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Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)

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Bibliographic data

fullscreen: Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)

Monograph

Identifikator:
1014011027
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-25942
Document type:
Monograph
Author:
Prion, Willi http://d-nb.info/gnd/101278861
Title:
Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Julius Springer
Year of publication:
1936
Scope:
1 Online-Ressource (VII, 240 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Business and Management Classics
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
D. Die Wirtschaftlichkeit
Collection:
Business and Management Classics

Contents

Table of contents

  • Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)
  • Title page
  • Contents
  • A. Die Grundlagen
  • B. Die Menschen im Betrieb
  • C. Die Organisation
  • D. Die Wirtschaftlichkeit
  • Index

Full text

216 
Die Wirtschaftlichkeit. 
Die Verrechnung baut sich auf den Ergebnissen der voraufgegangenen Nachrech 
nung auf, berücksichtigt aber nach Möglichkeit schon die voraussichtlich ent 
stehenden Kosten, so daß der Vergleich zwischen Vor- und Nachrechnung an 
Unmittelbarkeit gewinnt. Natürlich muß bei diesem Vergleich beachtet werden, 
daß die Vorrechnung mit aller Gründlichkeit durchdacht wird und vor allem bei 
der Nachrechnung nicht unzulässigerweise Kosten aufgenommen sind, die nicht 
hierher gehören (wie z. B. Kosten für den Eigenbedarf, Reparaturen u. a. m.). 
Wenn die Nachrechnung endlich die Gegenüberstellung der Kosten mit dem 
für das betreffende Erzeugnis erzielten Preis vornimmt, so ergeben sich die Be 
ziehungen zum Markt: ob die Aufwendungen ihre Deckung in dem Preis gefunden 
und einen Überschuß oder Unterschuß gebracht haben. Von hier aus entsteht 
ein neuer Anreiz zur Nachprüfung der Kosten, um das Verhältnis zu den erzielten 
Preisen möglichst günstig zu gestalten, d. h. die Kosten zu senken oder die Lei 
stungen zu steigern. Die Kosten-Erlösrechnung stellt zugleich die Verbindung 
zur Kapitalrechnung dar, die zeigt, ob im Verhältnis zum Gesamtkapital der (Um 
satz-) Gewinn befriedigend ist oder nicht. 
Doch ruft in diesen Rechnungen der jeweilige Beschäftigungsgrad manchmal unliebsame 
und schwer zu überwindende Schwierigkeiten hervor. Mit dem Beschäftigungsgrad, seinem 
Wesen und seiner Erkennung, sowie mit den durch ihn hervorgerufenen Fragen der Kosten- 
gestaltung und der Preispolitik haben wir uns im zweiten Buch beschäftigt. Im Betriebe 
tauchen die Fragen des Leerlaufs (und der erforderlichen Instandhaltungsarbeiten) sowie der 
Überbeanspruchung mit ihren Rückwirkungen auf die Menschen, die Einrichtungen, den Raum 
sowie auf die Qualität der Leistung und der Pünktlichkeit und Sicherheit des Betriebes auf. 
Die Kostenrechnung wird durch die Überlegung berührt, inwieweit die aus Unter- oder Über 
beschäftigung verbliebenen oder entstehenden Kosten in der Naoh-Kostenreohnung zu be 
rücksichtigen sind. Soll man sie aus der Kostenrechnung für das einzelne Stück ausschalten 
und als unmittelbare Betriebsverluste ansehen, oder ist es zweckmäßig, sie nach dem Schema 
anteilsmäßig auf das Stück zu verrechnen und gegebenenfalls -— im Vergleich mit den Prei 
sen — die Unterschiede festzustellen ? Jedenfalls ist es erforderlich, bei der Vor-Kostenrechmmg 
auf die Einwirkungen des Beschäftigungsgrades Rücksicht zu nehmen, wenn man nicht auf 
die Kontrollen durch die Nachrechnung verzichten will (Aufstellung verschiedener Ver 
rechnungen, die die einzelnen Möglichkeiten des Beschäftigungsgrades berücksichtigen). 
Eine Vervollkommnung der Wirtschaftlichkeitsrechnung stellt die sog. Stan 
dardkostenrechnung dar. Sie wird, nach dem Schrifttum zu urteilen, in 
Amerika viel verwendet und hat auch in Deutschland eine gewisse Verbreitung 
erlangt. Ihr Wesen besteht darin, daß die Kosten, die unter gewöhnlichen Um 
ständen für die Herstellung eines Stückes (einer bestimmten Menge) oder in einer 
Kostenstelle entstehen, im voraus festgelegt und dem Betrieb vorgegeben werden. 
Der Betrieb oder die Kostenstellen haben sich nach diesen Kosten zu richten, 
d.h. bei gegebener Erzeugung ihre Höhe einzuhalten. Wie man sieht, handelt es 
sich um eine Planung von Kosten, um eine Plankostenrechnung, die in den Bereich 
des Wirtschaftsbetriebsplanes (Budget; vgl.V) fällt. (Unter Standardkosten ver 
steht man in Deutschland meist etwas anderes, z.B.: die aus einer Bewertung 
hervorgehenden Verrechnungspreise, s. oben.) Was erzielt werden soll, ist: der 
Vergleich der vorgegebenen Kosten mit den tatsächlich entstandenen Kosten, um 
aus den Ergebnissen, Unter- oder Überschreitungen, Schlüsse auf die Betriebs 
gebarung zu ziehen. So gesehen, ist die Plankostenrechnung geeignet, die mehr 
oder weniger umständliche, zeitraubende und hinsichtlich der Gemeinkosten doch 
unsichere Vor- und Nachrechnung überflüssig zu machen (Hasenack). 
Soll dieses Ziel erreicht werden, so sind eine Anzahl Voraussetzungen zu er 
füllen. Zunächst muß die Standardkostenrechnung auf sorgfältigste Einzelberech 
nung aufgebaut sein; sie erfordert also eine eingehende Einführungsarbeit. Es ist 
ferner unerläßlich, daß nicht nur die Güte und Beschaffenheit der Roh- und Hilfs 
stoffe sowie die Leistungsfähigkeit von Maschinen und Werkzeugen berücksichtigt
	        

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Der Wirtschaftsbetrieb Als Betrieb (Arbeit). Verlag von Julius Springer, 1936.
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