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Geld-, Bank- und Börsenwesen

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Bibliographic data

fullscreen: Geld-, Bank- und Börsenwesen

Monograph

Identifikator:
1012149900
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-24397
Document type:
Monograph
Author:
Obst, Georg http://d-nb.info/gnd/11759296X
Title:
Geld-, Bank- und Börsenwesen
Edition:
30., völlig veränd. Neuauflage
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
C.E. Poeschel Verlag
Year of publication:
1937
Scope:
1 Online-Ressource (XVI, 566 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Business and Management Classics
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Dritter Teil. Börse und Börsengeschäfte
Collection:
Business and Management Classics

Contents

Table of contents

  • Geld-, Bank- und Börsenwesen
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. Geld und Geldsurrogate
  • Zweiter Teil. Banken und Bankgeschäfte
  • Dritter Teil. Börse und Börsengeschäfte
  • Index

Full text

469 
So einfach, wie in diesem Beispiel, ist die Kursfestsetzung jedoch in 
der Regel nicht. Die Makler müssen meist erst mehrere Kurse probieren, 
um zu einem brauchbaren Kurse, d. h. zu einem Kurse, der die Aus 
führung möglichst vieler Aufträge gestattet, zu gelangen. Die Kurse müssen 
so notiert werden, daß sämtliche „bestens", d. h. die unlimitiert erteilten 
Kauf- und Verkaufsaufträge ausgeführt werden (soweit dies überhaupt 
möglich ist), desgleichen alle Kaufaufträge, deren Limit höher als der zu 
stande gekommene Kurs ist, und alle Verkaufsaufträge, bei denen der 
Kurs niedriger limitiert wurde, als die Notiz geworden ist. 
Bei der K u r s f e st st e l l u n g, die öffentlich vor sich geht, stehen eine 
Anzahl Börsenbesucher, die als Vertreter des Emissionshauses oder aus 
einem anderen Grunde Interesse an dem betreffenden Kurse haben, vor 
den Schranken und erteilen, um überhaupt eine Notierung herbeizuführen 
oder um größere Kursschwankungen zu verhüten, noch kurz vor Feststel 
lung des Kurses Kauf- oder Verkaufsaufträge; man nennt dies Kurs- 
oegulierungst. Solange Aufträge angenommen, solange dürfen sie 
auch zurückgezogen werden. 
Nachdem eine Maklergruppe die Kurse der von ihr gehandelten Werte 
auf diese Weise festgestellt hat, begibt sich der eine Makler der Gruppe 
»zum Ansagen" ins Kurszimmer der Börse, wo die von ihm ermittelten 
Kurse von einem Börsensekretär protokolliert werden. 
Durch die Novelle zum Börsengesetz vom 15. März 1934 wird den Kurs- 
Maklern eine selbständigere Stellung eingeräumt: Die amtliche Feststellung 
der Börsenpreise erfolgt nunmehr durch die Kursmakler unter Aufsicht 
der Maklerkammer, nicht mehr durch den Börsenvorstand unter Mit 
wirkung der Kursmakler. In der Kursfeststellung auf Grund der tatsäch 
lichen Geschäfte liegt eine wichtige Funktion der Börse. Neben dem Effekten- 
desitzer ist auch der Staat (Steuerkurse) interessiert. 
Entspricht die Notiz genau dem Limit, so werden oft die Kauf- und 
Verkaufslimite, die so hoch wie der notierte Kurs lauten, nicht oder nur 
Teil zur Ausführung gelangen. Damit der Auftraggeber in der Lage 
st Eine Kursregulierung bewirken die Hypothekenbanken, indem sie ihre 
?um Verkauf angebotenen Pfandbriefe übernehmen, andrerseits aber auch als 
Verkäufer auftreten.
	        

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Geld-, Bank- Und Börsenwesen. C.E. Poeschel Verlag, 1937.
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