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Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)

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Bibliographic data

fullscreen: Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)

Monograph

Identifikator:
1014011027
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-25942
Document type:
Monograph
Author:
Prion, Willi http://d-nb.info/gnd/101278861
Title:
Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Julius Springer
Year of publication:
1936
Scope:
1 Online-Ressource (VII, 240 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Business and Management Classics
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
D. Die Wirtschaftlichkeit
Collection:
Business and Management Classics

Contents

Table of contents

  • Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)
  • Title page
  • Contents
  • A. Die Grundlagen
  • B. Die Menschen im Betrieb
  • C. Die Organisation
  • D. Die Wirtschaftlichkeit
  • Index

Full text

Die Rechnung. 
211 
14* 
werden. Trotzdem ist zu beachten, daß die Betriebsbuchhaltung den Anschluß 
an die eigentliche Buchhaltung, an die Geldrechnung der doppelten Buchhaltung, 
beibehält. 
Der Vervollkommnung der doppelten Buchhaltung im Sinne einer Annäherung an die 
Wirtschaftlichkeitsrechnung dient inshesondere der Versuch, die sog. gemischten Bestands 
konten in reine Bestandskonten und reine Gewinn- und Verlustkonten aufzulösen. Wenn ein 
Handelsbetrieb die bezogenen Waren mit den Bezugsspesen dem Warenkonto belastet und die 
Verkäufe diesem Konto zum Verkaufspreis gutschreibt, so werden zugleich die Gewinne und 
Verluste auf diesem Konto verrechnet, enthält also ein solches Warenkonto nicht mehr den 
Bestand an Waren, ausgedrückt zum Bezugspreis, sondern dieser Wert erscheint um die Ge 
winne, die im Verkaufspreis enthalten sind, gekürzt und um die Verluste, die beim Verkauf 
entstanden sind, vermehrt. Die Auflösung der gemischten Bestandskonten geht so vor sich, 
daß die Verkäufe (oder sonstigen Ausgänge, wie Rücksendungen) zum Bezugspreis dem Waren 
konto gutgeschrieben und gleichzeitig einem Zwischenkonto: Warenverkaufskonto belastet 
werden. Diesem Konto werden dann die Verkäufe zum Verkaufspreis gutgeschrieben, so daß 
hier der reine Gewinn oder Verlust erscheint, während das eigentliche Warenkonto nur noch 
die Bestände an Waren zum Bezugspreis enthält. Wenn jetzt neben dem Warenkonto (des 
Hauptbuches) ein (mengenmäßiges) Warenskontro geführt wird und im letzteren in gleicher 
Weise die Eingänge und Ausgänge zum Bezugspreis vermerkt werden, dann ist nicht nur eine 
wirksame Kontrolle gegeben, sondern zugleich eine jederzeitige Feststellung des Bestandes an 
Waren nach Menge und Wert möglich. Natürlich setzt diese Auflösung der gemischten Be 
standskonten die genaue Kenntnis der jeweiligen Bezugspreise für die einzelne Warenmenge 
oder die behelfsmäßige Verwendung von geschätzten Verrechnungspreisen voraus, eine Not 
wendigkeit, die in vielen Fällen (und vielleicht gerade dort, wo es am wünschenswertesten 
wäre) unüberwindliche oder kostspielige Schwierigkeiten verursacht und dadurch die Trennung 
der Konten unmöglich macht. 
In der Buchhaltung des Industriebetriebes spielt das Fabrikationskonto die 
entscheidende Rolle. Die Bedeutung liegt darin, daß sich auf diesem Konto der 
Werdegang des Gutes vom Roh- und Hilfsstoff (mit allen sonstigen Aufwendun 
gen) bis zum Fertiger zeugnis widerspiegelt und das mit Rücksicht auf die Vielgestal 
tung der Erzeugnisse und der häufig umständlichen Herstellungsverfahren eine 
besondere Ausgestaltung erfährt und erfahren muß, wenn man den Ein- und 
Überblick über die Fertigung und was damit zusammenhängt nicht verlieren will. 
Wie die Industriebetriebe unendlich verschieden sind (nach Größe, Art der Er 
zeugnisse, Herstellungsverfahren), so mannigfaltig sind auch die Gestaltungen der 
industriellen Buchhaltung, insbesondere mit Rücksicht auf das Fabrikationskonto. 
Im folgenden sollen nur ein paar Hauptgestaltungen gekennzeichnet werden, vor 
nehmlich zu dem Zweck, um die grundsätzliche Handhabung zu erkennen und zu 
ermessen, inwieweit die Einrichtungen der Gewährleistung der Wirtschaftlichkeit 
zu dienen bestimmt sind. 
Die Betriebsbuchhaltung will den Herstellungsgang der Erzeugnisse erfassen 
und diesen in allen Einzelheiten sowie nach Menge und Wert kenntlich machen. 
Einer solchen Betriebsbuchhaltung wird dann der Rest der sonstigen — allge 
meinen — Buchhaltung als kaufmännische Buchhaltung gegenübergestellt. Doch 
ist die Grenzziehung zwischen beiden Teilen flüssig; sie hängt nicht nur von der 
besonderen Gestaltung des Betriebes, sondern auch von der Bedeutung ab, die 
man dem Rechnungswesen in den einzelnen Betrieben beilegt. 
Als die unterste Stufe der Betriehsbuchhaltung kann man den Fall ansehen, daß ein ein 
heitliches Fabrikationskonto in der kaufmännischen Buchhaltung geführt wird und die Auf 
spaltung der Einzelheiten daneben in Form von Listen, Übersichten und Statistiken erfolgt. 
Wir wollen schon hier bemerken, daß sich die Aufteilung des Fabrikationskontos in der Regel 
auf die folgenden Bereiche erstreckt: 1. Material (Roh- und Hilfsstoffe), 2. Löhne, 3. Be 
triebsunkosten und 4. Fertigfabrikate. Dann wird der Eingang von Roh- und Hilfsstoffen 
dem Materialkonto belastet und die Abgabe der Stoffe in die Erzeugung (Betrieb) diesem 
Konto gutgeschrieben und dem Fahrikatekonto belastet (zu welchen Werten das geschieht, 
wollen wir weiter unten besprechen). Das Materialkonto enthält die Bestände an Roh- und 
Hilfsstoffen; es wird ein Teil der Lagerbuchhaltung, die daneben in Skontren die Mengenreoh- 
nung nach einer mehr oder weniger ausgiebigen Aufgliederung der betreffenden Stoffe durch
	        

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Warehouses in Foreign Countries for Storage of Merchandise in Transit or in Bond. Government Printing Office, 1905.
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