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Geld-, Bank- und Börsenwesen

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Bibliographic data

fullscreen: Geld-, Bank- und Börsenwesen

Monograph

Identifikator:
1012150852
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-27269
Document type:
Monograph
Author:
Obst, Georg http://d-nb.info/gnd/11759296X
Title:
Geld-, Bank- und Börsenwesen
Edition:
25., verbesserte Auflage
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
C.E. Poeschel Verlag
Year of publication:
1927
Scope:
1 Online-Ressource (XV, 521 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Business and Management Classics
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Dritter Teil. Börse und Börsengeschäfte
Collection:
Business and Management Classics

Contents

Table of contents

  • Geld-, Bank- und Börsenwesen
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. Geld und Geldsurrogate
  • Zweiter Teil. Banken und Bankgeschäfte
  • Dritter Teil. Börse und Börsengeschäfte
  • Index

Full text

404 
b) Lotterie- oder Prämienanleihen. Die Zinsen werden 
entweder gänzlich (unverzinsliche Anleihen) oder zum Teil (verzinsliche 
Anleihen) aufgespart und in Gestalt von Prämien, die nach einem im 
voraus bestimmten Plan zur Verlosung gelangen, ausbezahlt (s. S. 423 f.). 
«) Zeitrenten oder Annuitäten und Leibrenten, die 
in Deutschland weit weniger als in England und in Frankreich bekannt 
sind. Sie bezwecken eine Verzinsung und allmähliche Rückzahlung des 
Kapitals und enden mit Ablauf des vereinbarten Zeitraums (in England 
49- und 99jährige Renten) oder mit dem Tode (Leibrenten). 
Bei der Bewertung ausländischer Staatsanleihen ist maßgebend 
die politische Verfassung des betreffenden Landes, insbesondere seine 
Steuergesetzgebung, das der Regierung und den leitenden Staatsmännern 
entgegengebrachte Vertrauen, die Wührungs-, Produktions- und Er 
werbsverhältnisse, die Höhe der Schulden, wobei wieder zu untersuchen ist, 
welcher Betrag zu produktiven Zwecken und welcher zur Deckung eines 
Defizits, zu Ausrüstungen usw. Verwendung gefunden hat. Die Banken, 
die ausländische Staatsanleihen übernehmen, die sie dann zur Subskrip. 
tion auflegen, fordern mitunter, daß Sicherheiten für Verzinsung 
und Tilgung der Anleihe vom Schuldnerstaate bestellt werden. 
Kann oder will ein Staat seine Verpflichtungen, die er hinsichtlich 
Zins- und Kapitalrückzahlung eingegangen ist, nicht erfüllen, erklärt er 
sich für bankerott, so steht der Gläubiger meist machtlos da. Die von den 
in Bankerott geratenen Staaten gestellte Sicherheit hat sich in vielen 
Fällen als wertlos erwiesen. Die bestellten Pfänder wurden einfach igno 
riert und die Einnahmen hieraus den Gläubigern vorenthalten. 
Ein trauriges Beispiel, wie Staaten sich ihrer Verbindlichkeiten entledigen, 
zeigt Griechenland. Im Jahre 1892 bereits hatte das Land die Zinsen 
seiner äußeren Anleihen nicht in bar, sondern in Gestalt neuer Schuldver 
schreibungen bezahlt. Im Jahre darauf wurden die Zinsen erheblich gekürzt. 
Nur die Kupons d er „Inneren Griechischen A n l e i h e", 
die in Griechenland selb st untergebracht war, wurden 
nach wie vor ungekürzt eingelöst. 
Anders dagegen verhielt sich, an der Jahrhundertwende, Mexiko gegen 
seine Gläubiger. Als dieses Land durch Mißernten und den gewaltigen 
Preissturz des Silbers in arge Bedrängnis geraten war, erklärte der Prä 
sident Porfirio Diaz: Was wir versprochen haben, müssen wir halten.
	        

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Geld-, Bank- Und Börsenwesen. C.E. Poeschel Verlag, 1927.
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