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Geld-, Bank- und Börsenwesen

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Bibliographic data

fullscreen: Geld-, Bank- und Börsenwesen

Monograph

Identifikator:
1012150852
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-27269
Document type:
Monograph
Author:
Obst, Georg http://d-nb.info/gnd/11759296X
Title:
Geld-, Bank- und Börsenwesen
Edition:
25., verbesserte Auflage
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
C.E. Poeschel Verlag
Year of publication:
1927
Scope:
1 Online-Ressource (XV, 521 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Business and Management Classics
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erster Teil. Geld und Geldsurrogate
Collection:
Business and Management Classics

Contents

Table of contents

  • Geld-, Bank- und Börsenwesen
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. Geld und Geldsurrogate
  • Zweiter Teil. Banken und Bankgeschäfte
  • Dritter Teil. Börse und Börsengeschäfte
  • Index

Full text

3 O. GW. 25. a. 
33 
In E n g l au d hob ein besonderes Gesetz die Einlösungspflicht der Bank 
von England für ihre Noten auf. Zur Regulierung des Devisen 
marktes ist jedoch die Bank von England verpflichtet, Goldbarren 
von mindestens 400 Unzen (12,4 kg) zum Vorkriegspreise von 3 ^17sb 
10% d für die Unze Standardgold auf Verlangen abzugeben. Die Präge 
freiheit für Gold ist aufgehoben, d. h. die Kgl. Münze prägt für 
Private nicht mehr Goldmünzen gegen Einlieferung von Goldbarren. 
o) Doppelwährung. 
Bei der Doppelwährung werden Gold- und Silbermünzen in einem 
bestimmten gesetzlichen Wertverhältnis zueinander ausgeprägt, und es 
herrscht Prägefreiheit für beide Edelmetalle. Jedermann kann Zahlungen 
in jeder Höhe in Gold oder Silber leisten. 
Ein festes Wertverhältnis zwischen Gold und Silber für ewige Zeiten 
festzusetzen, ist unmöglich. Auch der mächtigste Staat würde niemals 
imstande sein, die Preise der Edelmetalle zu diktieren oder ein einmal 
bestimmtes Wertverhältnis aufrechtzuerhalten. Da jeder das Recht hat, 
zu wählen, ob er in Gold oder in Silber zahlen will, so wird jeder in 
dem Metall zahlen, das für ihn am vorteilhaftesten ist, und es wird zu 
den Münzstätten nur die Metallart zur Ausprägung gebracht werden, die 
auf dem Markte niedriger notiert, als das gesetzliche Wertverhältnis ist. 
Die Doppelwährung raubt mit dem Wechsel des Wertverhältnisses von 
Gold zu Silber dem Lande entweder die Gold- oder die Silbermünzen. 
Das vollwertige Geld würde regelmäßig ins Ausland gehen und nur das 
minderwertige im Lande bleiben (Greshamsches Gesetz: Schlechtes 
Geld vertreibt gutes Geld). Die besonnenen Elemente unter den An 
hängern der Doppelwährung sind sich auch stets darüber klar gewesen, 
daß die Einführung der Doppelwährung nur durch ein internatio 
nales Abkommen (Währungsvertrag) aller großen Staaten 
der Welt erfolgen könnte. 
Zu diesem Zweck fanden in den Jahren 1867, 1878 und 1881 M ü n z k o n - 
serenzen in Paris statt, zu denen fast alle größeren Staaten Vertreter ent 
sandt hatten. Im November 1892 luden die Vereinigten Staaten zu einer 
internationalen Konferenz nach Brüssel ein. England erklärte 
sich von vornherein nur dann zur Teilnahme bereit, wenn Vorschläge über 
größere Verwendung von Silber gemacht würden, der Bimetallismus aber nicht 
auf der Tagesordnung stände. Die deutschen Deputierten verhielten sich bei den
	        

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Geld-, Bank- Und Börsenwesen. C.E. Poeschel Verlag, 1927.
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