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Geld-, Bank- und Börsenwesen

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Bibliographic data

fullscreen: Geld-, Bank- und Börsenwesen

Monograph

Identifikator:
1012150852
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-27269
Document type:
Monograph
Author:
Obst, Georg http://d-nb.info/gnd/11759296X
Title:
Geld-, Bank- und Börsenwesen
Edition:
25., verbesserte Auflage
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
C.E. Poeschel Verlag
Year of publication:
1927
Scope:
1 Online-Ressource (XV, 521 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Business and Management Classics
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Dritter Teil. Börse und Börsengeschäfte
Collection:
Business and Management Classics

Contents

Table of contents

  • Geld-, Bank- und Börsenwesen
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. Geld und Geldsurrogate
  • Zweiter Teil. Banken und Bankgeschäfte
  • Dritter Teil. Börse und Börsengeschäfte
  • Index

Full text

373 
Sega 1 ). Vom Aktienhandel wird gesagt, er sei „ein Auszug aller Betrügereien, 
ein Schatzgräber von nützlichen Dingen und doch ein Herd des Unheils". Drei 
Arten der Käufer unterscheidet der Verfasser: 
1. die vornehmen und ruhigen Kapitalisten, die sich um den Kurs nicht be 
kümmern und nur Dividende beziehen wollen: 
2. die Kaufleute, die Aktien kaufen, in der Hoffnung, sie später wieder mit 
Nutzen verkaufen zu können, und 
8. die Spieler, die das Kaufgeld häufig schuldig bleiben und die Geschäfte 
nötigenfalls prolongieren. 
Den Besitzern von Wertpapieren werden viele gute Ratschläge erteilt; so z. B„ 
daß man jeden Gewinn ohne Zögern mitnehmen und nachher, wenn das Papier 
noch weiter steigt, keine Reue empfinden solle; man solle die Aktien nicht zu lange 
festhalten, sich mit ihnen nicht „verheiraten". Die Gewinne aus dem Börsenspiel 
seien Koboldgeschenke, Karfunkel steine, Kiesel und Morgentau. 
Ein Kurszettel der Amsterdamer Börse aus dem Jahre 1747 meldet 
Kurse für 44 verschiedene Wertpapiere; am Ende des 18. Jahrhunderts 
war ihre Zahl auf 110 gestiegen. Nach der Eroberung Hollands durch 
die Franzosen erfolgte ein rascher Niedergang der Amsterdamer Börse. 
Mittelpunkt des internationalen Fondsverkehr wurde unter dem Einfluß 
der Rothschilds und Beth mann die Frankfurter Börse. 
Mit ihr rivalisierte später die Londoner Börse. 
Über die heutige Amsterdamer Börse s. Abschnitt X. 
4. Entwicklung der deutschen Börsen. 
In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts entstanden Börsen in 
Augsburg und Nürnberg, in der zweiten Hälfte in Hamburg 
und Köln, im Anfang des 17. Jahrhunderts in Königsberg, 
Lübeck, Frankfurt a. M. und Leipzig. Die Haupthandels- 
vbjekte an diesen Börsen wie an der in den ersten Jahrzehnten des 
18. Jahrhunderts gegründeten Berliner Börse waren Wechsel. 
Zur Abhaltung der Börsenversammlungen wies Friedrich Wilhelm I-, 
der ebenso wie Friedrich der Große den Börscnhandel zu fördern bestrebt 
war, den Berliner Kaufleuten ein Haus am Lustgarten, in der Nähe des 
königlichen Schlosses, an. Die Versammlungen — Morgensprachen 
genannt —, die anfangs nur zwei- bis dreimal wöchentlich abgehalten 
wurden, fanden seit 1761 täglich statt. 
st Von dieser Schrift: „Die Verwirrung der Verwirrungen", liegt eine Über 
setzung von Otto P r i n g s h e i m vor sBreslau 1919).
	        

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Geld-, Bank- Und Börsenwesen. C.E. Poeschel Verlag, 1927.
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