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Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)

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Bibliographic data

fullscreen: Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)

Monograph

Identifikator:
1014011027
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-25942
Document type:
Monograph
Author:
Prion, Willi http://d-nb.info/gnd/101278861
Title:
Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Julius Springer
Year of publication:
1936
Scope:
1 Online-Ressource (VII, 240 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Business and Management Classics
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
D. Die Wirtschaftlichkeit
Collection:
Business and Management Classics

Contents

Table of contents

  • Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)
  • Title page
  • Contents
  • A. Die Grundlagen
  • B. Die Menschen im Betrieb
  • C. Die Organisation
  • D. Die Wirtschaftlichkeit
  • Index

Full text

Wesen und Bedeutung. 
199 
sagen immer bereit sind, die Wirtschaftlichkeit zu verbessern, während andere 
Wirtschafter erst durch besondere Vorkommnisse (Gewinnrückgang, Unterliegen 
im Wettbewerb) auf diese oder jene Unwirtschaftlichkeit aufmerksam werden, die 
dann für sie die große Überraschung bildet. Ein —- besonders früher — in einem 
solchen Fall angewendetes Mittel zur Feststellung des Wirtschaftlichkeitsgrades 
(besser: der schleichenden Unwirtschaftlichkeit) ist die Heranziehung von Mit 
arbeitern aus Wettbewerbsbetrieben, die vielleicht bessere Methoden für dies 
oder jenes mit bringen — natürlich ein unvollkommenes und häufig versagendes 
Mittel. 
Die Bedeutung der Wirtschaftlichkeit im Betriebe (Betriebs-Wirtschaftlich 
keit) und ebenso die Schwierigkeit ihrer jeweiligen Feststellung und Vervollkomm 
nung haben mit der Entwicklung zum Großbetrieb beträchtlich zugenommen. Im 
Kleinbetrieb finden sich gewöhnlich einfache Arbeitsvorgänge oder eine leicht zu 
übersehende Arbeitsteilung; der Wirtschafter als Unternehmer, Betriebsleiter und 
Betriebsführer in einer Person kennt den Betrieb in seinen Einzelheiten; er ist 
meistens in der Lage, aus eigener Sachverständigkeit zu entscheiden und dem 
Gedanken der Wirtschaftlichkeit entsprechend Rechnung zu tragen. In Wirklich 
keit tritt freilich auch leicht der Nachteil ein, daß ein solch viel besohäftiger Mann 
sein besonderes Steckenpferd reitet und anderes Wichtiges vernachlässigt. 
Im Großbetrieb reißt die Arbeitsteilung die Arbeitsvorgänge in schwer über 
sehbare Einzelteile auseinander; Abteilungen oder Teilbetriebe schieben sich mit 
neuer Arbeit und eigener Organisation in die geteilten Arbeitsvorgänge ein; neu 
artige Befugnisse und eigenartige Verbindungen zu den einzelnen Teilen entstehen. 
Kurz: es wird, im ganzen gesehen, nicht nur leicht die Wirtschaftlichkeit des 
Betriebes gefährdet, sondern ebenso schwierig, den Wirtschaftlichkeitsgrad zu er 
kennen, mit dem der Betrieb, die einzelne Abteilung oder der einzelne Vorgang 
arbeitet. Nimmt man dazu noch den Druck vom Markt her, der die Wirtschafts 
betriebe zwingt, sich den Preisen anzupassen, und die Forderung des Staates, die 
Leistungsfähigkeit der Betriebe zu steigern, dann wird klar, daß der Frage der 
Betriebs-Wirtschaftlichkeit die größte Bedeutung zukommen muß. Und es ist 
heute, wie auf so manchen Gebieten der Kunst des Wirtschaftsbetriebes, an Stelle 
des gelegentlichen Versuchens auch hier die wissenschaftliche Klärung getreten. 
Die Frage liegt nahe: gibt es einen Maßstab, mit dem wir die Betriebs-Wirt 
schaftlichkeit oder den Grad ihrer Verwirklichung messen und dadurch ihr Be 
stehen erkennen und beurteilen können ? Eine solche Frage liegt deshalb nahe, 
weil der Wirtschaftsbetrieb in seiner Erscheinungsform der kapitalistischen Unter 
nehmung über ein recht brauchbares Meßwerkzeug verfügt, um die Wirtschaftlich 
keit der Unternehmung festzustellen und zu beurteilen; den Gewinn, der in der 
Kapitalrechnung mit Hilfe der Buchhaltung und der Bilanz ermittelt wird. Daß 
dieser (Bilanz-) Gewinn nicht ohne weiteres auch als Maßstab für die Betriebs- 
Wirtschaftlichkeit verwendet werden kann, ist wiederholt dargelegt worden. Doch 
auf diese Feststellung kommt es hier nicht an. Die Frage ist: ob es nicht ein 
ebenso eindeutiges und einheitliches Meßwerkzeug für die Betriebs-Wirtschaftlich 
keit gibt oder geschaffen werden kann (wobei wir natürlich nicht übersehen wollen, 
daß auch beim Gewinn überdies noch eine gewisse Sachverständigkeit auf seiten 
des Beurteilers vorhanden sein muß, wenn er als Meßwerkzeug für die Kapital 
rechnung richtig gehandhabt werden soll). 
Nach den Überlegungen, die wir in 1—3 dieses Abschnittes angestellt haben, 
kann die Antwort nicht mehr zweifelhaft sein; ein solch eindeutiger Maßstab für 
die Beurteilung der Betriebs-Wirtschaftlichkeit ist nicht vorhanden und es kann 
ihn nicht geben. Um die Wirtschaftlichkeit einer der unzähligen Vorgänge, der ver 
schieden gestalteten Teilbetriebe oder der unterschiedlichen Gesamtbetriebe in
	        

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Der Wirtschaftsbetrieb Als Betrieb (Arbeit). Verlag von Julius Springer, 1936.
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