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Geld-, Bank- und Börsenwesen

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Bibliographic data

fullscreen: Geld-, Bank- und Börsenwesen

Monograph

Identifikator:
1012150852
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-27269
Document type:
Monograph
Author:
Obst, Georg http://d-nb.info/gnd/11759296X
Title:
Geld-, Bank- und Börsenwesen
Edition:
25., verbesserte Auflage
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
C.E. Poeschel Verlag
Year of publication:
1927
Scope:
1 Online-Ressource (XV, 521 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Business and Management Classics
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erster Teil. Geld und Geldsurrogate
Collection:
Business and Management Classics

Contents

Table of contents

  • Geschichte der großen amerikanischen Vermögen
  • Geschichte der großen amerikanischen Vermögen (Bd. 1)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erster Teil: Die Verhältnisse in der Niederlassungs- und Kolonialzeit
  • Zweiter Teil: Die grossen Landvermögen
  • Dritter Teil: Die grossen Vermögen aus Eisenbahnen

Full text

2384 — 
ging er zu Vanderbilt und bat ihn, einen alten Mann, der 
sich gerade wie er selbst heraufgearbeitet habe, nicht auszu- 
drängen und zu ruinieren. Diese Bitte fand Gehör. Wäre 
der Bittsteller irgendein anderer gewesen, so hätte Vander- 
bilt ihn verhöhnt. Aber für den alten ungebildeten Vieh- 
händler, dessen Laufbahn in so vieler Hinsicht seiner eigenen 
ähnelte, hatte er im Grunde Sympathie. Seine Tränen und 
Klagen hatten Erfolg; in einem Augenblick sentimentaler 
Schwäche — einer Schwäche, die ihm teuer zu stehen kam — 
ließ Vanderbilt sich erweichen. Es wurde ein Vertrag auf- 
gesetzt, wonach Drew den Direktorposten wiederbekam 
und Vanderbilts Interessen und Absichten zu vertreten hatte. 
Als Drew sein Amt wieder angetreten hatte, zeigte 
er eine Zeitlang eine absolute Unterordnung. Um 
Vanderbilts Pläne ganz ausführen zu können, überredete er 
den Magnaten, ihm zu gestatten, zwei Männer als Direkto- 
ren einzustellen, auf deren Gefügigkeit, sagte er, man sich 
verlassen könne. Das war Jay Gould, der ernste und überall 
beliebte, und James Fisk jr., ein stattlicher, protziger, ver- 
schwenderischer Bonvivant. In seinen jungen Jahren war 
Fisk in Vermont Hausierer gewesen und hatte später einen 
Wanderzirkus geleitet. Dann war er Börsenmakler gewor- 
den. So argwöhnisch und schlau der alte Vanderbilt war, 
und obwohl er von vornherein ein Mißtrauen gegen diese 
beiden Leute hatte, gestattete er Drew doch, aus irgend- 
welchen unerklärlichen Motiven, Gould und Fisk als Di- 
rektoren anzustellen. Er kannte Goulds Ruf und sah in ihm 
nur wie in Fisk wahrscheinlich Werkzeuge, die seine 
„schmutzige Hantierung‘“ ohne Fragen erledigen würden. 
Er legte die Verwaltung der Erie-Bahn in Drews, Goulds 
und Fisks Hände, In dieser Eigenschaft konnten sie Aktien 
und Obligationen ausgeben, Verbesserungen veranlassen und 
hatten überhaupt gänzliche Vollmacht. 
Drew, Gould und Fisk betrügen Vanderbilt 
Zunächst gaben sie sich den Anschein, als fügten sie sich 
gehorsam Vanderbilts Wünschen. Da Vanderbilt es für 
günstig hielt, möglichst viele Erie-Aktien zu kaufen, um
	        

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Geschichte Der Großen Amerikanischen Vermögen. Fischer, 1916.
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