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Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)

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Bibliographic data

fullscreen: Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)

Monograph

Identifikator:
1014011027
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-25942
Document type:
Monograph
Author:
Prion, Willi http://d-nb.info/gnd/101278861
Title:
Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Julius Springer
Year of publication:
1936
Scope:
1 Online-Ressource (VII, 240 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Business and Management Classics
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
D. Die Wirtschaftlichkeit
Collection:
Business and Management Classics

Contents

Table of contents

  • Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)
  • Title page
  • Contents
  • A. Die Grundlagen
  • B. Die Menschen im Betrieb
  • C. Die Organisation
  • D. Die Wirtschaftlichkeit
  • Index

Full text

Die Rechnung. 
207 
Innerbetrieblich geordnet ergibt sich (nach Römer) folgende Übersicht: 1, Kontrollen 
im Einkauf (Kontrolle der Bezugsquellen auf Preise, Bedingungen usw., der Liefertermine, 
der Materialien); 2. Kontrollen der Läger (Kontrollen der Mengen, eiserner Bestand, Inventur); 
3. Kontrollen der Fertigung (Arbeitsvorbereitung, -tempo, Stücklisten, Fertigungsprogramm, 
Ablieferungen); 4. Kontrollen des Absatzes (Yerkaufsorganisation, Kundendienst, Rekla 
mation, Reklame, Verkaufsbudget); 5. Kontrollen des Rechnungsdienstes (Kunden und 
Lieferanten, Kontrolle auf Lieferbedingungen, Bonität nsw., dann Kontrolle der eigenen 
Liquidität, des Kreditwesens, Provisionsabrechnungen, Steuerschulden, Buchhaltungsrück 
stände, Anlagewerte, Dienstverträge usw.). Man sieht: der Industriebetrieb erfordert eine 
weitgehende und nicht immer einfache Überwachung. 
Der Bankbetrieb hat es mit Geld und Geldmitteln zu tun, die leicht unterschlagen und 
verwertet werden können. Die Kontrolle ist in erster Linie eine Mengenkontrolle, die in großen 
Bankbetrieben innerhalb einzelner Abteilungen (Bar-, Effekten-, Scheck-, Couponkasse) vor 
genommen wird. Eine große Bedeutung haben hier organisatorische Kontrollen: die Vor 
gänge werden hintereinander von mehreren Personen erledigt; jeder Beamte leistet nur eine 
Teilarbeit und kontrolliert zugleich seinen Vor- oder Nachmann. Dazu tritt eine eigene 
Revisionsabteilung, die die Arbeitsergebnisse sämtlicher Abteilungen regelmäßig prüft. 
Weitere Hilfsmittel bilden die Einrichtungen der Doppelunterschriften sowie der Versendung 
von Kontoauszügen an Kunden, die als Außenstehende die Kontrolle unterstützen, endlich die 
umfassenden Kontrollen durch das Rechnungswesen. 
Für die Kontrolle von Handelsbetrieben gilt im großen und ganzen dasselbe wie für die 
kaufmännische und Vertriebskontrolle in Industriebetrieben. Eine Kontrolle in Verkehrs 
betrieben kann sowohl technischer als auch kaufmännischer Art sein. Im Vordergrund steht 
die Kontrolle der Betriebssicherheit, also eine technische Angelegenheit. Daneben ist aber die 
Tarifkontrolle nicht minder wichtig: für den eigenen Betrieb wie auch für die gesamte (Volks-) 
Wirtschaft. In Versicherungsbetrieben erstreckt sich eine Kontrolle zum großen Teil 
auf Umstände und Erscheinungen, die in der Außenwelt liegen; Versicherungsmathematik 
und Statistik sind hier die Hilfsmittel. 
Wie in den vorbehandelten Wirtschaftsbetrieben jeweils besondere Umstände das Gesicht 
der Kontrollen formen, ist es auch in allen noch verbleibenden; namentlich in Bergbau-, dann 
in Landwirtschaftsbetrieben u. a. 
III. Die Rechnung. 
Die Rechnung bezweckt: ziffernmäßige Festhaltung des Vermögens und dessen 
Veränderungen. Im zweiten Buch sind die kaufmännischen Rechnungsverfahren: 
Buchhaltung und Bilanz sowie die Kostenrechnung als Mittel der Unterneh 
mungsführung behandelt worden. Im nachfolgenden soll gezeigt werden, in wel 
cher Weise die Rechnung für die Feststellung und Überwachung der Betriebs- 
Wirtschaftlichkeit verwendet wird und verwendet werden kann. Soweit hierbei 
die erwähnten Unternehmungsrechnungen in Betracht kommen, sei ausdrücklich 
vermerkt, daß es in diesem Hauptteil — D des dritten Buches — darauf ankommt, 
ihre Eignung und Verwendung als Mittel für die Erfassung der Betriebs-Wirt 
schaftlichkeit zu zeigen. (Es ist natürlich, daß dies nicht ganz ohne Wiederholun 
gen vor sich gehen kann — vielleicht für den Leser nicht einmal unerwünscht.) 
1. Die Buchhaltung. Was zunächst die einfache Buchhaltung anlangt, so 
hatten wir ihr Wesen dahin gekennzeichnet, daß sie eine Rechnung über Mengen 
ist, die die Höhe des Vermögens oder dessen Einzelbestandteile sowie deren Ver 
änderungen in Mengen festhält. Als Mengenrechnung steht die einfache Buch 
haltung am Anfang aller Rechnungen im Wirtschaftsbetriebe. Sie ist hier als erste 
Wirtschaftsrechnung entstanden (und lange vor der Entstehung der Unternehmung 
und der Erfindung der doppelten Buchhaltung gewesen). Indem sie die Ände 
rungen des Betriebsvermögens der Menge nach aufzeichnet und damit die Vor 
gänge im Betrieb widerspiegelt, gewährt sie Einblick und Überblick in den Be 
triebsablauf. So ist die einfache Buchhaltung nicht nur Wirtschaftsrechnung 
(2. Buch), sondern grundsätzlich auch Betriebsrechnung, d. h. Mittel der Fest 
stellung der Betriebs-Wirtschaftlichkeit. 
Wir erkennen dies, wenn wir uns noch einmal kurz die Entwicklung und die 
Technik der einfachen Buchhaltung vergegenwärtigen. Als Ausgangspunkt für die
	        

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Der Wirtschaftsbetrieb Als Betrieb (Arbeit). Verlag von Julius Springer, 1936.
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