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Finanzwissenschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Finanzwissenschaft

Monograph

Identifikator:
1014011027
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-25942
Document type:
Monograph
Author:
Prion, Willi http://d-nb.info/gnd/101278861
Title:
Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Julius Springer
Year of publication:
1936
Scope:
1 Online-Ressource (VII, 240 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Business and Management Classics
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
C. Die Organisation
Collection:
Business and Management Classics

Contents

Table of contents

  • Finanzwissenschaft
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Buch. Einleitende Lehren
  • Zweites Buch. Die verfassungsmäßige Ordnung des Staatshaushaltes und das Budget
  • Drittes Buch. Die Staatsausgaben
  • Viertes Buch. Die Staatseinnahmen
  • Fünftes Buch. Der Staatskredit
  • Sechstes Buch. Die Verwaltung des Staatshaushaltes
  • Namenverzeichnis

Full text

_ 1. Buch. Kinleitende Lehren. 
der Entwicklung die verschiedensten Aufgaben zu bewältigen, die 
mannigfachsten Zwecke zu erfüllen. Der bleibende Zweck ist aber: 
das Individuum dem Ganzen zu unterordnen. Dies ist aber nur 
dann möglich und namentlich dem Ganzen von Nutzen, wenn die 
Individuen auf die höchste Stufe des physischen, geistigen und 
moralischen Seins emporgehoben werden. Hieraus entwickelt sich 
die Mannigfaltigkeit von Aufgaben, denen der moderne Staat zu 
dienen hat, der Reichtum von Einrichtungen, deren er benötigt. 
Hat der primitive Staat, der Staat der militärischen Gesellschaft, 
der Soldatenstaat bloß Einrichtungen der Verteidigung nötig, so 
muß der Staat der der friedlichen Arbeit lebenden Gesellschaft, 
der Kulturstaat, der Arbeitsstaat sich zu einem an Aufgaben, an 
Beziehungen mannigfaltigen kunstvollen Organismus entwickeln. 
Die Erfüllung der Staatszwecke setzt den Besitz von Kräften 
und Mitteln voraus, die hierzu unentbehrlich sind. Die Beschaffung 
dieser Mittel kann in der Regel rationellerweise keinen unüberwind- 
lichen Schwierigkeiten begegnen, da ja das Maß der vorhandenen 
Kräfte gleichzeitig das Maß der zu verfolgenden Aufgaben ist. 
Der Organismus Staat ist jedenfalls mit der entsprechenden Lebens- 
kraft für den Daseinskampf versehen, wie jeder andere Organismus. 
Organismus und Lebenskraft müssen überall im Gleichgewicht 
stehen. Doch müssen wir die Gesetze der Lebenskraft, die die 
Staaten schafft und beseelt, erkennen und richtig beurteilen und 
befolgen. Der Kriegerstaat verfügt nur über so viel Kraft, die zu 
seiner Erhaltung insolange genügt, als ihn der überwältigende Wett- 
bewerb größerer Staaten nicht vernichtet. Der produktive Staat 
schafft sich die Mittel, außer der Selbsterhaltung auch der Selbst- 
vervollkommnung Kräfte zur Verfügung zu stellen. Dies der Cha- 
rakter des Staatslebens der friedlichen, der arbeitenden und kultur- 
schaffenden Gesellschaften. Leider zeigt uns der Weltkrieg, daß 
der moderne Staat noch immer tief im kriegerischen Wesen steckt, 
so daß noch immer kolossale Mittel beschafft werden müssen, um 
die Selbsterhaltung des Staates zu sichern, wodurch der friedlichen 
Kulturarbeit viel Kräfte entzogen werden. 
Wie dem auch sei, die Beschaffung der Mittel zur Erfüllung 
der Staatszwecke bildet an sich einen systematischen Teil der Staats- 
tätigkeit, die ihre wissenschaftlichen Grundlagen und Bedingungen 
besitzt. Diese wirtschaftliche Seite der Staatstätigkeit, in ihren 
Einnahmen und Ausgaben zusammengefaßt als Staatshaushalt, bildet 
das Finanzwesen als organischen Teil der Staatstätigkeit. 
Der Staat ist das soziale Gebilde, in welchem ein bestimmter 
‚Teil der Menschheit, eine Nation, ihr Leben lebt und ihre histo- 
%
	        

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Finanzwissenschaft. G. Fischer, 1927.
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