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Geld-, Bank- und Börsenwesen

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Bibliographic data

fullscreen: Geld-, Bank- und Börsenwesen

Monograph

Identifikator:
1012149900
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-24397
Document type:
Monograph
Author:
Obst, Georg http://d-nb.info/gnd/11759296X
Title:
Geld-, Bank- und Börsenwesen
Edition:
30., völlig veränd. Neuauflage
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
C.E. Poeschel Verlag
Year of publication:
1937
Scope:
1 Online-Ressource (XVI, 566 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Business and Management Classics
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Dritter Teil. Börse und Börsengeschäfte
Collection:
Business and Management Classics

Contents

Table of contents

  • Geld-, Bank- und Börsenwesen
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. Geld und Geldsurrogate
  • Zweiter Teil. Banken und Bankgeschäfte
  • Dritter Teil. Börse und Börsengeschäfte
  • Index

Full text

461 
größeren Anteil am Börsenkommissionsgeschäft zu erhalten. Die Forde- 
rungen, die sie im Dezember 1932 in der Mitgliederversammlung des 
Zentralverbandes des Deutschen Bank- und Bankiergewerbes gestellt 
haben, sind aber sehr weitgehend: Die Banken sollen sich auf das Ein- 
läge-, Kredit- und Emissionsgeschäft beschränken, das Effekten-Kom- 
missionsgeschäft und den Börsenbesuch dagegen den Bankiers überlassen. 
Praktisch würde das also bedeuten, daß sie die ihnen zugehenden Aufträge 
des Publikums einer an der Börse vertretenen Privatbankfirma über 
geben. Gegen diese Spezialisierung spricht, daß unter den gegenwärtigen 
Verhältnissen der Privatbankierstand nicht kapitalkräftig genug ist, das 
Effekten-Kommissionsgeschäft unter Ausschaltung der Großbanken zu be- 
sorgen. Wohl aber könnte der Privatbankier wieder größere Effekten- 
kundschaft heranziehen, wenn er sich der unparteiischen Vermögens 
beratung mehr als bisher widmet. Die deutsche Bankenstruktur, die die 
Tätigkeit der Kredit- und Depositenbank mit der einer Emissionsbank 
vereinigt, entspricht, wie auch eine Großbank in ihrem Geschäftsbericht für 
1936 hervorhebt, deutschen Verhältnissen am besten. 
Genommen sind mit Recht den Banken die Vorteile, die sie dadurch 
genossen haben, daß sie infolge ihres großen Umsatzes in der Lage waren, 
einen erheblichen Teil der Aufträge zu kompensieren, und weil sie 
sie nicht an die Börse brachten, Händlerstempel und Courtage sparten. 
Nach der Notverordnung vom 8. Dezember 1931 müssen Banken und 
Bankenfirmen, die einen Einkauf und Verkauf in sich zum Ausgleich 
bringen, eine Zusatz st euer von 0,30 RM für jede angefangenen 
100 NM des ausuiachenden Betrages für jedes der kompensierten Ge 
schäfte entrichten. Dieser Kompensationsstempel, der das Vier- 
bzw. Achtfache des gewöhnlichen Händlerstempels beträgt, hat zur Folge 
Zehabt, daß Kompensationen außerhalb der Börse nicht mehr stattfinden. 
Ter Kursmaklcr erhält alle Aufträge, berechnet aber für die Aus- 
sührung der Aufträge einer Firma, die sich kompensieren, nur die Hälfte 
ber sonst üblichen Courtage. Die Bank kommt hierbei billiger fort, als 
^venn sie den Kompensationsstempel zahlt. 
Den gleichen Zweck, wie die Kompensationssteuer — Milderung der 
Konkurrenz für Bankfirmen und kleinere Banken, bei denen Kompensa 
tionen verhältnismäßig selten vorkommen —, erstrebt die Zusatz st euer 
^ür Filialeigengeschäfte. Sie ist, in Höhe des halben Händler -
	        

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Geld-, Bank- Und Börsenwesen. C.E. Poeschel Verlag, 1937.
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