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Geld-, Bank- und Börsenwesen

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Bibliographic data

fullscreen: Geld-, Bank- und Börsenwesen

Monograph

Identifikator:
1012149900
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-24397
Document type:
Monograph
Author:
Obst, Georg http://d-nb.info/gnd/11759296X
Title:
Geld-, Bank- und Börsenwesen
Edition:
30., völlig veränd. Neuauflage
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
C.E. Poeschel Verlag
Year of publication:
1937
Scope:
1 Online-Ressource (XVI, 566 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Business and Management Classics
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Dritter Teil. Börse und Börsengeschäfte
Collection:
Business and Management Classics

Contents

Table of contents

  • Geld-, Bank- und Börsenwesen
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. Geld und Geldsurrogate
  • Zweiter Teil. Banken und Bankgeschäfte
  • Dritter Teil. Börse und Börsengeschäfte
  • Index

Full text

517 
im fremden Lande, Verkauf von Anweisungen auf dieses Guthaben, Rück 
gang des fremden Wechselkurses. 
Um Gold ins Land zu ziehen, gewähren die Zentralnotenbanken für 
Gold, das ihnen zum Kauf angeboten wird, zinsfreie Vorschüsse, 
so daß der Importeur den Zinsverlust während der Zeit des Goldtrans 
portes bei den Sendungsspesen nicht zu kalkulieren braucht. Diese Maß 
nahme wirkt, ebenso wie die Erhöhung des Ankaufspreises für Gold, als 
Einfuhrprämie. Die Deutsche Reichsbank hat öfter für weit längere 
Zeit, als die Reise tatsächlich beanspruchte, zinsfreie Vorschüsse gewährt 
(bis zur Dauer von 6 Wochen), so daß diese Zinsen als Extragewinn ge- 
bucht werden konnten. S. a. S. 300ff. Den Export von Gold suchen 
die Zentralnotenbanken nach Möglichkeit zu erschweren *). 
Wie die Gold-, sucht auch die G e l d a r b i t r a g e die zwischen zwei 
Ländern bestehenden Unterschiede der Zinssätze auszugleichen. Neben 
dem Diskontsatz spielt hierbei naturgemäß eine wesentliche Rolle der 
Devisenkurs, der besagt, wie das im fremden Lande entstandene Guchaben 
zu verwerten ist. Der zwischen Deutschland und Frankreich bestehende 
Unterschied des Diskontsatzes wurde von deutschen Banken häufig in der 
Weise ausgenutzt, daß sie die szu höheren Sätzen) diskontierten Wechsel 
bei Pariser Banken zu dem dortigen (niedrigeren) Zinsfuß verpfändeten 
(»in Pension gaben"). In der Zinsdifferenz liegt eine Risikoprämie, 
sofern nämlich das deutsche Bankhaus die Valutaschwankung zu tragen 
hat, d. h. bei Abwicklung des Geschäftes (einige Tage vor Fälligkeit der 
Wechsel) die ausländische Valuta höher bezahlen muß, als es sie bei Ein 
gehung des Geschäftes verwerten konnte. Oft wird aber auch vereinbart, 
daß der Umrechnungskurs bei der Rückgabe der gleiche wie bei der Herein 
nahme sein soll. 
Von großer Bedeutung war zeitweise die Devisenarbitrage. 
Die benötigte Devise wird am fremden Platz gekauft, wenn sich nach der 
Parität dort ein niedriger Kurs ergibt. Der „Loga-Kalkulator", eine 
Schweizer Erfindung, hilft beim Umrechnen. Der Devisenhändler hat oft 
') So hatte (im Juni 1830) die Bank von England den englischen Banken er- 
Elärt, daß sie vorläufig nur noch Goldbarren mit einem Feingehalt von 916P/, 
tausendstel abgeben werde. Da die Bank von Frankreich nur Barren mit 995 
Tausendstel Feinheit annimmt, mußten die Barren erst raffiniert werden, da- 
^>>t der von der Bank von Frankreich verlangte Feingehalt erreicht wird.
	        

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Geld-, Bank- Und Börsenwesen. C.E. Poeschel Verlag, 1937.
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