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Geld-, Bank- und Börsenwesen

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Bibliographic data

fullscreen: Geld-, Bank- und Börsenwesen

Monograph

Identifikator:
1012150852
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-27269
Document type:
Monograph
Author:
Obst, Georg http://d-nb.info/gnd/11759296X
Title:
Geld-, Bank- und Börsenwesen
Edition:
25., verbesserte Auflage
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
C.E. Poeschel Verlag
Year of publication:
1927
Scope:
1 Online-Ressource (XV, 521 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Business and Management Classics
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erster Teil. Geld und Geldsurrogate
Collection:
Business and Management Classics

Contents

Table of contents

  • Geld-, Bank- und Börsenwesen
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. Geld und Geldsurrogate
  • Zweiter Teil. Banken und Bankgeschäfte
  • Dritter Teil. Börse und Börsengeschäfte
  • Index

Full text

Nach alter rationalistischer Auffassung ist das Geld b e - 
wußt geschaffen worden, aus der Erkenntnis heraus, daß ein Tausch 
nur mittels eines Wertmessers seiner Geldart) möglich sei. 
„Die ersten Denker, die sich mit der Ergründung des Geldwesens be 
schäftigten," schreibt Karl Helfferich, „hatten das Geld vor sich als fertige 
Einrichtung, die gewisse auf der Hand liegende Zwecke auf das beste erfüllte; 
die Erkenntnis der Zweckmäßigkeit des Geldes sahen sie ohne weiteres als das 
treibende Moment bei der Einführung des Geldes an; sie hielten das Geld 
für ein Erzeugnis zweckbewußter menschlicher Willcnstätigkeit." 
Nach neuerer Auffassung ist das Geld aus dem Handelsverkehr, 
aus dem Verkehr mit Fremden, entstanden. Die auswärtigen Händler 
ließen sich im Tausch gegen die von ihnen gebrachten Waren die Landes 
produkte geben sFelle, Elfenbein, Gold, Silber usw.). Die damals noch 
recht kostbaren Metalle wurden zunächst zu Schmuckgegenständen 
sSpangen, Ringen usw.) verwendet, wie vorher schon Purpur und Glas; 
später erst fertigte man aus den Metallen Werkzeuge au. Ebenso wurden 
auch Prunkwaffen früher angefertigt als Gebrauchswaffen. 
Im inneren Verkehr eines Landes waren die Haupttauschmittel Natu 
ralien. Der Schmied sder erste Handwerker!) nahm Metalle, die von ihm 
teils verarbeitet, teils weiter in Austausch gegeben wurden. Auf das 
Warengeld — und nichts anderes war anfangs auch das Metall — folgte 
als zweite Stufe die des Metallgeldes, das bald ein gern genommenes 
Tauschgut wurde. Seine großen, im Laufe der Zeit sich zeigenden Vor 
züge waren also Veranlassung, es allgemein als Geld zu gebrauchen, nicht 
führte von vornherein das Erkennen der Zweckmäßigkeit zur Benutzung 
der Metalle als Geld. 
Der Stoff der zur Verwendung gelangenden Metalle war bei den ein 
zelnen Völkern verschieden. Gold und Silber waren schon in den 
ältesten Zeiten bei Assyriern, Babyloniern und Ägyptern als Tauschmittel 
bekannt. In Griechenland benutzte man anfangs Eisenstangen (ößoX6s) 
als Tauschmittel, und dieses Eisengeld hat sich in Sparta noch bis in 
späte Zeiten hinein erhalten. Z i n n g e l d hatten die Phönizier, 
Kupfer- und Bronzegeld die Römer. 
Mit fortschreitender Kultur sind die unedlen Metalle und die anderen 
als Tauschmittel dienenden Güter sVermittlungsgüter) immer mehr in 
den Hintergrund getreten. Ihre bevorzugte Stellung als Geld behaupt eu 
4
	        

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Geld-, Bank- Und Börsenwesen. C.E. Poeschel Verlag, 1927.
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