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Geld-, Bank- und Börsenwesen

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Bibliographic data

fullscreen: Geld-, Bank- und Börsenwesen

Monograph

Identifikator:
1012150852
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-27269
Document type:
Monograph
Author:
Obst, Georg http://d-nb.info/gnd/11759296X
Title:
Geld-, Bank- und Börsenwesen
Edition:
25., verbesserte Auflage
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
C.E. Poeschel Verlag
Year of publication:
1927
Scope:
1 Online-Ressource (XV, 521 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Business and Management Classics
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. Banken und Bankgeschäfte
Collection:
Business and Management Classics

Contents

Table of contents

  • Geld-, Bank- und Börsenwesen
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. Geld und Geldsurrogate
  • Zweiter Teil. Banken und Bankgeschäfte
  • Dritter Teil. Börse und Börsengeschäfte
  • Index

Full text

1924 in Anspruch genommene Kontingent begrenzt. Es ist dies natürlich 
ein ganz roher Maßstab, da er rein zufällige Verhältnisse zugrunde legt, 
ein rauher Eingriff in das fein geästelte Getriebe der 
Wirtschaft. Viele Ungerechtigkeiten ergaben sich daraus! Die Neichs- 
bank aber erklärte auf alle Beschwerden: Es m u ß sein! Wir müssen diese 
harte Maßnahme treffen, so lange das feinere und organisch wirkende 
Mittel der Diskontpolitik noch nicht wieder seine Wirkung ausüben kann. 
Die Reichsbank blieb hart und wich nur in seltenen Ausnahmefällen von 
diesem Prinzip ab, beschnitt sogar noch in manchen Fällen den Diskont 
kredit, wenn sie der Ansicht war, daß der Kredit volkswirtschaftlich schäd 
lich wirke, z. B. wenn er zur Durchhaltung übergroßer Bestände diente. 
So erfolgten Kredit einschränk ungen bei Angehörigen ganzer Be 
rufszweige. Die freigewordenen Beträge und auch noch Summen darüber 
hinaus wurden von der Reichsbank benutzt, um hier und dort — cs war 
aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein! — den Kredit etwas zu 
erweitern. 
Eine Erhöhung der Kreditkontingente um 10 %, die im September 
1924 offiziell zugestanden wurde, konnte keine wesentliche Besserung der 
Kreditnot bringen. Daneben sind auch, inoffiziell, einige weitere Erhöhun 
gen der Kontingente erfolgt, wie die Ausweise der Reichsbank zeigen. 
Doch mögen sich dabei auch zahlreiche „eingefrorene Kredite" — 
„Stockwechsel" nennt sie die Reichsbank — befunden haben. 
Im Vergleich zur Vorkriegszeit hat die Reichsbank ihre Kredite erhöht. 
Das kann man, trotzdem die Summen nicht glatt miteinander verglichen 
werden können, ohne weiteres sagen. Zu berücksichtigen ist aber da 
bei, daß vor dem Kriege der Kreditbedarf der Wirtschaft in erster Linie 
von den Banken, Genossenschaften, Privatbankfirnien nsw. befriedigt 
wurde, während der Diskontkredit der Reichsbank mehr als letzte Reserve 
diente. 
Betrug im Durchschnitt der Jahre 1911, 1912 und 1913 der Wechselbestand 
der Reichsbauk 915, 1110 bztv. 1030 Millionen M, so war er Ende 1924 ans 
1879 Will. RM angewachsen, Ende 1925 auf 1329 Will. RM zurückgegangen, 
Ende 1926 wieder auf 1413 Will. RM gestiegen. In diesen Summen sind die 
Rentenbankwechsel enthalten. Andererseits ist aber zu berücksichtigen, daß die 
Reichsbauk, im Gegensatz zu früher, Ende 1925 473, Ende 1924 493 Millionen 
RM Wechsel im Rediskont sbei Staatsbanken, Reichsbehörden nsw.) be 
geben hatte. 1926 hatte sie keine Wechsel mehr rediskontiert. 
16 O. GW. 25. A. 
241
	        

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Geld-, Bank- Und Börsenwesen. C.E. Poeschel Verlag, 1927.
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