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Das Geldwesen Frankreichs zur Zeit der ersten Revolution bis zum Ende der Papiergeldwährung

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Bibliographic data

fullscreen: Das Geldwesen Frankreichs zur Zeit der ersten Revolution bis zum Ende der Papiergeldwährung

Monograph

Identifikator:
1013879643
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-23338
Document type:
Monograph
Author:
Bucharin, Nikolaj Ivanovič http://d-nb.info/gnd/118516574
Title:
Oekonomik der Transformationsperiode
Place of publication:
Hamburg
Publisher:
Verlag der Kommunistischen Internationale
Year of publication:
1922
Scope:
1 Online-Ressource (199 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
10. Kapitel. Der ,,außerökonomische" Zwang in der Uebergangsperiode
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Reparations-Sabotage durch die Weltwirtschaft
  • Title page
  • Contents
  • 1. Die Unmöglichkeit des Ausgleichs von Zahlungsbilanzsalden und der Denkfehler der Ausgleichsnotwendigkeit
  • 2. Die Sabotage der Reparationszahlungen durch den Mechanismus der Weltwirtschaft
  • 3. Schlußfolgerungen für die Organisation des Geld- und Kapitalmarkts

Full text

58 Die Sabotage der Reparationszahlung durch den Mechanismus der Weltwirtschaft, 
schen gehören, Generaldirektoren, Direktoren, technische Leiter, Prokuristen, Inge- 
nieure, kaufmännische Angestellte, Werkmeister, Vorarbeiter, Arbeiter und Arbeite- 
rinnen, die alle ihr Brot durch das Betreiben dieser „Aausländischen‘ Apparatur 
finden. Daß dabei 
3. ausländische Personen in die Leitung der Betriebe hineinkommen, den 
Aufsichtsrat beherrschen, die Direktionsposten okkupieren, ihre Vetternschaften 
hineinsetzen, ist eine sehr peinliche Zugabe 1). Wie man sieht, kommt eine „Per- 
sonalüberfremdung“ nur für höhere Stelle in Frage; vom „Prokuristen an ab- 
wärts‘, je nach Branche sogar schon vorher, müssen es deutsche Personen sein, 
wenn der Betrieb richtig funktionieren soll. Direkt getroffen werden also von der 
peinlichen Zugabe die höheren und nicht die mittleren und niederen Schichten der 
deutschen Bevölkerung. Natürlich werden letztere indirekt getroffen, denn es ist auch 
für sie in vieler Beziehung angenehmer, deutsche Mitbürger statt Ausländer in den 
leitenden Stellen der Betriebe zu haben. Offenbar liegt hier, man könnte fast sagen, 
der von der Vorsehung gewollte tiefere Sinn der Betriebsräte und der sonstigen, 
Einrichtungen des sog. „Arbeitsrechts‘. Ganz deutlich aber tritt hier die politische 
Idee zutage, daß nicht der Kapitalbedarf der Industrie und der sonstigen. Privatwirt- 
schaft, sondern der Kapitalbedarf der öffentlichen Hand vorzugsweise im Ausland 
gedeckt werden sollte, da ein unser kulturelles Leben beeinträchtigendes Eingreifen. 
der Kapitalbesitzer in die Betriebsführung und Einrichtungen der öffentlichen Hand 
wegen der Souveränität des Staates u. ä. weniger leicht Schaden anrichten kann 
bzw. weniger leicht möglich ist. 
Eine sehr unangenehme Zugabe kann sich dadurch entwickeln, daß das Aus- 
landskapital nicht schlechthin nur einer guten Verzinsung wegen bei uns beschäftigt 
wird, sondern daß das Ausland seine großen Beteiligungen an. deutschen Werken usw, 
benutzt, um diese so auszugestalten und vorgehen zu lassen, wie es den auslän- 
dischen Konkurrenzwerken der deutschen Industrie paßt, Zur Hlustration sei auf 
das Beispiel der Velberter Schloßindustrie hingewiesen, von welcher die ame- 
rikanische Firma Yale & Towne große Komplexe aufgekauft hat, so daß Yale 
& Towne nunmehr 90% der Türschließererzeugung erfassen (Industrie- und Handels- 
zeitung 5, 5, 28). Eine solche kapitalistische Einflußnahme ausländischer Kon- 
kurrenz in den zahllosen deutschen Branchen ist im vorhinein nicht einheitlich zu 
beurteilen, sie kann sehr unangenehm für die Betroffenen werden, aber auch eine 
Verbesserung der Wirtschaftlichkeit herbeiführen. Daß hier nicht ab irato Sinnloses 
1) Adolf Weber, a. a. O0, S. 9 und 10 weist mit Hugenberg darauf hin, wie wir 
bis in die siebziger Jahre jährlich hunderttausende Landsleute in ferne Länder schicken 
mußten, bis belgisches, französisches und englisches Kapital unsere Wirtschaft entsprechend 
entwickelte, Da nicht Staaten und auch nicht Politiker sondern Privatleute ihr Kapital im 
Auslande anlegten (Zusatz des Verfassers: Durch die „Privatisierung“ unserer aus Repara- 
tion entstehenden Auslands-, Verschuldung“ sind Webers Worte auch hierauf anzuwenden), 
lediglich mit dem Zweck, Profite zu machen, so dürften sie schon in ihrem eignen Interesse 
der nationalen Seele ihre Eigenart nicht entziehen, „denn das würde die Leistungsfähigkeit 
und Leistungswilligkeit beeinträchtigen, Sie werden im Gegenteil so weit wie möglich auf 
die Eigenart, die Empfindungswelt derer, die ihnen helfen sollen zu verdienen, Rücksicht 
nehmen, und sie werden sich . ..‘““ Siehe das Zitat auf S. 52, Hier scheinen mir Weber bzw. 
Hugenberg zu optimistisch zu sein — sie denken allerdings nur an die derzeitigen Aus- 
landsanleihen aus passiver Handelsbilanz —, denn erstens handelt es sich um ganz ungleich 
zrößere Beträge — derart groß, daß die Ausländer ganze Städte aufkaufen könnten, — und 
zweitens war es in den siebziger Jahren nur Kapital, das eingeführt wurde abgesehen von 
ganz wenigen Personen, während jetzt mit der Einfuhr ganzer Scharen von Veiternschaften 
zu rechnen sein wird angesichts der viel größeren Kompliziertheit der Wirtschaft und ihrer 
Betriebe; damals waren es wenige Leiter von Gaswerken, Glasfabriken und Trambahnen.
	        

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Die Nationalökonomie in Frankreich. Verlag von Ferdinand Enke, 1910.
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