielt man alle, so ist der Verlust 
gewiß, und je mehr Lose man spielt, desto näher kommt man dieser Gewißheit " 
Die Losanleihe ist entweder in eine bestimmte Anzahl fortlaufend 
numerierter Stücke oder in Serien geteilt, deren jede 10, 20, 25 oder 
100 Lose enthält. In diesem Falle findet zuerst eine Serienzichung 
statt, der einige Wochen später die G e w i n n z i e h n n g folgt. An dieser
	        

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Geld-, Bank- Und Börsenwesen. C.E. Poeschel Verlag, 1937.
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