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Geld-, Bank- und Börsenwesen

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Bibliographic data

fullscreen: Geld-, Bank- und Börsenwesen

Monograph

Identifikator:
1012150852
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-27269
Document type:
Monograph
Author:
Obst, Georg http://d-nb.info/gnd/11759296X
Title:
Geld-, Bank- und Börsenwesen
Edition:
25., verbesserte Auflage
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
C.E. Poeschel Verlag
Year of publication:
1927
Scope:
1 Online-Ressource (XV, 521 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Business and Management Classics
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. Banken und Bankgeschäfte
Collection:
Business and Management Classics

Contents

Table of contents

  • Geld-, Bank- und Börsenwesen
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. Geld und Geldsurrogate
  • Zweiter Teil. Banken und Bankgeschäfte
  • Dritter Teil. Börse und Börsengeschäfte
  • Index

Full text

240 
Verhältnisse zu sein. Dies zeigt, wie feilsch es wäre, der Zentralnotenbank 
einen Maximalzinssatz vorzuschreiben, lute cs früher und auch heute so oft 
gefordert wird. 
De Waru, ein ehemaliger Direktor der Bank von Frankreich, bemerkte 
im Hinblick auf solche Forderungen einmal treffend: „Der Diskontsatz der 
Bank ist wie eine Boje im Meer, die immer auf der Oberfläche des 
Wassers bleiben muß. Ist das Meer bewegt, so steigt und fällt sie mit den 
Wellen. Wollte man sie am Grunde befestigen, so würde sie vom ersten 
Sturm verschlungen werden." 
f) D i e Kreditkontingentierung. Bonitätsprüfnng. 
In der Zeit der Diskontpolitik befriedigte die R e i ch s b a n k 
alle Kreditansprüche, soweit die eingereichten Wechsel den Anforderungen 
des Bankgesetzes sowie allgemein kaufmännischen Grundsätzen entsprachen 
und das sim allgemeinen hoch bemessenes Kontingent der Diskontkunden, 
das sich nach dem Vermögen, der kaufmännischen Tüchtigkeit, der Renta 
bilität der Unternehmung usw. richtete, bzw. die Kontingente der anderen 
Wechselverpflichteten dies zuließen. Eine Erhöhung ihres Diskont 
satzes minderte in den meisten Fällen, wie wir schon gesehen haben, die 
Kreditansprüche an die Reichsbank. 
Das geforderte Verhältnis des Barbestandes zum Notenumlauf gab der 
Reichsbank weite Möglichkeit, ihre Kreditgewährung den Verhältnissen der 
Wirtschaft anzupassen. Betr. der Vorschriften der Notendeckung s. S. 181 f. 
Die Bestimmungen des Bankgesetzes an sich hätten der Reichsbank die 
Möglichkeit gegeben, ihr Diskontgeschäft noch weiter auszudehnen. Im 
Interesse der Stabilität der Währung aber stoppte sie plötzlich. Vis April 
1924 suchte sie alle einigermaßen berechtigten Kreditwünsche zu befriedigen, 
uni der deutschen Wirtschaft über die Stabilisierungskrise hinwegzuhelfen 
und den Betrieben die Weiterbeschäftigung der Arbeiter zu ermöglichen. 
Als dann aber die Deutsche Golddiskontbank begann, Valuta 
kredite zu geben, als die D e v i s e n k u r s e sich zu unseren Ungunsten ver 
änderten und als eine allgemeine Preis st eigernng eintrat, da hielt 
die Reichsbank den Zeitpunkt für gekommen, ihre Kreditpolitik zu 
ändern. 
Sie griff zum schärfsten Mittel, der Kreditbegrcnzung: Der 
Kredit für jeden Diskontkunden der Reichsbank wird auf das am 7. April
	        

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Geld-, Bank- Und Börsenwesen. C.E. Poeschel Verlag, 1927.
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