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Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)

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Bibliographic data

fullscreen: Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)

Monograph

Identifikator:
1014011027
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-25942
Document type:
Monograph
Author:
Prion, Willi http://d-nb.info/gnd/101278861
Title:
Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Julius Springer
Year of publication:
1936
Scope:
1 Online-Ressource (VII, 240 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Business and Management Classics
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
A. Die Grundlagen
Collection:
Business and Management Classics

Contents

Table of contents

  • Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)
  • Title page
  • Contents
  • A. Die Grundlagen
  • B. Die Menschen im Betrieb
  • C. Die Organisation
  • D. Die Wirtschaftlichkeit
  • Index

Full text

Die Betriebsarbeit. 
9 
jeden einzelnen Menschen gegeben ist. Auch abgesehen von den Nicht-Arbeitsfähigen (Kin 
dern, Kranken, Greisen) hat es zu allen Zeiten und bei allen Völkern Menschen gegeben, die 
es durchaus verstanden haben, die Notwendigkeit (und die Last) des Arbeitens mehr oder we 
niger auf andere Gattungsgenossen abzuwälzen, wie überhaupt die Menschen in den ver 
schiedenen Zeitaltern eine verschiedene Stellung zu der Arbeit eingenommen haben. Man 
denke nur an die eigenartige Arbeitsteilung zwischen Mann und Frau bei den Naturvölkern, 
wo die Frau die eigentliche Wirtsohaftsarbeit verrichtete und der Mann sich der Jagd widmete, 
in den Krieg zog oder die Stammesangelegenheiten besorgte. Oder an die weit verbreitete Er 
scheinung der Sklavenarbeit, die sich nicht nur auf Muskeltätigkeit bezog, vielmehr auch gei 
stiger oder künstlerischer Art sein konnte. Die Herrenvölker des Altertums verachteten die 
Arbeit; sie empfanden sie als einen Fluch, der auf dem Menschengeschlecht lastete, eine Auf 
fassung, die noch heute bei vielen Völkern anzutreffen ist. 
Eine grundsätzliche Änderung brachte das Christentum, indem es die Arbeit als eine Be 
währung vor Gott erklärte; diese Auffassung erfährt in den Klöstern des beginnenden Mittel 
alters ihre höchste Vollendung: die Arbeit wird zum Gottesdienst. Die Reformation gibt diese 
starre Bindung wieder frei, und der Calvinismus sieht in dem Erfolg der Arbeit die eigentliche 
Bewährung vor Gott. Damit rückt die Arbeit zum Selbstzweck empor; im Kapitalismus wird 
der Mensch der Arbeit untergeordnet (Esohmann). Die Freude an der Arbeit ist hier nur bei 
wenigengeblieben; die alte Auffassung vom Fluch der Arbeit bricht wieder hervor. Indem 
der Nationalsozialismus die Politik zum Schicksal erklärt, die Wirtschaft der Politik unter 
stellt, erhält die Arbeit einen übergeordneten Sinn: Dienst an der Volksgemeinschaft. Der Na 
tionalsozialismus verkündet das Recht auf Arbeit, das er durch seine Maßnahmen zur Be 
kämpfung der Arbeitslosigkeit zu verwirklichen trachtet. Die Arbeit erhält dadurch einen 
neuen Wert: die beglückende Befriedigung aus der Arbeit wird nicht mehl allein in der Arbeit 
selbst empfunden, sondern auch in Verbindung mit der Volksgemeinschaft gebracht. „Die 
Arbeit ist die dynamische Kraft des Lehens“ (Mönckmeier). 
Angesichts dieser Bedeutung der Arbeit für den einzelnen Menschen, den Wirt- 
sohaftsbetrieb wie für die Volksgemeinschaft kann es nicht wundernehmen, wenn 
der Arbeit eine besondere wissenschaftliche Behandlung und ein ausführliches 
Schrifttum zuteil wird. So ist eine eigene Arbeitswissenschaft entstanden, die von 
der Arbeit als solcher ausgeht, ihr Wesen, Vorkommen und ihre Eigentümlich 
keiten untersucht und ihre Bedingtheiten und Ausstrahlungen nach allen Richtun 
gen des menschlichen Gemeinschaftslebens hin verfolgt. 
über das umfangreiche Gebiet, das die Arbeitswissenschaft zu überspannen versucht, 
gibt die Anzeige über das Erscheinen eines Handbuchs der Arbeitswissenschaft interessanten 
Aufschluß. So enthalten: Band I und II die medizinischen Grundlagen der Arbeit, die Psycho 
logie der Arbeit, die Fertigungslehre (!), die Arbeitspädagogik, das Arbeitsrecht, die Wirt 
schaftslehre der Arbeit, die Philosophie der Arbeit — insgesamt 2612 Seiten; Band III: Die 
Arbeitsmedizin umfaßt die Anatomie und Physiologie der Arbeit, Arbeitshygiene und Arbeiter 
schutz, Pathologie und Therapie der Arbeit; Band IV: Handbuch psychoteohnischer Eignungs 
prüfungen ; Band V: Objektspsychotechnik: Arbeits- und Berufspsychologie, Psychotechnik der 
Organisation in Fertigung, Verwaltung, Werbung, Psychotechnik der Menschenwirtsohaft — 
bei diesem Unikum von Wort- (und Sach-)bildung wollen wir Schluß machen und nur noch 
feststellen, daß das Handbuch allein über 6000 Seiten stark ist. (Fürwahr: eine gewaltige Ar 
beit sowohl von seiten der Verfasser als auch auf seiten der Leser!) Man erkennt aus der In 
haltsübersicht zugleich das System der Arbeitswissenschaft: Zusammenfassung aller auf die Ar 
beit bezüglichen Tatsachen, Vorgänge, Maßnahmen und Wirkungen und Heranziehung aller 
Wissenschaftsgebiete, die mit der Arbeit irgendwie Zusammenhängen. Zu letzteren gehört 
auch die Wirtschaftslehre; sie erscheint hier als ein kleiner Unterteil der Arbeitswissenschaft. 
Demgegenüber gehen wir in der Wirtschaftslehre von dem Wirtschaftsbetrieb 
aus: in diesem erscheint die Arbeit als ein wichtiges Mittel des Wirtschaftens, also 
des Betriebs. Wenn daher im folgenden weiter von Arbeit die Rede ist, so geschieht 
dies in Zuordnung der letzteren zum Betrieb (oder, wie man auch sagt: vom Be 
triebe aus gesehen, womit jedoch keinerlei Beengung in den Aussagen verbunden 
zu sein braucht). 
In dem Schrifttum der Wirtschaftslehre ist es üblich, verschiedene Arten der 
Betriebsarbeit zu unterscheiden; So gliedert z. B. Philippovich die Arbeit in: 
1. die auf den Wirtschaftsplan gerichtete, 2. die leitende technische (eigentlich 
technische), kaufmännische oder ordnende und 3. die ausführende Arbeit. Bei 
Julius Wolf finden wir folgende Gliederung: 1. die schöpferische, vornehmlich
	        

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Der Wirtschaftsbetrieb Als Betrieb (Arbeit). Verlag von Julius Springer, 1936.
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