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Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)

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Bibliographic data

fullscreen: Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)

Monograph

Identifikator:
1014011027
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-25942
Document type:
Monograph
Author:
Prion, Willi http://d-nb.info/gnd/101278861
Title:
Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Julius Springer
Year of publication:
1936
Scope:
1 Online-Ressource (VII, 240 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Business and Management Classics
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
C. Die Organisation
Collection:
Business and Management Classics

Contents

Table of contents

  • Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)
  • Title page
  • Contents
  • A. Die Grundlagen
  • B. Die Menschen im Betrieb
  • C. Die Organisation
  • D. Die Wirtschaftlichkeit
  • Index

Full text

Die Aufgabengliederung. 
149 
Akkord ausgeführt werden muß und keine Entspannung und nur geringe Pausen 
erlaubt. Jede Einzelarbeit, wie Feilen, Drehen, Kleben, Schreiben, Lochen usw., 
ist an sich sinnlos und „Lohnschufterei“ 1 . Erst die Eingliederung des Einzelnen 
durch sein Zusammenwirken an einem gemeinsamen Ziel zu der von der Volks 
gemeinschaft abgeleiteten Betriebsgemeinschaft und der Gedanke der Dienst 
pflicht am Ganzen kann dieser Arbeit einen Sinn geben (vgl. A II). 
Alle diese augenfälligen und tiefgreifenden Vor- und Nachteile sind jedoch im 
Grunde mm unvermeidliche Nebenwirkungen der Aufgabengliederung und können 
nur gemildert, aber nicht völlig abgestellt werden. Das Wesen der Aufgaben 
gliederung und die letzte Ursache ist in folgenden Vorgängen zu suchen: 
a) Erst die bis ins einzelne gehende Zerlegung der Aufgaben in die Grundvorgänge 
und Arbeitstakte läßt eine planmäßige Untersuchung der Einzelheiten jeder Arbeit 
zu und schafft so die Unterlage für die Ausmerzung aller Schwächen und Fehler 
in den einzelnen Arbeitsgängen und der Art ihrer Durchführung, sowie die Mög 
lichkeit zu grundlegenden Verbesserungen, Ersparnissen, Beschleunigungen usw. 
h) Die Aufgabengliederung gibt nicht nur die Veranlassung zu einer schärferen 
Anpassung der zur Verfügung stehenden Menschen und ihrer Fähigkeiten an die 
zu zerlegenden Aufgaben und somit auch zu einer eingehenderen Untersuchung 
der Befähigungen körperlicher und geistiger Art, ihrer Kenntnisse und Charakter 
eigenschaften, sondern sie gibt auch erst die Möglichkeit dazu. 
c) Daraus folgt das Bestreben und die Notwendigkeit, den rechten Mann an den 
rechten Platz zu stellen, jedem Menschen die ihm am besten passende Aufgabe 
zuzuweisen und diese Aufgabe so zu formen und zu gestalten, daß ihre Erledigung 
durch den Bearbeiter ein Optimum an Menge, Güte und Schnelligkeit ergibt, ohne 
die menschlichen Eigenarten dabei zu vergewaltigen. Nur durch die Gliederung 
der Aufgaben und der entsprechenden Wissensgebiete war eine so weitgehende An 
reicherung von Kenntnissen bei einzelnen Personen möglich, daß den gesteigerten 
Anforderungen entsprochen werden konnte. 
3. Die Bestimmungsgründe der Aufgabengliederung. Eine nähere Betrachtung 
der Bestimmungsgründe der Aufgabengliederung zeigt, daß die Gliederungsgrade 
und -stufen sehr verschieden sind und auch die Merkmale, welche der Gliederung 
zugrunde liegen, unterschiedlich und wechselnd sind. Nie geht die Gliederung 
nach starren Grundsätzen vor sich, sondern sie richtet sich immer nach den Ver 
hältnissen des Betriebes selbst, nach dem Geschäftszweig, nach der Art des Er 
zeugnisses und der Herstellung, dem Verkaufsprodukt, den beschäftigten Per 
sonen, der Betriebsgröße usw. 
Am häufigsten gebräuchlich sind die Gliederungen nach den Merkmalen des 
Objekts und der ArbeitsVerrichtung. Nordsieck bezeichnet sie als „logische 
Prinzipien“ der Äufgabengliederung 1 2 . Diese Bezeichnung liegt in der Tat nahe, 
da jede Aufgabe bis ins kleinste einer Unterteilung auf das Objekt und die an ihm 
erforderliche Verrichtung zugänglich ist. Es wäre demnach durchaus denkbar, 
die Gesamtaufgabe des Betriebes nach einzelnen Objekten und die an diesen vorzu 
nehmenden Verrichtungen bis zum letzten Arbeitselement (abgeschlossener Be- 
wegungs-, Denk-, Seh-, Hör- und Sprechvorgang usw.) zu zerlegen, wie es Nord 
sieck durch folgendes Schema andeutet; 
Einkauf Lagerung Verkauf 
Ware A 1 1 | 1 | 1 
WareB I 1 | 1 | 1 
WareC . I 1 I 1 I 1 
1 Potthoff: Die sozialen Probleme des Betriebes. In Sammelwerk: Die sozialen Probleme 
des Betriebes. Berlin 1925. 
2 Nordsieck: Grundprobleme und Grundprinzipien der Organisation des Betriebsauf 
baus, in: Die Betriebswirtschaft H. 6, 1931, S. 160/161.
	        

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Der Wirtschaftsbetrieb Als Betrieb (Arbeit). Verlag von Julius Springer, 1936.
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