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Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)

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Bibliographic data

fullscreen: Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)

Monograph

Identifikator:
1014011027
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-25942
Document type:
Monograph
Author:
Prion, Willi http://d-nb.info/gnd/101278861
Title:
Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Julius Springer
Year of publication:
1936
Scope:
1 Online-Ressource (VII, 240 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Business and Management Classics
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
D. Die Wirtschaftlichkeit
Collection:
Business and Management Classics

Contents

Table of contents

  • Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)
  • Title page
  • Contents
  • A. Die Grundlagen
  • B. Die Menschen im Betrieb
  • C. Die Organisation
  • D. Die Wirtschaftlichkeit
  • Index

Full text

212 
Die Wirtschaftlichkeit. 
führt. Ebenso werden die Ausgaben für Löhne wie für die Betriebsunkosten besonders ge 
bucht (und aufgegliedert) und dann auf das Fabrikatekonto übertragen. Wie gesagt, diese Be 
triebs buchhaltung kann als statistischer Nachweis — neben dem Fabrikationskonto der allge 
meinen (kaufmännischen) Buchhaltung -— geführt werden. Es ist aber auch möglich, diese 
Gliederung innerhalb der kaufmännischen Buchhaltung durchzuführen, indem diese die Kon 
ten: Material, Lohn, Betriebsunkosten und Fertigwaren aufnimmt. Im letzteren Falle ist die 
Betriebsbuohhaltung ein Bestandteil der allgemeinen Buchhaltung (Fabrikbuchhaltung). 
Es liegt auf der Hand, daß diese Gestaltung der Betriebsbuchhaltung nur für 
kleinere Betriebe oder für Betriebe mit einheitlichen Erzeugnissen oder einfachen 
Herstellungsverfahren am Platze ist. Mit der Größe, Vielgestaltigkeit der Erzeug 
nisse und der Herstellungsverfahren wächst das Bedürfnis nach weiterer Auf 
gliederung der Verbuchung, zumal, wenn gleichzeitig auch die Zahl der Buchungs 
vorgänge zunimmt. Zunächst können die beiden besprochenen Einrichtungen, 
die statistische Weiterführung der Betriebsbuchhaltung und die Aufgliederung 
der Konten innerhalb der doppelten (kaufmännischen) Buchhaltung, weiter aus 
gebaut werden, so zum Beispiel in der Gliederung nach den Roh- und Hilfsstoffen, 
den Arten der Fertigerzeugnisse oder nach den verschiedenen mitwirkenden Be 
triebsabteilungen oder allein nach den verschiedenen Betriebsunkosten. Schär 
bezeichnet die Aufgliederung der Buchhaltung nach den vorgenannten Gesichts 
punkten: die kalkulatorische Buchhaltung, wenn sie sich an die Kostengestaltung 
anlehnt. Was den letzteren Punkt anlangt, so ist unter 3 näher darauf zurück 
zukommen. 
Eine neuzeitliche Entwicklung geht dahin, die Betriebsbuchhaltung zu ver 
selbständigen (in der Form der doppelten Buchhaltung). Dann ergibt sich fol 
gende Einrichtung: Die kaufmännische Buchhaltung führt die Konten mit der 
Außenwelt (Lieferanten, Kunden, Bank, Finanzamt) sowie die sich wenig ver 
ändernden Konten der Anlagen (Grundstücke, Gebäude, Maschinen, Fuhrpark), 
während die Betriebsbuchhaltung die Konten des Betriebes, d. h. der Umwandlung 
der Roh- und Hilfsstoffe in Fertigerzeugnisse (oder wie Schär es ausdrückt: die 
Konten des Herstellungspreises der Güter) enthält. Der Übergang und Zu 
sammenhang der kaufmännischen Buchhaltung mit der Betriebsbuchhaltung wird 
durch das Kontenpaar; Betrieb und Zentrale herbeigeführt. Jede der beiden 
Buchhaltungen bildet einen geschlossenen Buchungskreis mit der Möglichkeit, 
durch entsprechende Kontierung alle Vorgänge, wie gewünscht, zu erfassen. 
Technisch vollzieht sich dann der Verkehr zwischen kaufmännischer und Be- 
triebsbuchhaltung so, daß die kaufmännische Buchhaltung die Betriebsbuch 
haltung für alle Auslagen an Roh- und Hilfsstoffen, Löhnen und Betriebsunkosten 
auf dem Konto: Betrieb belastet und die Betriebsbuchhaltung die kaufmännische 
Buchhaltung dafür auf dem Konto: Zentrale erkennt. Die Fertigfabrikate werden 
der kaufmännischen Buchhaltung auf dem Konto: Zentrale belastet, wofür diese 
das Konto: Betrieb erkennt. Was zwischen der ersten und letzten Buchung Hegt, 
ist die Betriebsbuchhaltung. 
Bei der Aufgliederung des einheitlichen Fabrikationskontos in das Vorkonto; Material 
und das Nachkonto: Fabrikate oder in Konten nach- oder nebengespalteter Betriebe (Haupt 
betriebe I, II, III; Hilfsbetriebe und Nebenbetriebe) spielt die Frage der Verrechnung 
(Übertragung) von einem Konto auf das andere eine wichtige Bolle. Wenn wir die Boh- und 
Hilfsstoffe zum Einstandspreis (dem Preis, zu dem sie dem Materialkonto belastet sind) auf 
das Fabrikatekonto (nach dem jeweiligen Verbrauch) übertragen, stellt das Materialkonto ein 
reines Bestandskonto dar, d. h. sein ziffernmäßiger Bestand zeigt jeweils die noch verbliebene 
Menge zum Einstandspreis dar. Doch wolle man hier schon die Voraussetzungen für die Ver 
rechnung zum Einstandspreis erkennen: er muß, wenn die Übertragung erfolgt, bekannt sein 
(was sich nicht immer mit der erforderlichen Pünktlichkeit erreichen läßt), und ferner müssen 
sich die Mengen der Boh- und Hilfsstoffe genau ahgrenzen lassen, wenn verschiedene Einstands 
preise vorliegen (und man nicht zu Durchschnittspreisen greifen will). Dieselben Überlegungen 
greifen Platz, wenn man dazu übergeht, das Fabrikationskonto zu einem reinen Bestands
	        

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Untersuchungen Über Das Versicherungswesen in Deutschland. Verlag von Duncker & Humblot, 1913.
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