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Bolschewismus, Fascismus und Demokratie

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Bibliographic data

fullscreen: Bolschewismus, Fascismus und Demokratie

Monograph

Identifikator:
1014011027
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-25942
Document type:
Monograph
Author:
Prion, Willi http://d-nb.info/gnd/101278861
Title:
Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Julius Springer
Year of publication:
1936
Scope:
1 Online-Ressource (VII, 240 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Business and Management Classics
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
D. Die Wirtschaftlichkeit
Collection:
Business and Management Classics

Contents

Table of contents

  • Bolschewismus, Fascismus und Demokratie
  • Title page
  • I. Die Krisis der Freiheit nach dem Weltkrieg
  • II. Die Folgen von Krieg und Frieden
  • III. Die Lehren der Freiheit und die freien Verfassungen im 19. Jahrhundert
  • IV. Der Nationalismus als Verleugnung der Freiheit und der Demokratie
  • V. Die Krisis der liberalen Parteien und ihre Ursachen. Die Wirkung des Sozialismus in den freien Verfassungen
  • VI. Der Nationalismus als Verleugnung der Freiheit und der Demokratie
  • VII. Die Reaktion in Europa und das Diktatur-Fieber der Mittelmeerstaaten
  • VIII. Die neue Form der Reaktion: der Fascismus
  • IX. Der Fascismus als weißer Bolschewismus und eine Gefahr für den Frieden
  • X. Freiheit, Reaktion und Sozialismus als historische Phänomene
  • XI. Die Übertreibungen über den Bolschewismus. Die Ausschreitungen des europäischen Kapitalismus außerhalb Europas. Der Kultus der Gewalt
  • XII. Bolschewismus und Fascismus als gleichartige Phänomene. Die Kritik am Wirken der Parlamente. Unmöglichkeit einer dauernden absoluten Verfassung in der heutiigen Gesellschaft
  • XIII. Die Entwicklung der Mittelschichten und der Widerstand gegen die extremen Tendenzen
  • XIV. Notwendigkeit einer Revision der parlamentarischen Funktion und Arbeiterpolitik
  • XV. Der Verfall Europas als Folge der Neigung zur Gewaltätigkeit und des Mangels an Frieden und Freiheit. Die unausbleibliche Rückkehr zu den liberalen Verfassungen
  • Contents

Full text

In ganz Europa sind die Kriegsgewinnler die unmoralischste Schicht. Der 
Reichtum verlangt Bildung und Gewöhnung., Die neuen Reichen haben wenig 
Skrupel und Sinn für Recht. Sie sind verderbt und lieben es, zu verderben. 
Ihre Vermögen sind oft durch Blut, öfter aber noch durch Verrat und Aben- 
teuerei erworben. Ich kenne verschiedene Arten von Kriegsgewinnlern, alle 
gehören jedoch der niedrigsten moralischen Stufe an. 
Einen der gefährlichsten von ihnen bezeichnete man mir schon als ver- 
dächtig, während ich in der Regierung und im obersten Kriegsrat war, in 
den schwierigsten Zeiten des Weltkriegs. Der Gesandte einer großen be- 
freundeten Nation lenkte meine Aufmerksamkeit auf seine zweideutige Hand- 
lungsweise, die verräterische Verbindungen mit dem Feind vermuten ließ. 
Nach dem Krieg war der Betreffende unmäßig reich geworden. Er beriet 
und ermutigte alle reaktionären Bewegungen, wie er auch die schlechteste 
Presse unterstützte und beherrschte. 
Selten murrt das Volk gegen Vermögen, die durch Arbeit erworben wurden, 
gegen überlieferten Reichtum, der oft an berühmte Namen geknüpft ist. 
Die Menschen, die mit ihrer Tätigkeit sich selbst und ihr Land bereichert 
haben, genießen fast immer die Achtung selbst ihrer Gegner. Aber diese un- 
geheuren Kriegsvermögen haben stets etwas Abstoßendes. Die neuen Reichen 
werden mit Mißtrauen angesehen und sind selbst von Mißtrauen erfüllt ; sie 
unterstützen daher alle reaktionären Unternehmungen, und ihre Presse ist 
immer die schlechteste. 
Eine seltsame Atmosphäre hat sich allmählich gebildet. Es herrscht eine 
Tatenunlust, die dazu neigt, alle Maßnahmen zur Erhaltung des bisherigen 
Zustandes annehmbar zu finden. 
Im Laufe eines Jahrhunderts sind wir von Lord Byron und Garibaldi, 
den Vorkämpfern und Helden der Freiheit, von der erhabenen Schar der 
Idealisten und Romantiker, zu den Geldgebern der Reaktion gekommen, 
Die alte Heuchelei der absolutistischen Regierungen ist wieder zu Ehren 
gelangt. Vor dreißig Jahren ließ ein Angriff auf die Freiheit eines Volkes 
alle anderen Völker erbeben ; in jedem Lande waren junge Menschen bereit, 
für die heiligsten Güter zu sterben. Heute gehört die Gleichgültigkeit zum 
guten Ton, zu den Gesellschaftsregeln eines internationalen Zynismus. Wenn 
die Freiheit eines Volkes zusammenbricht, wenn der Absolutismus irgendwo 
wieder triumphiert, wenn die Grundsätze der Gewaltherrschaft proklamiert 
werden, betrachtet man diese Ereignisse nur als eine innere Angelegenheit 
der Anderen, mit der man sich nicht zu befassen braucht. Aber auch wo die 
Freiheit nicht eigentlich gefährdet ist, steht sie in einer Krisis. 
19
	        

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Bolschewismus, Fascismus Und Demokratie. Hanfstaengl, 1926.
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