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Geld-, Bank- und Börsenwesen

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Bibliographic data

fullscreen: Geld-, Bank- und Börsenwesen

Monograph

Identifikator:
1012150852
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-27269
Document type:
Monograph
Author:
Obst, Georg http://d-nb.info/gnd/11759296X
Title:
Geld-, Bank- und Börsenwesen
Edition:
25., verbesserte Auflage
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
C.E. Poeschel Verlag
Year of publication:
1927
Scope:
1 Online-Ressource (XV, 521 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Business and Management Classics
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Dritter Teil. Börse und Börsengeschäfte
Collection:
Business and Management Classics

Contents

Table of contents

  • Geld-, Bank- und Börsenwesen
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. Geld und Geldsurrogate
  • Zweiter Teil. Banken und Bankgeschäfte
  • Dritter Teil. Börse und Börsengeschäfte
  • Index

Full text

Bildung von Gewinnen verwendet. Gewinn- und Nennbetrag zusammen wird 
Prämie genannt, daher der Name: Los-, Lotterie- oder Prämienanleihen. 
Diese Anleihen konnten nieist unter günstigeren Bedingungen, d. h. z» 
höherem Kurse bzw. zu niedrigerem Zinsfuß begeben werden, als die 
etwa gleichzeitig ausgegebenen anderen Staatsanleihen, da die Möglich 
keit, einen hohen Gewinn zu erzielen, bei dem allgemeinen Hang zum 
Glücksspiel einen unwiderstehlichen Reiz auf die Käufer ausübte. Sehen 
doch die meisten Menschen auf einem Lotterieplan nur die hohen Gewinne 
und nicht die überwiegende Mehrzahl der Nieten. 
Adam Smith schrieb über das Lotteriespicl in „Natur und Ursachen 
des Volkswohlstandes": „Um mehr Aussicht auf Gewinn zu haben, kauft man 
cher mehrere ganze Lose oder kleine Anteile einer noch größeren Anzahl, und 
doch gibt es keinen Satz in der Mathematik, der sicherer wäre als dieser, daß 
man desto mehr verliert, je mehr Lose man hat. Spielt man alle, so ist der 
Verlust gewiß, und je mehr Lose man spielt, desto näher kommt man dieser Ge 
wißheit." 
Die Losanleihe ist entweder in eine bestimmte Anzahl fortlaufend 
numerierter Stücke oder in Serien geteilt, deren jede 10, 20, 25 oder 
100 Lose enthält. In diesem Falle findet zuerst eine Serienziehung 
statt, der einige Wochen später die G e w i n n z i e h u n g folgt. Alt dieser 
nehmen nur diejenigen Lose teil, deren Serien vorher gezogen worden 
sind. Jedes Los muß mindestens mit seinem Nominalbeträge 
snicht zu verwechseln mit seinem Kurswert) herauskommen. 
Lose und Prämienanleihen, deren Seriennummern gezogen worden sind 
(Serien lose), gelangen bis zu der Ziehung, die über den ihnen zu- 
fallenden Gewinn entscheidet, mehrfach in den Handel. 
Der Kurs der Losanleihen ist fast stetig gestiegen; einmal deshalb, weil der 
kleinste Treffer — Niete genannt — bei den meisten Losanleihen von Jahr 
zu Jahr größer wird, dann aber, weil die Zahl der noch vorhandenen Prämien 
anleihen stetig abnimmt. Das Reichsgesctz vom 8. Juni 1871, betreffend die 
„Jnhaberpapiere mit Prämien", bestimmt nämlich, daß neue Lotterieanleihen 
nur auf Grund eines Reichsgesetzes und nur zum Zwecke einer Anleihe des 
Deutschen Reiches oder eines Bundesstaates ausgegeben, ferner daß von a u s- 
ländischen Losen nur diejenigen Stücke gehandelt werden dürfen, die vor 
dem 1. Mai 1871 emittiert und bis zum 1b. Juli 1871 mit dem deutschen 
Reichsstempel versehen sind. — Die letzte deutsche Los anleihe (Augs- 
burger Lose) verschwindet 1934, die letzte auswärtige Losanleihe (Tür- 
kenlose) planmäßig 1974. 
424
	        

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Geld-, Bank- Und Börsenwesen. C.E. Poeschel Verlag, 1927.
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