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Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)

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Bibliographic data

fullscreen: Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)

Monograph

Identifikator:
1014011027
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-25942
Document type:
Monograph
Author:
Prion, Willi http://d-nb.info/gnd/101278861
Title:
Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Julius Springer
Year of publication:
1936
Scope:
1 Online-Ressource (VII, 240 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Business and Management Classics
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
C. Die Organisation
Collection:
Business and Management Classics

Contents

Table of contents

  • Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)
  • Title page
  • Contents
  • A. Die Grundlagen
  • B. Die Menschen im Betrieb
  • C. Die Organisation
  • D. Die Wirtschaftlichkeit
  • Index

Full text

142 
Die Organisation. 
schieden werden müssen, und kommt sowohl als Einzelzahl (Kennziffer) als auch in der 
Zahlenreihe zur Anwendung; sie hat gegenüber den anderen Kennzeichen mehrere Vorteile: 
gute Unterscheidbarkeit, vielseitige Verwertbarkeit, Vollständigkeits- und zahlenmäßige Kon 
trolle 1 . Die Zahl wird meist in Verbindung mit einer Zeitfolge benutzt, zum Beispiel laufende 
Verbuchung der Gesohäftsvorfälle, laufende Einstellung des Personals, laufende Abnehmer 
oder Lieferanten, laufende Aufträge usw. Sind die Veränderungen innerhalb der einzelnen 
Gruppen sehr kurzfristig, so verliert die laufende Bezifferung an Wert; so wird man nicht die 
Laufkunden eines Ladengeschäfts beziffern, sondern höchstens die einzelnen Käufe als die 
bleibenden Handlungen 1 2 . Auch eine geringe Anzahl der einzelnen Vorgänge spricht gegen eine 
Zahlenbezeiohnung, da sie zu schwerfällig würde (etwa die Bezifferung einzelner Konten bei 
nur wenigen Konten insgesamt). Allerdings kann die maschinelle Erledigung von Vorgängen, 
sofern die Maschinen technisch zum Zahlenschreiben eingerichtet sind, auch hier zur Beziffe 
rung zwingen, etwa: Einzahlung = 1; Auszahlung = 2; Wechsel = 3 usw. 3 
Sehr zweckmäßig ist die laufende zahlenmäßige Bezeichnung von Verfügungen, Anfragen, 
Rechnungen, Lieferscheinen usw. in Wirtsohaftsbetrieben und Behörden besonders dann, wenn 
mit Verweisungen und Bezugnahmen zu rechnen ist oder ein sehr schnelles Anwachsen zu er 
warten ist 4 . Beliebt sind Verbindungen von römischen und arabischen Ziffern. Die laufende 
Bezeichnung kann als geschlossene und als offene Reihe angewendet werden. Im Wirtschafts 
betrieb, der fast immer mit mehreren gleichartigen Gruppen arbeitet, ist die offene Reihe 
häufig zweckmäßiger; sie gestattet fortlaufende Einschaltungen, z. B. 1—9999: Privatkund- 
sohaft; 10 000—19 999: Kommunen; 20 000—29 999: Reich und Länder usw. oder 1—999: 
Turbinenaufträge; 1000—19 999: Pumpen; 20 000—39 999: Pumpenzubehör usw. und kenn 
zeichnet allein durch die Ziffer schon die Art des Auftrags. Hier können wieder Verbindungen 
aller Art eine noch weitergehende Festlegung möglich machen, indem die Stelle der Zahl mit 
berücksichtigt wird. So können die Aufträge nach den einzelnen Erzeugnissen unterteilt sein 
in 0—9 Gruppen, ferner die Kundschaft nach Art und Standort (Inland—Ausland I—II) und 
die Reihenfolge der einzelnen Aufträge. Es heißt also etwa: 
II 9/ 1584/4/ 
I I L 
Betriebsabteilung: Müllverbrennung .j, 
Auftragsnummer: Behördenauftrag 
I 
Einzelobjekt: Gebläse 
Endlich ist noch die Tagesnumerierung möglich, welche die Umgestaltung oder Ein 
beziehung der Tagesangabe in eine laufende Nummer bezweckt, zum Beispiel 27. April 1932 
= 270 432 5 . 
Als besonderes Gebiet sei auch die Zahlengeographie, welche vom Reichskuratorium für 
Wirtschaftlichkeit durch die Ortsnumerierung geschaffen wurde, wegen ihrer großen Bedeu 
tung genannt 6 (im Ausland länger durohgebildet nach dem Deveyschen System, herausge 
geben vom Institut International de Bibliographie, Brüssel). Nach diesem System ist 
Deutschland in neun Hauptbezirke (1—9) eingeteilt, jeder Hauptbezirk gliedert sich wieder 
in 9 Unterbezirke usw. bis zur 5. und teilweise 6. Stelle, so daß etwa 90 000 Ortschaften erfaßt 
sind; eine Ausdehnung auf sämtliche, einen Namen führende Wohnplätze •— auch auf Einzel 
häuser —- ist ohne weiteres möglich. „Die Vorteile der Kennzeichnung der Orte liegen in der 
Kürze, Eindeutigkeit, leichten Schreibbarkeit und Lesbarkeit und leichten Ordnungsfähig 
keit 7 .“ In der Praxis stellen sich diese Vorteile besonders heraus: 
1. bei der Herstellung und Ausfertigung von Schriftstücken, zum Beispiel im Scheck-, 
Wechsel-, Überweisungs- und Kontokorrentverkehr, besonders aber die Ausnutzung von nur 
zahlenschreibenden Rechen- und Lochkartenmasohinen; 
2. bei der Weiterbearbeitung und Ordnung von Schriftstücken in Registratur, Buchhal 
tung, Verkaufsstatistik u. a. m.; 
3. bei der Kontrolle des Adressenmaterials bzw. der Adressenkartei (z. B. bei häufig vor 
kommenden Ortsnamen: im Verzeichnis erscheinen zum Beispiel Neudorf 106, Neuendorf 74, 
Holzhausen 60, Buchholz 54, Neuhaus 50, Schönau 46, Horst 44, Neustadt 34mal!); 
1 Stefanio-Allmayer in Z. f. O. vom 31. Mai 1933, S. 200. 
2 Prelinger: Arbeitsgestaltung im Büro, S. 128. 
3 Prelinger: ebenda. 4 Vogt: S. 629. 
5 Stefanic-Allmayer: Z. f. O. vom 31. Mai 1933, S. 202. 
6 RKW-Veröff.: Ortsnummernverzeichnis d. Dt. Reiches. Die Ortsnumerierung in der 
Praxis. — RKW-Sonderdruck: Einleitung zum Ortsnummemverzeiohnis. — RKW-Sonder- 
beilage zu den RKW-Nachrichten. 
7 RKW-Veröff.: Die Ortsnumerierung in der Praxis, S. 6/7. 
r 
Ausland 
Jahr
	        

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Der Wirtschaftsbetrieb Als Betrieb (Arbeit). Verlag von Julius Springer, 1936.
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