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Kapitalismus und Sozialismus

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Bibliographic data

fullscreen: Kapitalismus und Sozialismus

Monograph

Identifikator:
101266578X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-24415
Document type:
Monograph
Author:
Pohle, Ludwig http://d-nb.info/gnd/116260793
Title:
Kapitalismus und Sozialismus
Edition:
Zweite Auflage
Place of publication:
Leipzig ; Berlin
Publisher:
B. G. Teubner
Year of publication:
1920
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 175 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
I. Die Grundlagen der gegenwärtigen Wirtschaftsverfassung und der Sozialismus
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Kapitalismus und Sozialismus
  • Title page
  • Contents
  • I. Die Grundlagen der gegenwärtigen Wirtschaftsverfassung und der Sozialismus
  • II. Die sozialistische Kritik an der bestehenden Wirtschaftsordnung
  • Schlußbetrachtungen

Full text

8 
1,1. Die individualistische Wirtschaftsordnung 
kurz weg, aber doch ist sie die für das richtige Verständnis unserer Wirt 
schaftsordnung eigentlich entscheidende Tatsache. Nicht der einzelne 
ist für sich selbst wirtschaftlich verantwortlich, sondern die Familie 
hat für ihre Glieder zu sorgen, und nicht dem einzelnen gehört, was 
er erwirbt, sondern er erwirbt es für die, die durch die Bande der 
Familie mit ihm zusammenhängen. Die Familie schiebt sich überall 
als Zwischenglied zwischen den einzelnen und den Staat, und zwar 
als Zwischenglied, das vor dem Staate den Vorrang beanspruchen 
kann. Vas zeigen ja deutlich die Bestimmungen unseres Erbrechts, 
wer stirbt, ohne ein Testament hinterlassen zu haben, dessen Besitz 
tümer fallen nicht dem Staate zu, sondern seine verwandten haben 
nach dem Gesetz ein Anrecht auf das hinterlassene vermögen, und 
auch wer über seine Hinterlassenschaft testamentarisch verfügt, kann, 
wenn er eine Frau und Binder hinterläßt, nicht völlig frei über sein 
vermögen verfügen, sondern die nächsten verwandten können minde 
stens ihr Pflichtteil beanspruchen. Diese Bestimmungen des Erbrechts, 
wie sie mit gewissen Modifikationen bei allen Völkern europäischer 
Kultur sich finden, sind ein klarer Hinweis, wie nicht der einzelne, son 
dern die Familie die Grundlage der Gesellschaftsorganisation ist. 
Es ist darum auch nicht zutreffend, wenn man den Egoismus als 
die bewegende Kraft unserer Wirtschaftsordnung bezeichnet, wo: aus dann 
mit Vorliebe die Annahme einer sittlichen Minderwertigkeit der heuti 
gen Wirtschaftsordnung abgeleitet wird. Nicht der Egoismus der Ein 
zelnen, sondern eine gewisse Nrt des Altruismus spielt diese Nolle, 
allerdings ein Altruismus, der sich nur auf einen bestimmten Personen 
kreis beschränkt, diejenigen nämlich, die unserem Herzen durch die Bande 
des Bluts am nächsten stehen. Wer den Egoismus als den psychischen 
Motor unseres Wirtschaftslebens hinstellt, der muß jedenfalls immer 
dessen sich bewußt bleiben: nicht der Individualegoismus, sondern der 
Familienegoismu?, erfüllt diese wichtige Funktion. 
Wo nun der Staat die einzelnen, genauer also nach dem Gesagten, 
die Familien die Verantwortung für ihre wirtschaftliche Lage selbst 
tragen läßt, da folgt daraus notwendig die Anerkennung weiterer
	        

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Kapitalismus Und Sozialismus. B. G. Teubner, 1920.
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