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Geld-, Bank- und Börsenwesen

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Bibliographic data

fullscreen: Geld-, Bank- und Börsenwesen

Monograph

Identifikator:
1012149900
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-24397
Document type:
Monograph
Author:
Obst, Georg http://d-nb.info/gnd/11759296X
Title:
Geld-, Bank- und Börsenwesen
Edition:
30., völlig veränd. Neuauflage
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
C.E. Poeschel Verlag
Year of publication:
1937
Scope:
1 Online-Ressource (XVI, 566 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Business and Management Classics
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Dritter Teil. Börse und Börsengeschäfte
Collection:
Business and Management Classics

Contents

Table of contents

  • Geld-, Bank- und Börsenwesen
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. Geld und Geldsurrogate
  • Zweiter Teil. Banken und Bankgeschäfte
  • Dritter Teil. Börse und Börsengeschäfte
  • Index

Full text

und muß in der Regel drei Bürgen stellen können, die wenigstens seit 
4 Jahren der Vereinigung angehören und je bis zu 500 £ Bürgschaft 
für ihn leisten, für den Fall, daß er innerhalb der nächsten 4 Jahre zah 
lungsunfähig wird. Vor der Wahl muß ferner sein Name an der Börse 
„aushängen", damit etwaige gegen die Wahl sprechende Gründe dem Komitee 
mitgeteilt werden können. Die Zulassung gilt nur für ein Jahr. 
Die Zahl der Mitglieder beträgt heute etwa 3000. Mehr als 5 Angestellte 
(derks) darf ein Mitglied an der Börse nicht beschäftigen. Einer von ihnen ist 
zum Abschluß von Geschäften ermächtigt, der authorised derk, 2 andere, die 
„unauthorised derks", vermitteln nur Nachrichten von der Börse aus, und die 
beiden „settling room derks" besorgen vom Liquidationszimmer aus die Ab 
wicklung der Geschäfte. Firmen haben das Recht, 11 Angestellte mit zur Börse 
zu bringen, darunter 2 antborised derks. 
Offizielle Börsenzeit ist von 11 bis 15 Uhr; jedoch finden Umsätze 
bis 16 Uhr noch in den Börsensälen und nachher noch von Büro zu Büro 
statt. An den Sonnabenden ist die Börse geschlossen. 
Die Organisation beruht auf einer Zweiteilung des Geschäfts. Die 
Mitglieder der Londoner Börse haben sich zu entscheiden, ob sie als broker 
oder als dealer (oder Jobber) tätig sein wollen. Kein broker darf gleich 
zeitig Jobber sein. Da ein Mitglied der Börse kein anderes Gewerbe 
treiben darf, sind, im Gegensatz zu den kontinentalen Börsen, Kaufleute, 
insbesondere auch Bankiers und Bankdirektoren, vom Börsenbesuch aus 
geschlossen. Deren Aufgabe übernehmen die brokers, die (als Kommissio 
näre) die Aufträge sammeln und sie den dealera, die Angebot und Nach 
frage auszugleichen suchen, übermitteln. 
Der broker wendet sich, um die Aufträge auszuführen, an einen der 
Jobbers des betreffenden Marktes — diese sondern sich, wie z. B. die 
Kursmakler in Berlin, streng nach den verschiedenen Geschäftszweigen — 
und ersucht ihn um Nennung des Kurses für das betreffende Papier- 
Der Jobber, der nur für eigene Rechnung handelt, nennt zwei Kurse: 
einen, zu dem er bereit ist, zu kaufen, und einen anderen, zu dem er Ab 
geber ist. Sagen die Kurse dem broker nicht zu, so wendet er sich an 
einen anderen Jobber. Infolge der Konkurrenz der Jobbers hält sich aber 
der Unterschied zwischen dem Brief- und Geldkurs, die „turn of tbe 
market", die eine Prämie für das Risiko ist, das der Jobber eingeht, im 
allgemeinen in mäßigen Grenzen. Während der broker seine feste Kund 
524
	        

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Geld-, Bank- Und Börsenwesen. C.E. Poeschel Verlag, 1937.
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