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Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

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Bibliographic data

fullscreen: Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

Monograph

Identifikator:
1012150852
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-27269
Document type:
Monograph
Author:
Obst, Georg http://d-nb.info/gnd/11759296X
Title:
Geld-, Bank- und Börsenwesen
Edition:
25., verbesserte Auflage
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
C.E. Poeschel Verlag
Year of publication:
1927
Scope:
1 Online-Ressource (XV, 521 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Business and Management Classics
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. Banken und Bankgeschäfte
Collection:
Business and Management Classics

Contents

Table of contents

  • Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde
  • Title page
  • Contents

Full text

284 DEUTSCHLAND. — Schleswig-Holstein und Lauenburg Sociales). 
Sociales. In Schleswig-Holstein besteht noch eine Ritterschaft, der 
gewisse Familien angehören, deren Zahl nur durch Reception vermehrt 
werden kann und die in Holstein H adelige Klöster als Versorgungsan 
stalten für Töchter besitzt. Die adeligen Güter, deren Zahl gegen 300 
beträgt, sind noch in mancher Weise bevorzugt, haben aber in Schles 
wig die Patrimonialgerichtsbarkeit verloren. Der Bauernstand, der in 
den Marschen und der Mitte des Landes die Iveibeigcnschaft niemals 
gekannt hat, bildet die Stärke der Bevölkerung. Auf der Geest geschlos 
sene Bauernhöfe , bei freier Theilbarkeit des Bodens in der Marsch. — 
Für den Volksunterricht ist seit lange gut gesorgt. Personen, die nicht 
lesen und schreiben könnten. finden sich fast gar nicht. — In Lauen 
burg sind von den 21 adeligen Gütern noch 15 Lehnsgüter. Früher be 
stand die Ritter- und Landschaft nur aus den Besitzern dieser Güter 
und den Abgeordneten der 3 Städte. Nach der Verfassung vom 20. Dec. 
1853 wählen die Gutsbesitzer den dritten Theil der Landesvertreter (5 . 
Die Bauern in den 4 Aemtern, wie in den Gütern, haben durchweg nur 
Meiergerechtsame an ihren Höfen. Die landwirthschaftliche Cultur, wie 
die Volksbildung, steht daher auf einer niedrigem Stufe. 
Die Gewerbe sind in Folge der noch in allen 3 Herzogthümern be 
stehenden Zunftverfassung nicht sehr entwickelt. Bedeutendere Fabri 
ken kommen in Lauenburg gar nicht vor ; in Schleswig-Holstein beson 
ders für Wollen waaren (Neumünster), Zuckerraffinaderie, Papier, Ei 
senguss und Maschinenbau. 
Der Handel ist in Schleswig-Holstein in Folge der günstigen Lage 
zwischen zwei Meeren bedeutend. Die Einfuhr in Schleswig-Holstein der 
mit diesem zu einem Zollgebiet vereinigten Eutinschen, Hamburgischen 
und Lübeckischen Enclaven im Jahre 1802 betrug 780’300,452 Pfd. zu 
einem angegebenen Werthe von 27’423,081 Rthlr. = 20’5G7,700 Thlr. 
22*/a Sgr. und die Ausfuhr 40l’307,830 Pfd. zu einem declarirten 
Werthe von 20’037,732 Rthlr. = 15'703,200 Thlr. Preuss. 
Rhederei. Die Anzahl dengin Schleswig-Holstein zu Hause gehö 
renden Schiffe betrug im Jahre 1862 : 21)04 mit 55,55 py* Commerz 
lasten, wovon indessen die Insel Arröe mit 327 Schiffen mit 4000 Com 
merzlasten gegenwärtig ausgeht. Unter diesen Schiffen befinden sich 18 
Dampfschiffe von 412V, Coinmerzlastcn und 010 Pferdekraft. Die Er 
heblichkeit der Schifffahrt ergibt sich auch aus der Anzahl von Seedienst 
pflichtigen. Diese betrug in Holstein 4984 und an in der Nebenrolle 
stehenden über 50jährigen Dienstpflichtigen 1148. Für Schleswig ist 
Mann Pferden 
Fussvolk . . 34,318 mit 707 
Reiterei . . 2,000 - 1070 
Artillerie . . 4,054 - 2205 
Genie . . . 440 - 30 
Zusammen 41,814 - 4084 
I Nach dem an die Bundescommis- 
I sare am 10. Jan.1851 übergebenen 
Berichte zählte d. Heer, einschl. 
I 1251 Nichtstreitbare, 43,288 M., 
i worunter nur 5000 Nichtangehörige 
I de^Landes. Die Flottille ist dabei 
i ungerechnet. 
Der Aufwand für das Kriegswesen betrug 
1848 .... 83)37,100 Mrk. Crt., wovon 310,053 See-Etat 
1840 .... 18T80,780 - 802,302 
1850 (Anschlag) 14’920,431 - - - 320,000
	        

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Die Wasserversorgung in Bayern Nach Dem Stande Vom 1. 1. 1928. Lindauer, 1930.
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