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Geld-, Bank- und Börsenwesen

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Bibliographic data

fullscreen: Geld-, Bank- und Börsenwesen

Monograph

Identifikator:
1012150852
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-27269
Document type:
Monograph
Author:
Obst, Georg http://d-nb.info/gnd/11759296X
Title:
Geld-, Bank- und Börsenwesen
Edition:
25., verbesserte Auflage
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
C.E. Poeschel Verlag
Year of publication:
1927
Scope:
1 Online-Ressource (XV, 521 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Business and Management Classics
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Dritter Teil. Börse und Börsengeschäfte
Collection:
Business and Management Classics

Contents

Table of contents

  • Geld-, Bank- und Börsenwesen
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. Geld und Geldsurrogate
  • Zweiter Teil. Banken und Bankgeschäfte
  • Dritter Teil. Börse und Börsengeschäfte
  • Index

Full text

432 
Anspruch auf Berücksichtigung bei der amtlichen Feststellung des Börsen 
preises kann jedoch nur erhoben werden sBörsengesetz § 31), wenn das 
Geschäft durch Vermittlung eines Kurs Maklers abgeschlossen ist. 
Die Kurse, zu denen an der Börse gehandelt wird, sind entweder ein 
heitliche und errechnete, oder sie werden von Fall zu Fall von den Kontra 
henten vereinbart (variable Kurse). 
Die Berliner Börse hat, wie auch die Mehrzahl der deutschen 
Provinzbörsen, im Kassahandel den E i n h e i t s k u r s. Wie er er 
rechnet wird, ist im nächsten Abschnitt dargestellt. 
Da zu diesem Einheitskurse alle Aufträge, soweit der Kurs solche zuläßt, 
ausgeführt werden, bietet er dem Publikum einen Schutz vor Übervor 
teilung („Kursschnitt") durch unredliche Bankiers. Aber der Einheits 
kurs hat auch Nachteile, vor allem den, daß seine Bildung durch Zufällig 
keiten beeinflußt wird, und weiter, er bringt nur die Börsenstimmung zum 
Ausdruck, die gerade zur Zeit der Kursfeststellung herrschte; die nach Fest 
setzung des Einheitskurses eintreffenden Nachrichten können diesen nicht 
mehr günstig oder ungünstig beeinflussen. 
Neben dem E i n h e i t s kurs besteht bei einer Reihe von Papieren, die 
vom Börsen vor st and ausdrücklich zu dieser Art des Handels zu 
gelassen sind, die Notierung fortlaufender (variabler, 
s ch w a n k e n d e r) K u r s e. Der Handel erfolgt zu festen, jeweils zwischen 
den Parteien vereinbarten Kursen, wie sie beim Zeitgeschäft üblich sind. 
Das Ventil, das der Handel, der in den engen Rahmen des Einheitskurses 
nicht mehr zu zwängen war, vor dem Kriege sich geöffnet hatte, war der 
„freie Verkehr". Als 1917 die amtlichen Kursnotierungen wieder auf 
genommen wurden, wurde der fortlaufende Kurs für eine Anzahl Wert 
papiere zugelassen. Sofern die Schlüsse in bestiinmten Mindestsummcn 
erfolgen (für Berlin und Hamburg 6000 RM, oder, wenn dieser Betrag 
nicht darstellbar ist, 7000 RM, für Frankfurt a. M- 3000 RM sbzw. 
3500 oder 4000 RMs), kann der Auftraggeber bestimmen, ob sein Auf 
trag zum Einheitskurse, oder ob er zum variablen Kurse ausgeführt 
werden soll. 
Beeinflußt durch sachliche Gründe und politische und wirtschaftliche 
Nachrichten, durch Tendcnzwcchsel (wechselnde Stimmung der Börsen 
besucher), durch Kursmeldungen, die von anderen Börsenplätzen eintreffen, 
ändern sich die Kurse fortwährend.
	        

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Geld-, Bank- Und Börsenwesen. C.E. Poeschel Verlag, 1927.
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