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Geld-, Bank- und Börsenwesen

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Bibliographic data

fullscreen: Geld-, Bank- und Börsenwesen

Monograph

Identifikator:
1012149900
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-24397
Document type:
Monograph
Author:
Obst, Georg http://d-nb.info/gnd/11759296X
Title:
Geld-, Bank- und Börsenwesen
Edition:
30., völlig veränd. Neuauflage
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
C.E. Poeschel Verlag
Year of publication:
1937
Scope:
1 Online-Ressource (XVI, 566 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Business and Management Classics
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Dritter Teil. Börse und Börsengeschäfte
Collection:
Business and Management Classics

Contents

Table of contents

  • Geld-, Bank- und Börsenwesen
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. Geld und Geldsurrogate
  • Zweiter Teil. Banken und Bankgeschäfte
  • Dritter Teil. Börse und Börsengeschäfte
  • Index

Full text

460 
stehen", und nach § 384 des HGB. hat der Bankier als Kommissionär 
die Pflicht, „das Interesse des Kommittenten wahrzunehmen". Er muß 
besonders vorsichtig sein, wenn er einem Kunden von einein beabsichtigten 
Geschäft abrät und ein anderes vorschlägt. Vom Bankier, der einen Rat 
schlag erteilt, wird verlangt, daß er die Tatsachen, die für oder gegen 
den Ankauf eines Wertpapieres sprechen, genau geprüft hat; er muß es 
verstehen, die Mitte zwischen Pedanterie und Tollkühnheit einzuschlagen. 
Die Entwicklung der Kurse kann er nicht prophezeien; er soll aber die 
Tatsachen, die zugunsten oder zuungunsten der in Frage kommenden 
Effekten sprechen, anführen, die Lage des betreffenden Unternehmens 
schildern, seine Ansichten über die Gestaltung des Geld- und Effekten 
marktes äußern usw. Die Entscheidung muß der Kunde selbst fällenZ. 
Das Publikum gibt also die Börsenaufträge einer Bank oder Bank 
firma, durch die sie auch ihren Zahlungsverkehr und ihre sonstigen Bank 
geschäfte vornehmen läßt. Befindet sich diese Bank oder Bankfirma nicht 
an einem Börsenplatz oder nicht an dem Börsenplatz, an dem der Auftrag 
ausgeführt werden kann (weil das betreffende Papier an dieser Börse 
nicht gehandelt wird) oder ausgeführt werden soll (weil der Auftrag 
geber, wenn er die Wahl des Börsenplatzes hat, oft der Berliner Börse 
den Vorzug vor einer Provinzbörse gibt), so muß die Bank den Auftrag 
weitergeben. In den meisten Fällen geschieht dies an eine Großbank in 
Berlin, stets natürlich, wenn die Bank ihre Zentrale oder eine Filiale in 
Berlin hat. Eigene Fernsprechanschlüsse, die zwischen den 
Zentralen der Großbanken und einigen ihrer Filialen bestehen, beschleu 
nigen den Verkehr. 
Der größte Teil der Börsenaufträge konzentriert sich bei den Groß 
banken in Berlin, und die Privatbankiers sind mehr und mehr aus 
geschaltet. Es ist daher verständlich, wenn sie danach streben, wieder einen 
st Beherzigenswerte Worte richtete ein leitender Direktor der Deutschen Bank 
auf dem VI. Allgemeinen Deutschen Bankiertag an seine Berufsgenossen hinsicht 
lich Beratung des Publikums bei Kapitalsanlagen: „Sehen Sie sich das Papier, 
das Sic dem Sparer verkaufen, sehr genau an. Der Sparer will Rente haben, 
er will sie auch wirklich haben, und bei den gegenwärtigen Zinsverhältnissen 
hat er auch Anspruch auf eine ansehnliche Rente. Aber prüfen Sie genau, ob in 
dem Papier, das der Sparer kaufen soll, nicht mehr versprochen wird, als später 
tatsächlich geleistet werden kann. Keine noch so hohe Vermittlungsprovi 
sion darf den Bankier dazu verführen, von solcher Prüfung Abstand zu nehmen "
	        

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Geld-, Bank- Und Börsenwesen. C.E. Poeschel Verlag, 1937.
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