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Geld-, Bank- und Börsenwesen

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Bibliographic data

fullscreen: Geld-, Bank- und Börsenwesen

Monograph

Identifikator:
1012150852
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-27269
Document type:
Monograph
Author:
Obst, Georg http://d-nb.info/gnd/11759296X
Title:
Geld-, Bank- und Börsenwesen
Edition:
25., verbesserte Auflage
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
C.E. Poeschel Verlag
Year of publication:
1927
Scope:
1 Online-Ressource (XV, 521 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Business and Management Classics
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erster Teil. Geld und Geldsurrogate
Collection:
Business and Management Classics

Contents

Table of contents

  • Geld-, Bank- und Börsenwesen
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. Geld und Geldsurrogate
  • Zweiter Teil. Banken und Bankgeschäfte
  • Dritter Teil. Börse und Börsengeschäfte
  • Index

Full text

6 
brotes. Ebenso ist das englische Grain ursprünglich nichts anderes als das als 
Gewicht dienende Gerstenkorn. 
Bei den alten Goten und Kelten wurde das Gold in dicke Drähte 
umgeschmolzen, die sie, spiralförmig gerollt, so lange am Oberarm trugen, 
bis das Gold zu Tauschgeschäften gebraucht tvurde. 
Das Abwägen der Edelmetalle, die schtvierige imb mit Kosten ver 
knüpfte Prüfung auf Echtheit und Mischung und die Teilung in die je 
weilig erforderlichen Stücke war bei dem immer größer werdenden 
Tausch- und Handelsverkehr sehr lästig. Um es zu vermeiden, kam der 
nimmer rastende Menschengeist auf den Gedanken, den Metallstücken 
feste Form zu geben und sie mit einem Stempel oder Siegel (Gepräge) 
zu versehen. Hierdurch wurde der Feingehalt bezeugt und ein Zu 
wägen und chemisches Untersuchen erspart. Auf die Stufe des Metall- 
gelbes als Gewichtsgut folgte die des M ü n z g e l d e s, des gestempelten 
Metalles. Die Münzen werden einfach gezählt. Die „pcnsatorische" 
Zahlung, d. h. die Zahlung mittels Zuwägens, ist, wie Knapp sin 
seiner „Staatlichen Theorie des Geldes") es ausdrückt, ersetzt durch die 
„chartale" Zahlungsweise, d. h. der Staat legt gewissen, von ihm gekenn 
zeichneten Stücken, die man Geld nennt, eine bestimmte „Geltung" in 
Werteinheiten bei. 
Die ersten goldenen und silbernen Münzen haben nach Herodot, und 
neuere Forschungen und Funde bestätigten diese Angabe, die Lyder ge 
prägt. Es sind ovale Metallplättchen, die auf der einen Seite eine An 
zahl paralleler Streifen aufweisen, auf der anderen einige unregelmäßige 
Vertiefungen. Bei den Juden kommen Geldmünzen erst unter David 
auf. In Rom wurden 269 v. Chr. die ersten Silber-, 207 v. Chr. die 
ersten Goldmünzen geschlagen — rnonßta genannt nach dem beim Tempel 
der „warnenden" Juno, der Juno moneta, auf dem Kapitol belegenen 
ersten Münzstätte. Fast überall können wir folgende vier Stufen des 
Münz- und Geldverkchrs unterscheiden: 
1. Münzen fremder, bereits weiter in der Entwicklung vor 
geschrittenen Völker laufen um. Sie gelangen ins Land infolge des 
Söldnerdienstes, des Hausier» und Grenzverkehrs, des Verkaufs von 
Vieh, von Sklaven und einigen Naturprodukten. 
2. Es findet eine eigene Prägung statt, aber die Münzen sind noch 
sehr unzweckmäßig hergestellt, und ihr Umlauf ist örtlich und zeitlich
	        

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Geld-, Bank- Und Börsenwesen. C.E. Poeschel Verlag, 1927.
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