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Verkehrsgeographie der Eisenbahnen des europäischen Rußland

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Bibliographic data

fullscreen: Verkehrsgeographie der Eisenbahnen des europäischen Rußland

Monograph

Identifikator:
1013744764
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-38565
Document type:
Monograph
Author:
Tuckermann, Walther http://d-nb.info/gnd/117434353
Title:
Verkehrsgeographie der Eisenbahnen des europäischen Rußland
Place of publication:
Essen
Publisher:
G. D. Baedeker, Verlagshandlung
Year of publication:
1916
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 123 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
1. Geschichte der russischen Bahnen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Verkehrsgeographie der Eisenbahnen des europäischen Rußland
  • Title page
  • Contents
  • 1. Geschichte der russischen Bahnen
  • 2. Der Umfang des russischen Eisenbahnnetzes und seine geographische Gliederung. Staats- und Privatbahnen in der Gegenwart
  • 3. Die Aufgaben der nächsten Zukunft, Nordbahnprojekte des Kriegsjahres 1914/1915
  • 4. Die strategische Bedeutung der russischen Bahnen und die Eisenbahnpolitik in Polen. Zweigleisige Bahnen. Straßenbaupolitik
  • 5. Verkehrsgeographie der russischen Eisenbahnen
  • Index

Full text

13 
bereits 1882 eröffnet wurde, verband den Salzsee von Baskuntschak 
mit dem Wolgahafen Wladimirowka. Und die Kriwoi Rogbahn (1884 
beendet) war ein hervorragendes wirtschaftliches Unternehmen, da es 
das Eisenerzgebiet mit Jekaterinoslaw und über den Dnjepr mit Nisch- 
nednjeprowsk*) sowie in der entgegengesetzten Richtung mit Dolinskaja 
an der Nikolajewer Bahn verband. Diese Kriwoi Rogbahn wurde die 
Stammlinie des staatlichen Jekaterinennetzes. Ihr folgte bald darauf 
die Linie Sinelnikowo—Jasinowataja. Die Jekaterinenbahnen, die in 
enger Verbindung mit den dem Pontus benachbarten Hüttenwerken 
und den Donezkohlenbergwerken standen, wurden eine der bestrentieren 
den Eisenbahnuntemehmungen Rußlands. Zugleich schritt der Staat 
zur Anlage der ersten Bahn in Sibirien, die im Anschluß an die 1878 
vollendete private Uralgebirgsbahn Perm—Niscbni Tagil—Jekaterin 
burg nach Tjumen geführt wurde. 
• Mit dem Bau dieser Bahnen war die dritte Periode der russischen 
Eisenbahngeschichte, die der staatlichen Aktion und des Zurücktretens 
der Privatbahnen, eingeleitet. Einen beredten Ausdrück fand das 
staatliche Vorgehen in der Verstaatlichung privater Bahnen. Zunächst 
treten freilich auch hier politische Motive noch zurück. Es sind in 
erster Linie notleidende Bahnen, die einen geordneten Betrieb nur 
unter größten Schwierigkeiten aufrecht halten konnten und daher vom 
Staat übernommen wurden. Als erste Bahn wurde am 27. März 1881 die 
1868 gegründete Charkow-Nikolajewer Bahngesellschaft verstaatlicht 2 ). 
Ihr folgte am 5. Januar 1883 die Linie Tambow— Saratow, 1885 die 
Muromer Bahn, ein kümmerliches Unternehmen, das als Privatbahn- 
untemehmen fast totgeboren war (1880) und das seiner ganzen Be 
stimmung nach, Murom an der Oka mit Kowrow (an der.Nischni Nowgo- 
roder Bahn) zu verbinden, nur eine sehr bescheidene Aufgabe erfüllen 
konnte, ferner die Putilowbahnen in St. Petersburg. 
Trotzdem somit den Privatgesellschaften die Alleinherrschaft ge 
nommen war, entstanden auch in den achtziger Jahren mit dem Auf 
treten eines frischeren Zuges im russischen Verkehrswesen neue Gesell 
schaften. Absolut nimmt sogar zunächst noch die Zahl der Gesell 
schaften zu; 1869 gab es in Rußland 40 Gesellschaften, von denen 13 in 
St. Petersburg, 9 in Moskau, 4 in Warschau und 3 in Riga ihren Sitz 
hatten, 1880: 46 und 1884: 48. Zu Beginn der achtziger Jahre waren 
die Südwestbahnen die größte Gesellschaft mit 2300 W, ihnen folgte 
auf dem Euße die Große Russische Eisenbahngesellschaft mit 2226 W, 
allerdings einschließlich der gepachteten Linien. An dritter und vierter 
') Die kurze Strecke von Sinelnikowo an der Losowaja-Sewastöpoler Bahn 
nach Nischnednjeprowsk war bereits 1873 fertiggestellt. 
2 ) Gleichzeitig mit der Hauptstrecke der Gesellschaft, Charkow—Snamenka— 
Nikolajew, wurden auch die beiden Linien Snamenka—Jelissawetgrad und Merefa— 
Ljubotin—Woroshba (1878 eröffnet), verstaatlicht.
	        

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Verkehrsgeographie Der Eisenbahnen Des Europäischen Rußland. G. D. Baedeker, Verlagshandlung, 1916.
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