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Der Salzhandel, die Salinen und Salzbergwerke Württembergs im 19. Jahrhundert

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Bibliographic data

fullscreen: Der Salzhandel, die Salinen und Salzbergwerke Württembergs im 19. Jahrhundert

Monograph

Identifikator:
1012149900
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-24397
Document type:
Monograph
Author:
Obst, Georg http://d-nb.info/gnd/11759296X
Title:
Geld-, Bank- und Börsenwesen
Edition:
30., völlig veränd. Neuauflage
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
C.E. Poeschel Verlag
Year of publication:
1937
Scope:
1 Online-Ressource (XVI, 566 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Business and Management Classics
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Der Salzhandel, die Salinen und Salzbergwerke Württembergs im 19. Jahrhundert
  • Title page
  • Contents
  • I. Abschnitt. Allgemeine Darstellung
  • II. Abschnitt. Die einzelnen Salinen und Salzbergwerke

Full text

159 
Anhydrits ein 138 cbm fassendes Sumpfort an, das ausgemauert wurde. Hier 
wird das Schachtwasser, das sich täglich auf 160 cbm beläuft, das aber all 
mählich durch Verkalkung der Zuläufe nachläßt, gesammelt und nun, in den 
Anfangszeiten des Abbaues, vermittels einer über dem Sumpf aufgestellten 
Wasserhaltungsmaschine zutage gehoben. Später hat man dann die Wasserhal 
tungsmaschine auf der 3. Sohle untergebracht und zwar in einem Raum neben 
dem Füllort, wo gleichzeitig eine Girardsche Turbine und eine Dynamomaschine 
Aufstellung gefunden hat. Das in 130 m Teufe gelegene Sumpfort besitzt ein 
Ablaßrohr, das man zum Antrieb der Turbine verwendet, da man durch dieses 
Rohr das Wasser zur 3. Sohle führt mit einem Gefälle von 75 m. Die hier 
durch angetriebene Turbine überträgt nun ihre Kraft auf die Dynamomaschine. 
Das aus der Turbine abfließende Wasser führt man dem Schachtsumpf zu, der 
von der 3. Sohle ab eine Tiefe von 8,6 m besitzt. Mit dem Schachtsumpf 
steht eine 62 m lange Sumpfstrecke in Verbindung, deren Ende wieder durch 
ein Gesenke mit der 3. Sohle verbunden wurde. Das Wasser des Schacht- 
sumpfes wird vermittels eines Saugrohrs von der Pumpe angesaugt und dann 
durch eine Steigleitung nach oben gedrückt. Die Wasserhaltungsmaschine ist eine 
einzylindrische, liegende Hochdrnckmaschine mit Schiebersteuerung und Expansion. 
Der Abdampf geht durch einen Körtingschen Saugrohrkondensator und bringt 
das Wasser auf 25° Wärme. Die Zylinderbohrung der Maschine weist 400 mm, 
der Hub 400 mm und der Plungerdurchmesser 110 mm auf. Die Maschine 
ist mit einer doppelt wirkenden Pumpe gekuppelt. Im Jahre 1905 wurde dann 
als Folge der technischen Erweiterung des Betriebes in der Grube eine Hoch- 
druckzentrifugalpnmpe und eine Plungerpumpe zur Aufstellung gebracht. 
Die Streckenbeleuchtnng in der Grube erfolgt elektrisch und zwar durch 
Gleichstrom. Die Girardsche Turbine leistet bei einem Wirkungsgrad von 0,75 
etwa 3,3 Pferdestärken; die Zuführung der 160 cbm Grubeuwasser ist auf 10 
Stunden verteilt. Zu diesem Zweck wird das Wasser in der Nachtzeit im Sumpf- 
ort angesammelt. Die Turbinenleistung wird auf die Gleichstrom-Dynamomaschine 
übertragen, die nun ihrerseits den elektrischen Strom für die Grubenbeleuchtung 
liefert. Die Lichtkabel, welche an isolierten Holzpflöcken und Leisten verlegt sind, 
führen den einzelnen Arbeitsstellen den Strom zu. Die größere Helligkeit des 
elektrischen Lichtes stellt eine wesentliche Förderung des Abbaues dar, andererseits 
erhält der Grubenbetrieb hierdurch erhöhte Sicherheit. 
Im Jahre 1897 wurde die elektrische Beleuchtungsanlage mit einem Kosten 
aufwand von 3310,47 Mk. erweitert. Die Anlage zeigte sich jedoch in dieser 
Form bald den Anforderungen nicht mehr gewachsen, sodaß man im Jahre 1898 
dem Plane näher trat, die ganze Anlage zu einer Zentrale für Licht- und 
Kraft-Uebertragung auszubauen. Die neue elektrische Zentrale erforderte einen 
Bauaufwand von 43 641,43 Mk. Im Jahre 1905 wurde ein neues Gebäude 
für die elektrische Zentrale erbaut, die nun auch die Primäranlage des Dreh- 
strom-Bohrbetriebes für die Grube in sich vereinigte. Zur Sicherung des Be 
triebes beschaffte man eine Lokomobile. 
Die Wetterführung ist auf dem Heilbronner Salzwerk folgendermaßen ge 
staltet. Wir bemerken schon, daß der Schacht einen besonderen Wettertrumm 
besitzt, den man durch einen Wetterscheider von den übrigen Schachtanlagen resp. 
Abteitlungen abgetrennt hat. Ueber der 3. Sohle hat man überdies noch einen 
Wetterscheider quer eingelegt, sodaß der Wettertrumm vornehmlich mit dem Bauen
	        

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Selling Latin America. Small, Maynard & Company Publishers, 1915.
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