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Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)

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Bibliographic data

fullscreen: Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)

Monograph

Identifikator:
1014011027
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-25942
Document type:
Monograph
Author:
Prion, Willi http://d-nb.info/gnd/101278861
Title:
Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Julius Springer
Year of publication:
1936
Scope:
1 Online-Ressource (VII, 240 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Business and Management Classics
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
C. Die Organisation
Collection:
Business and Management Classics

Contents

Table of contents

  • Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)
  • Title page
  • Contents
  • A. Die Grundlagen
  • B. Die Menschen im Betrieb
  • C. Die Organisation
  • D. Die Wirtschaftlichkeit
  • Index

Full text

Die Ordnung als organisatorisches Verfahren. 
141 
größeren Fehlermöglichkeiten verbunden. Ist sie dagegen zu häufig angesetzt, so 
wird die Übersicht im Betriebe gestört, Unruhe in den Ablauf der Arbeit gebracht 
und die Material- und Personalkontrolle erschwert. Auch der Verkehr der einzelnen 
Büros oder Betriebe untereinander darf nicht zu sehr durch Anordnungen be 
hindert werden, da sonst die Vorteile einer besseren Kontrolle der arbeitenden 
Menschen oder ihrer Leistungen leicht durch die Nachteile eines umständlichen 
Melde- und Erkundigungswesens aufgezehrt werden. Es ist zwar durchaus un 
zweckmäßig, wenn jeder einzelne Konstrukteur über jeden Zweifel bei der Aus 
führung sich persönlich mit der Werkstatt in Verbindung setzt, aber es ist ebenso 
unzweckmäßig, wenn diese Fälle in der Weise geordnet sind, daß alle Zweifel und 
kleinen Unstimmigkeiten über den Bürochef geleitet werden müssen. Nicht nur 
werden dadurch Fehler und Reibungen einerseits aufgebauscht und andererseits 
häufig verschleppt und unterdrückt, sondern auch der Abteilungsleiter wird mit 
Aufgaben überlastet, die seinem eigentlichen Gebiet fernliegen. Ebenso bringt die 
Bereitstellung eines Tischtelephons für jeden Sachbearbeiter zwar erhebliche Auf 
wendungen, kann aber andererseits durch Vermeidung von Laufereien und per 
sönlichen Unterhaltungen viele Verlustzeiten und Unruhe im Betrieb vermeiden. 
4. Die Hilfsmittel der Ordnung. Es ist nun noch notwendig, die Hilfsmittel der Ordnung 
einer näheren Betrachtung zu unterziehen. Dem Wesen der Ordnung entspricht es zwar, daß 
sie zunächst und vorwiegend eine gedankliche Arbeit darstellt; aber diese gedankliche Vor 
leistung muß in sinnfälliger Weise niedergelegt werden und erhalten bleiben. Die zu diesem 
Zweck entwickelten Ordnungsmittel zielen einmal auf eine Kennzeichnung des Ähnlichkeits 
merkmals, welches der gedanklichen Ordnung zugrunde gelegt wird; dies kann am besten ge 
schehen durch das äußere Anbringen von Zeichen oder eine gleichartige eindeutige Bezeich 
nung überhaupt (Ordnungskennzeichen, Symbolisierung). Ferner ermöglichen sie die äußer 
liche Zusammenfassung und Zueinanderstellung der geordneten Erscheinungen (Ordnungs 
einrichtung). 
a) Die Ordnung skennzeiohen. Das Stichwort 1 oder Kennwort ist die charakte 
ristische Bezeichnung verschiedener zusammengehöriger Gegenstände, Handlungen oder Ver 
einbarungen einer Gruppe, wie die „Buchhaltung“, „Kasse“ usw. oder „Auftrag Moselbrücke 
Koblenz“, „Montage Zeche Graf Beust“ usw. oder „Modell Viktoria“, „Ausführung Extra“ 
oder „Typ Nürburg“, auch „Kundenauftrag“, „Lagerauftrag“ usw. Auch die Kennworte für 
Bestellungen oder Vorfälle bestimmter Art, zum Beispiel das unter Betreff angegebene Stich 
wort des Vorgangs im Schriftverkehr, gehören hierher. Bekannt sind die Codes (im Telegramm 
verkehr) für Zimmerbestellungen im Gasthausgewerbe und die privaten Stichworte von 
Industrie- und Handelsfirmen bei Nach- und Ersatzbestellungen. Hier fällt neben einer ge 
nauen Kennzeichnung die Wirkung der Kostenersparnis durch Ordnung besonders stark auf; 
daneben ist mit dem Code hin und wieder auch der Zweck der Geheimhaltung oder der Un 
durchsichtigkeit verbunden 1 2 . 
In ähnlicher Weise werden Buchstaben verwendet, als einfache Buchstabenkürzungen 
(Betrieb: B; Kasse: K) oder als Buchstabenzusammenstellungen (Arbeitsvorbereitung: AV; 
Technisches Büro: TB) oder in alphabetischer Anordnung. Diese letztere ist nicht nur die 
älteste, sondern auch die am häufigsten und sinnfälligsten angewendete Ordnungsmöglichkeit; 
Zusammenstellungen von Sachen und Personen sind auf diese Weise zum Beispiel nach ihrem 
Anfangsbuchstaben einzuordnen. Zur Vereinheitlichung sind vom AWV die „Einheits-ABC- 
Begeln“ 3 herausgegeben worden, die zwar als erheblicher Fortschritt anzusehen sind, trotzdem 
aber noch viele Zweifel offen lassen 4 . Ein besonderer Vorteil der Buchstabenkennzeiohnung 
liegt in der Möglichkeit der Gedankenstütze, indem entweder der jeweilige Anfangsbuchstabe 
gesetzt oder die Form des Buchstabens als Symbol benutzt wird 5 . Die gemeinsame Verwen 
dung großer und kleiner Buchstaben läßt weitgehende Erweiterungen zu. Die Anwendung der 
Kennworte erfolgt meist bei wenigen Bereichen, die ihrerseits eine Vielzahl von ünterbegriffen 
oder zugehörigen Objekten umfassen. 
Umfangreicher anwendbar, aber besonders im Hinblick auf die Mnemotechnik weniger 
günstig ist die Zahl. Sie ist besonders dann zweckmäßig, wenn sehr viele Einheiten unter- 
1 le Coutre-Thoms: Organisationslexikon, S. 328. 
2 Die Bedeutung der Schlüsselung geht natürlich über den Wirtschaftsbetrieb hinaus; er 
findet starke öffentliche Anwendung. Neben den Privat-Codes gibt es zahlreiche allgemeine 
Codes: ABC-Code, VI. Edition, Carlowitz-Code, Ingenieur-Code, Mosse-Code usw. 
3 AWV-Einheits-ABC-Regeln. 4 Siehe Sanner: S. 21—26. 
6 Michel: Arbeitsvorbereitung ...
	        

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Der Wirtschaftsbetrieb Als Betrieb (Arbeit). Verlag von Julius Springer, 1936.
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