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Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)

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Bibliographic data

fullscreen: Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)

Monograph

Identifikator:
1014011027
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-25942
Document type:
Monograph
Author:
Prion, Willi http://d-nb.info/gnd/101278861
Title:
Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Julius Springer
Year of publication:
1936
Scope:
1 Online-Ressource (VII, 240 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Business and Management Classics
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
C. Die Organisation
Collection:
Business and Management Classics

Contents

Table of contents

  • Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)
  • Title page
  • Contents
  • A. Die Grundlagen
  • B. Die Menschen im Betrieb
  • C. Die Organisation
  • D. Die Wirtschaftlichkeit
  • Index

Full text

Die Aufgabengliederung. 
145 
betrieb kennzeichnet und sich fortdauernd steigert, eine Erklärung zu finden und 
ihre Bedeutung zu erfassen. 
Jedem Wirtschaftsbetrieb sind die ihm entsprechenden Aufgaben durch den 
Zweck des Betriebes gegeben; durch ihren Umfang, ihre Schwierigkeiten oder ihre 
zeitliche Befristung ergibt sich die Notwendigkeit, sie zu unterteilen. Das macht 
zunächst erforderlich, daß sie teilbar sind, also entweder ihrer Art nach eine Zer 
legung in mehrere Unteraufgaben zulassen oder durch ihren Umfang nach Zeit und 
Menge auf mehrere Personen übertragen werden können. Danach ergeben sich 
zwei grundsätzlich verschiedene Arten der Aufgabengliederung, welche als Auf 
gabenzerlegung und Aufgabenteilung bezeichnet werden 1 . 
Als Aufgabenzerlegung soll die Trennung der einzelnen Aufgaben in ihre Teil 
aufgaben angesehen werden. Sie ist immer auch eine Teilung nach der Art der 
Aufgaben, eine Artteilung. Im übrigen können die Teilaufgaben wiederum eine 
gleichzeitige Erledigung zulassen (Arbeitsgruppe) oder als verschiedene Arbeits 
stufen ein zeitliches Nacheinander bedingen (Arbeitskette 1 2 ). Andererseits ist die 
Aufgabenteilung, welche zunächst lediglich eine mengenmäßige Verteilung be 
deutet, in verschiedener Weise möglich, indem sie einmal unter sich völlig gleich 
artige Aufgaben betrifft, zum andern aber auch die Mengenaufteilung mit gewissen 
Gesichtspunkten räumlicher, zeitlicher oder sachlicher Art verknüpft sein kann. 
Es kann die mehr schöpferisch-anordnende von der mehr mechanischen Arbeit ge 
trennt werden, die körperlich-schwerere von der leichteren, die hochwertigere von 
der einfachen, die dringlichere von der alltäglichen, die verantwortungsvollere 
oder wichtigere von der weniger bedeutsamen, oder es können Arbeiten, die eine 
besondere charakterliche Eigenschaft oder sonstige Begabungen erfordern, abge 
trennt werden. In diesem Falle wird also auch die Aufgabenteilung in gewisser 
Weise zur Artteilung. 
Beispielsweise ist die Verteilung des Schriftverkehrs auf mehrere Schreiberinnen anfäng 
lich eine einfache Mengenaufteilung; die mehrfache oder dauernde Zuweisung gewisser Kun 
dengebiete oder Länder (Fremdsprachen) an eine bestimmte Person oder deren Zuteilung zu 
einer besonderen Abteilung würde dagegen bereits eine weitere Aussonderung bedeutet. Aber 
erst die Zerlegung des Schriftverkehrs in die einzelnen Stufen des Diktierens, Stenographierens, 
Schreibens, Unterzeichnens, Versendens (d. h. falten, in den Umschlag stecken, verschließen, 
bekleben usw.) und Kontrollierens bedeutet eine reine Artteilung. Hier erst — bei der Auf 
gabenzerlegung — liegen die eigenartigen starken Möglichkeiten der Aufgabengliederung, die 
Maschinenverwendung sowohl in technischen als auch in kaufmännischen Betrieben (wie etwa 
Diktaphon, Signiermaschinen, Schreib-, Falz-, Adressier-, Frankier- und Zählmaschinen im vor 
genannten Beispiel.) 
Für alle Gesichtspunkte, nach denen man Arbeiten gliedert, genau zutreffende 
Beispiele zu geben, ist recht schwierig, weil fast immer mehrere Gesichtspunkte 
miteinander verbunden sind. Es kommt praktisch kaum vor, daß eine große 
Arbeitsmenge, die nach verschiedenen Gesichtspunkten geteilt wird, sich dabei in 
völlig gleichartige Arbeiten aufspaltet, sondern mit der Teilung nach diesen Ge 
sichtspunkten ist fast regelmäßig auch ein Unterschied der Arbeitsart verbunden. 
Teilt man zum Beispiel die Bearbeitung von Lohnzetteln nach Abteilungen auf, so 
ist das zwar eine Mengenteilung nach einem regionalen Gesichtspunkt, anderer 
seits aber auch eine Artteilung, da in den Abteilungen eben nur eine bestimmte 
1 Dietrich: Betrieb-Wissenschaft, S. 331, trennt in wilde und echte Arbeitsteilung und 
läßt nur die letztere als Gattungs- oder Artteilung gelten. 
Seyffert: Der Menschals Betriebsfaktor, a. a. 0., hat wohl die bisher klarste Ausbreitung 
des Problems vom Standpunkt des Wirtschaftsbetriebes gegeben und auch für jeden Bereich 
eine besondere Bezeichnung gefunden; auch er stützt sich im wesentlichen auf Bücher. An 
sätze finden sich auch bei Grull: Organisation von Fabrikbetrieben, S. 45 ff. und anderen 
Schriftstellern. 
2 Nach Uhl: Arbeitsgliederung und Arbeitsversohiebung; kürzer im Handwörterbuch der 
Arbeit, Artikel: Arbeitsgliederung S. 277. 
Prion, Die Lehre vom Wirtschaftsbetrieb. III, 
10
	        

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Der Wirtschaftsbetrieb Als Betrieb (Arbeit). Verlag von Julius Springer, 1936.
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