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Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)

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Bibliographic data

fullscreen: Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)

Monograph

Identifikator:
1014011027
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-25942
Document type:
Monograph
Author:
Prion, Willi http://d-nb.info/gnd/101278861
Title:
Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Julius Springer
Year of publication:
1936
Scope:
1 Online-Ressource (VII, 240 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Business and Management Classics
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
C. Die Organisation
Collection:
Business and Management Classics

Contents

Table of contents

  • Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)
  • Title page
  • Contents
  • A. Die Grundlagen
  • B. Die Menschen im Betrieb
  • C. Die Organisation
  • D. Die Wirtschaftlichkeit
  • Index

Full text

Die Auf gaben Verkettung. 
155 
Menge, sondern auch in der gewünschten Güte, der veranschlagten Zeit und den 
zu tragenden Kosten erreicht werden. Die sorgfältig ausgewählten, sinnvoll ge 
ordneten und zweckmäßig gegliederten Aufgaben müssen nun wieder miteinander 
verbunden werden, eine neue Verbindung der vorhandenen Tatbestände gesucht 
werden, da die bisherige dem betrieblichen Zweck oder den persönlichen Wünschen 
des Betriebsführers nicht entsprach 1 . Wesentliche Richtlinien für die Neu- 
Zusammenfassung ist das gemeinsame Ziel des Wirtschaftsbetriebes, die Voll 
bringung der gestellten sachlichen oder persönlichen Aufgabe. 
Nun ist die Zahl und Verschiedenartigkeit der betrieblichen Erscheinungen an 
sich schon sehr groß, und sie wird noch verstärkt durch die Gliederung der Auf 
gaben und die Stückelung der einzelnen Arbeiten, durch die Trennung nach förder 
lichen und hinderlichen, nach ähnlichen und unähnlichen Vorgängen, wodurch — 
was nicht übersehen werden darf — immer an sich natürliche, wenn auch im 
Hinblick auf das Betriebsziel nicht zweckmäßige Zusammenhänge zerrissen wer 
den, also gewissermaßen Sezierarbeit geleistet wird. Es ist daher unumgänglich 
notwendig, einen neuen — künstlichen — Zusammenhang zu schaffen, der zu 
gleich fest, aber auch genügend dehnbar ist, um alle diese zwar auf das Betriebsziel 
hin ausgewählten, geordneten, zergliederten Erscheinungen, denen jedoch ein 
natürlicher Zusammenhang fehlt, zu verbinden und zu leiten. Dabei ist eine Fest 
stellung wichtig: die zunehmend unterteilten Arbeitsvorgänge und sonstigen Be 
triebsgrundlagen haben zwar zu einer sehr großen Genauigkeit, Feinheit und 
Erkenntnismöglichkeit des Arbeitens geführt, andererseits aber auch eine Emp 
findlichkeit und Zartheit erzeugt, die oft genug den Zusammenhalt des Ganzen 
ernstlich gefährdet. 
Wenn eine Mehrzahl von Personen an einer gemeinsamen Aufgabe derart be 
teiligt ist, daß das Ergebnis von den jeweiligen, genau festgelegten, mehr oder 
minder bedeutenden Arbeitshandlungen abhängt, so ist die Menge, Befristung und 
Güte des Enderfolgs von den Leistungen des schlechtesten oder langsamsten 
Arbeiters abhängig. Das bedeutet, daß bei unterteilter Leistung für die Zweck 
erreichung die jeweils zurückgebliebensten Leistungsschichten allein und in stärk 
ster Weise maßgebend sind. Daraus folgt einmal, daß die Gleichmäßigkeit der 
Leistung wichtiger ist als die Heranziehung einzelner, besonders befähigter Arbeiter 
oder die Bereitstellung außergewöhnlicher Arbeitsmittel und Geräte (was eine 
Stütze bei der Organisation des Heeres findet, wo auch für das Aktionsprogramm 
und die Taktik die zurückgebliebensten Glieder bestimmend sind, weil sonst die 
Geschlossenheit verloren gehen würde). Zum andern aber ergibt sich daraus die 
Notwendigkeit der genauesten gegenseitigen Einstellung bei der Zusammenarbeit, 
und zwar nicht nur in bezug auf Menge und Güte, sondern vor allem in bezug auf 
die Zeit. Es bestehen jedoch zwischen der in einem Betrieb angewandten Technik 
und der Betriebsgröße feste Beziehungen, und gerade diese Beziehungen werden 
oft nicht genügend beachtet, zumal sie der genauen Vorausrechnung erhebliche 
Schwierigkeiten bereiten, da sie nur mit Hilfe der Wahrscheinlichkeitsrechnung zu 
lösen sind. 
Ist beispielsweise die Herstellung eines Schuhes in 30 Teilarbeiten zerlegt, so müssen min 
destens 30 Arbeiter beschäftigt sein unter der Voraussetzung, daß jeder Teil die gleiche Ar 
beitszeit erfordert und jeder Arbeiter die gleiche Leistungsfähigkeit besitzt. Dies ist jedoch in 
der Praxis fast nie zu erreichen; vielmehr werden immer verschiedene Arbeitszeiten (durch 
sachliche oder persönliche Ursachen) erforderlich sein. Bei einer Annahme, daß 10 Teilarbeiten 
je 3 Std., 10 weitere je 2 Std. und die letzten je 1 Std. dauern, müßten mindestens 60 Arbeiter 
vorhanden sein, um jede Gruppe ununterbrochen mit Arbeit zu versorgen, da für die länger 
dauernden Arbeiten entsprechend mehr Arbeiter angesetzt werden müssen. 
1 Bogdanow: Bd. I, S. 8.
	        

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Der Wirtschaftsbetrieb Als Betrieb (Arbeit). Verlag von Julius Springer, 1936.
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