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Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)

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Bibliographic data

fullscreen: Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)

Monograph

Identifikator:
1014011027
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-25942
Document type:
Monograph
Author:
Prion, Willi http://d-nb.info/gnd/101278861
Title:
Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Julius Springer
Year of publication:
1936
Scope:
1 Online-Ressource (VII, 240 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Business and Management Classics
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
B. Die Menschen im Betrieb
Collection:
Business and Management Classics

Contents

Table of contents

  • Wirtschaft als Leben
  • Title page
  • Contents
  • Der Wertgedanke ein verhülltes Dogma der Nationalölonomie
  • Die Herrschaft des Wortes
  • Die Grenzen der Geschichte 1903
  • Zur sozialwissenschaftlichen Begriffsbildung 1906-1909
  • Freiheit vom Worte. Über das Verhältnis einer Allwirtschaftslehre zur Soziologie 1923
  • Die Wirtschaftliche Dimension. Eine Abrechnung mit der sterbender Wertlehre 1923
  • Vom Wirtschaftsleben und seiner Theorie 1924
  • Index

Full text

Abschnitt I. 343 
Geschichtsforschern lieber eine Frage behandeln, die unsere Wissen 
schaften solidarisch findet. 
Die Wendung von den Grenzen der Geschichte läßt sich auch 
noch anders verstehen. Unwillkürlich denkt man an den Satz Rankes, 
daß alle Geschichte erst mit dem Schrifttum beginnt. Wie ist dies 
wieder gemeint? Zweifellos wird dabei an die festere Form gedacht, 
die von da ab die geschichtliche Erinnerung der Völker annimmt. 
Im tatsächlichen Erfolg aber sind damit die Grenzen der Ge 
schichtsschreibung bestimmt, und zwar ihrer praktischen 
Möglichkeit. Bis dorthin zurück kommt die Vergangenheit buch 
stäblich selber zum Wort; als ihr kluger Dolmetsch erscheint die Ge 
schichtsschreibung möglich. Darüber hinaus ist die Vergangenheit 
stumm, man kann gleichsam nur mehr ihre Gebärden zu deuten suchen. 
Ein Unterschied, der tatsächlich schwer ins Gewicht fällt. 
Auch die Grenzen der theoretischen Möglichkeit 
einer Geschichtsschreibung hat man wiederholt zu bestimmen 
gesucht. Wenn Ottokar Lorenz den Anfang der Geschichte in 
dem „Auftreten des auf den Staat wirkenden Menschen“ ersehen 
wollte, Eduard Meyer einstmals in dem „Hervorbrechen der Indivi 
dualität als eingreifender Faktor im Leben eines Volkes“, so hat dies 
ungefähr jene Bedeutung. Man sucht den Punkt zu bestimmen, über 
den hinaus es auf keinen Fall mehr möglich wäre, Geschichte zu 
schreiben; wobei für jeden einzelnen dieser Versuche an eine Geschichts 
schreibung eines ganz bestimmten Geistes zu denken ist, jenes nämlich, 
der sich gerade bei dieser Gelegenheit klar verrät. Denn es hat diese 
Art Grenzermittlung den versteckten Sinn, daß sich der betreffende 
Forscher über seine allgemeinsten Anschauungen Rechenschaft ablegt 
Wer in solcher Weise nach dem Anfang der Geschichte fragt, um 
schreibt eben nur die Frage, was Geschichte ist und Geschichtsschreibung 
will. Für die Stellung, die der ausübende Historiker zur Theorie 
nimmt, ist es bezeichnend, wenn er das Wesen der Geschichte gleich 
im Bilde ihres Anfanges zu erschauen sucht. Auch erscheint es von 
seinem Standpunkt aus vollauf gerechtfertigt, wenn er dabei als 
Geschichte nur das zu bestimmen sucht, was eine Geschichtsschreibung 
seines Geistes erst möglich macht. In diesem dritten Falle ihrer 
Deutung besagen also die Grenzen der Geschichte eigentlich nur eine 
theoretische Hilfsvorstellung der ausübenden Historie. 
Drei Deutungen habe ich in Kürze vorgeführt. Man kann erstens 
die Grenzen des historischen Arbeitsfeldes im Sinne haben, 
zweitens die Grenzen der praktischen, drittens die Grenzen der
	        

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Wirtschaft Als Leben. Verlag von Gustav Fischer, 1925.
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