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Die südrussische Eisenindustrie

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Bibliographic data

fullscreen: Die südrussische Eisenindustrie

Monograph

Identifikator:
1012685772
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-22791
Document type:
Monograph
Author:
Klein, Hugo
Title:
Die südrussische Eisenindustrie
Place of publication:
Düsseldorf
Publisher:
Verlag Stahleisen
Year of publication:
1920
Scope:
1 Online-Ressource (82 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Technische Ausrüstung der südrussischen Hüttenwerke
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die südrussische Eisenindustrie
  • Title page
  • Contents
  • Die Entwicklung bis zum Kriege
  • Beschreibung der südrussischen Hüttenwerke
  • Gesamterzeugung der südrussischen Hüttenwerke
  • Die südrussische Eisenindustrie während der Revolution
  • Die Zukunft der südrussischen Eisenindustrie
  • Technische Ausrüstung der südrussischen Hüttenwerke
  • Arbeiterverhältnisse und Arbeiterfürsorge

Full text

72 Technische Ausrüstung der südrussischen Hüttenwerke. 
nötigt die Einrichtung noch 35 Mann pro Hochofen zur Be 
gichtung. 
Zur zweiten Gruppe gehören die Werke: Südrussische Röhren 
walzwerke Jekaterinoslaw, Kramatorskaja, Konstantinowka und 
Nikopol-Mariupol. Sie haben Schrägaufzüge, teilweise Stähler, teil 
weise Kennedy eingebaut, haben aber merkwürdigerweise die Ladung 
der Materialien und die Heranführung derselben von Hand beibe 
halten. Die Ersparung an Menschenkraft ist daher denn auch ge 
ring. Auch Jusowka hat einen neuen Ofen System Kennedy in 
dieser Art gebaut. 
Zur dritten Gruppe gehören alle anderen Gesellschaften: Dnje- 
provienne, Droujkowka, Jusowka (für 5 Öfen), Donez-Juriewka, 
Taganrog, Makiewka, Providenoe, Sulin, Krivoi Rog und Olchowaja. 
Allen diesen Werken der zweiten und dritten Gruppe steht die 
Modernisierung der Anlagen in der Zukunft bevor. Bei der Dnje- 
provienne rechnet man zur Begichtung eines jeden Hochofens 
60 Mann pro Schicht, was bei Aohtstundenarbeit für die 6 Hoch 
öfen des Werkes in Kamenskoe einen Arbeiterbestand von 1080 Mann 
allein für die Begichtung der Hochöfen beträgt. Bei der, Teuerung 
der Arbeitskräfte in Rußland und dem Mangel an Industriearbeitern, 
der sieh nach einer Agrarreform in Großrußland noch viel stärker 
fühlbar machen wird, ist die Modernisierung nicht lange aufzuschieben, 
wenn sie auch jetzt im Verhältnis zu dem früheren Kostenaufwand 
ganz riesige Summen beanspruchen wird. 
Es mag von Interesse sein zu erwähnen, daß kein einziges der 
südrussisohen Hochofenwerke mit Bunkern arbeitete. Eine Anlage 
von Erzbunkern ist auf der „Providenoe“ gebaut, aber sie ist alt 
und hat sich nicht bewährt, sodaß die Vorraträume zur automati 
schen Ladung nicht benutzt werden. Gegen die Anwendung von 
Bunkern ist der strenge Winter in Rußland eingeworfen worden, 
aber der Winter dauert nur 3 Monate, während gerade der Arbeiter 
mangel im Sommer und Herbst besteht. 
Bessemerwerke haben die Gesellschaften: Dnjeprovienne, 
Briansk, Russo-Belge und Droujkowka. Ihre Daseinsbedingungen 
werden immer schwieriger, weil die Krivoi Roger Erze, die einen 
entsprechend niedrigen Phosphorgehalt von nicht mehr als 0,04°/ 0 
Phosphor haben, immer seltener werden. Der Anteil der Bessemer 
stahlwerke an der Stahlerzeugung Südrußlands betrug im Jahre 1913 
nur 22 °/ 0 , im Jahre 1915 war er weiter auf 17 °/ 0 gesunken. 
Thomasstahlwerke haben die Gesellschaften; Taganrog in 
Taganrog und Kertsch, und Providenoe in Mariupol. Das Thomas 
stahlwerk in Kertsch kam erst im Jahre 1914 in Betrieb. Der An
	        

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Die Südrussische Eisenindustrie. Verlag Stahleisen, 1920.
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