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Geld-, Bank- und Börsenwesen

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Bibliographic data

fullscreen: Geld-, Bank- und Börsenwesen

Monograph

Identifikator:
1012150852
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-27269
Document type:
Monograph
Author:
Obst, Georg http://d-nb.info/gnd/11759296X
Title:
Geld-, Bank- und Börsenwesen
Edition:
25., verbesserte Auflage
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
C.E. Poeschel Verlag
Year of publication:
1927
Scope:
1 Online-Ressource (XV, 521 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Business and Management Classics
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Dritter Teil. Börse und Börsengeschäfte
Collection:
Business and Management Classics

Contents

Table of contents

  • Geld-, Bank- und Börsenwesen
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. Geld und Geldsurrogate
  • Zweiter Teil. Banken und Bankgeschäfte
  • Dritter Teil. Börse und Börsengeschäfte
  • Index

Full text

382 
worden. Hiernach bedarf es zur Errichtung einer Börse der Ge- 
nehmigung der Landesregierung. Von dieser wird auch die Aufsicht 
ausgeübt, die sie jedoch an eine Handelskammer oder an eine kauf 
männische Korporation übertragen kann. 
Im Jahre 1907 ist die Genehmigung zur Errichtung einer Börse für Schles 
wig-Holstein vom preußischen Handelsminister verweigert worden, und 
zwar mit der Begründung, daß der Verkehr für eine selbständige Preisbildung nichi 
bedeutend genug sei, da den auf Grund vereinzelter Umsätze entstandenen Preisen 
eine maßgebliche Bedeutung für andere Geschäfte nicht beigelegt werden könne. 
Als Organe der Landesregierung sBörsengesetz § 2) sind Staats- 
kommissare bestellt, die den Geschäftsverkehr überwachen, beiin ehren 
gerichtlichen Verfahren sowie bei der Kursfeststellung niitzuwirken haben 
und die Börsenorgane auf etwaige Mißstände aufmerksam machen sollen. 
Die unmittelbare Überwachung der Börse erfolgt also durch zwei 
Organe: durch das Handelsorgan und durch den Staatskommissar. Die 
Rechte des Aufsichtsorgans sind insofern größer, als es nicht nur zu 
berichten und aufmerksam zu machen, sondern auch zu entscheiden und 
zu verfügen hat. 
Die für jede Börse zu erlassende Börsenordnung muß sBörsengesetz 8 5j 
Bestimmungen treffen: 
1. über die Börsenleitung und ihre Organe; 
2. über die Geschäftszweige, für welche die Börseneinrichtungen be 
stimmt sind; 
3. über die Voraussetzungen der Zulassungen zum Besuche der Börse; 
4. darüber, in welcher Weise die Preise und Kurse zu notieren sind. 
Die höchste Instanz in Börsenangelegenheiten ist der R e i ch s r a t. 
Er ist befugt, die Tätigkeit des Staatskommissars einzuschränken, die 
Börsenausschnß-Mitglieder zu wählen, die Benutzung der Börsenein 
richtungen zu untersagen, abweichende amtliche Feststellung des Börsen- 
Preises zu gestatten, den Mindestbetrag des Grundkapitals der zum 
Börsenhandel zugelassenen Wertpapiere festzusetzen usw. 
Zur Begutachtung der vom Reichsrat überwiesenen Angelegen 
heiten besteht für ganz Deutschland ein B ö r s e n a u s s ch u ß von 
40 Mitgliedern, von dem die eine Hälfte auf Vorschlag der Börsenorgane, 
die andere Hälfte „unter angemessener Berücksichtigung von Landwirt
	        

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Geld-, Bank- Und Börsenwesen. C.E. Poeschel Verlag, 1927.
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