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Geld-, Bank- und Börsenwesen

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Bibliographic data

fullscreen: Geld-, Bank- und Börsenwesen

Monograph

Identifikator:
1012150852
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-27269
Document type:
Monograph
Author:
Obst, Georg http://d-nb.info/gnd/11759296X
Title:
Geld-, Bank- und Börsenwesen
Edition:
25., verbesserte Auflage
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
C.E. Poeschel Verlag
Year of publication:
1927
Scope:
1 Online-Ressource (XV, 521 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Business and Management Classics
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. Banken und Bankgeschäfte
Collection:
Business and Management Classics

Contents

Table of contents

  • Geld-, Bank- und Börsenwesen
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. Geld und Geldsurrogate
  • Zweiter Teil. Banken und Bankgeschäfte
  • Dritter Teil. Börse und Börsengeschäfte
  • Index

Full text

111 
Die darauf ins Leben gerufenen Banken bestanden nur kurze Zeit. 
Sie wurden bald von anderen Instituten überragt und gingen infolge 
dessen in die im Jahre 1800 gegründete Bank von Frankreich aus 
(siehe diesen Abschnitt). 
Die im November 1852 mit großen Hoffnungen von den Brüdern 
I s a a c und Emil P e r e i r e ins Leben gerufene 8 0 oivto gene 
rale de Credit mobilier — gemeinhin Credit mobilier 
genannt — mußte bereits 1867 in Liquidation treten *). 
Aufgabe dieses Kreditinstitutes, das ein Gegengewicht gegen die übergroße 
Macht der Banken und Bankiers, insbesondere des Hauses Rothschild, sein 
sollte, war u. a. „Zeichnung und Erwerbung öffentlicher Effekten, Aktien und 
Obligationen bei den verschiedenen als anonyme Gesellschaften konstituierten 
industriellen und Kreditunternehmungen; Emission ihrer eigenen Obligationen; 
Verkauf oder Verpfändung aller erworbenen Effekten, Aktien und Obligationen; 
Submission auf alle Anleihen". Das Kapital betrug 60 Millionen Fr. und ist 
1866 verdoppelt worden. Die Bank wollte für die Summe, die sie in Aktien und 
anderen Effekten angelegt hatte, eigene Obligationen ausgeben, und zwar bis 
zur zehnfachen Höhe des Stammkapitals, also bis zu 600 Millionen Fr. Glück 
licherweise ist die Obligationenausgabe durch den Staat verboten worden. — 
Bei allem Unheil, das der Credit mobilier und ihre Gründer angerichtet haben, 
soll man nicht vergessen, daß der Ausbau des französischen und teilweise auch 
des auswärtigen Eisenbahnnetzes in den 1850er Jahren nicht zum wenigsten 
dem Wagemut und der zähen Energie der Gebrüder Pöreire zu danken ist. 
Unter den modernen Privatbanken nimmt neben der 8oeiete Cenerale 
der im Jahre 1853 gegründete Credit Lyonnais die hervor 
ragendste Stellung ein 2 ). Einen gewaltigen Aufschwung nahm das In 
stitut seit Anfang der achtziger Jahre, als es, durch die Erfahrungen des 
Bontoux-Krachs (1882) gewitzigt, sich nunmehr fast ausschließlich 
dem Kommissions- und Depositengeschäft widmete. Unter der umsichtigen 
Leitung von Henry Germain (f 1905) entstand das sein geästelte 
Filialen- und Depositensystem des Credit Lyonnais, das auch für Banken 
Z Literatur: M. Aycard, Histoire <l» Credit mobilier. 1852—1867. 
Brüssel 1867. I. Plenge, Gründung und Geschichte des Credit mobilier. 
Tübingen 1903. 
2 ) Siehe auch C. Hegemann, Die Entwicklung des französischen Groß- 
bankbetriebes. Freiburg 1908. Eugen Kaufmann, Das französische 
Bankwesen. Tübingen 1911. B. Mehrens, Die Entstehung und Entwicklung 
der großen französischen Kreditinstitute. 1911. Über Organisation auch mein 
„Bankgeschäft", Bd. I.
	        

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Geld-, Bank- Und Börsenwesen. C.E. Poeschel Verlag, 1927.
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