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Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)

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Bibliographic data

fullscreen: Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)

Monograph

Identifikator:
1014011027
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-25942
Document type:
Monograph
Author:
Prion, Willi http://d-nb.info/gnd/101278861
Title:
Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Julius Springer
Year of publication:
1936
Scope:
1 Online-Ressource (VII, 240 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Business and Management Classics
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
D. Die Wirtschaftlichkeit
Collection:
Business and Management Classics

Contents

Table of contents

  • Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)
  • Title page
  • Contents
  • A. Die Grundlagen
  • B. Die Menschen im Betrieb
  • C. Die Organisation
  • D. Die Wirtschaftlichkeit
  • Index

Full text

218 
Die Wirtschaftlichkeit. 
ist deshalb auch eine Unterteilung der kurzfristigen Rechnung nach einzelnen 
Abteilungen, Unterbetrieben und Kostenstellen. Die Überwachung und Sicherung 
der Liquidität, die Verfolgung der Zusammensetzung des Vermögens und der 
Schulden, die Beobachtung der Rentabilität können zu manchen Zeiten (Kon 
junkturschwankungen, angespannte Geld Verhältnisse) ebenfalls als Zwecke der 
kurzfristigen Rechnung im Vordergrund stehen, treten jedoch im allgemeinen 
zurück. Zu erwähnen ist noch die Vorhersage des Jahreserfolgs durch Zwischen 
rechnungen, wodurch wertvolle Handhaben für die Bilanzierung (stille Reserven, 
Verbuchung von Neuanlagen und Unkosten, Dividenden- und Kapitalpolitik) 
geschaffen werden. 
Die Besonderheiten der kurzfristigen Erfolgsrechnung bringen gegenüber der 
Jahresrechnung mannigfaltige Abweichungen: je kürzer der Rechnungsabschnitt 
ist und je schneller das Ergebnis vorliegen muß, um so ungenauer wird die Rech 
nung aus rechnungstechnischen Schwierigkeiten. Man denke nur an die Erfassung 
der Aufwendungen und Erträge, an die transitorischen Posten, die sogar für die 
Jahresrechnung erhebliche Schwierigkeiten bereiten und nun monatlich auftreten. 
Die regelmäßige Wahl des Kalendermonats als Rechnungsabschnitt bringt Unter 
schiede in der Zahl der Arbeitstage und in der Stärke des Geschäftsverkehrs 
(Jahreszeit!) und damit Ungenauigkeiten mit sich. 
Weiter ist die Inventur als Hilfsmittel der Aufwandserfassung weitgehend aus 
geschaltet, da eine öftere Durchführung auf große technische Schwierigkeiten stößt 
und somit nicht erfaßbare Aufwendungen (Abnutzung, Schwund, Diebstahl u. ä.) 
unberücksichtigt bleiben müssen. Zudem läßt die Inventur im allgemeinen keine 
Aufteilung nach Abteilungen und deren Leistungen zu. Dabei entstehen auch andere 
Schwierigkeiten; Leistungen, die keine Beziehung zum Markt haben, müssen 
bewertet werden (Normalpreisverrechnung); weiter müssen die Einflüsse von 
Wertschwankungen und Änderungen des Beschäftigungsgrades ausgesohaltet 
werden (Differenzkonten, Trennung von Zeit- und Mengengemeinkosten, Normal 
zuschläge). 
Bei der Durchführung der kurzfristigen Erfolgsrechnung müssen grundsätzlich zwei 
Wege unterschieden werden: einmal werden dem Ertrag (Umsatz) einer Zeitspanne die in 
derselben Zeitspanne aufgelaufenen Aufwendungen, das andere Mal die dem Ertrag zuge 
hörenden Kosten gegenübergestellt. Im ersten Fall schließt sich die kurzfristige Rechnung eng 
an die kaufmännische Buchhaltung an. Dieses Verfahren ist im allgemeinen zweckmäßig für 
Betriebe mit Divisionskalkulation, bei denen die Nachrechnung nichts anderes als eine Division 
des monatlichen Aufwands durch die Zahl der erzeugten Einheiten ist. Die Schwankungen der 
Bestände, insbesondere der sich in der Herstellung befindlichen Erzeugnisse, müßten dabei 
berücksichtigt werden, wenn Ungleichheiten der Beschäftigung vorhanden sind, was auf die 
oben erwähnten Schwierigkeiten stößt. Vielfach werden bei einer einigermaßen stetigen Fer 
tigung deshalb die Lagerschwankungen nicht beachtet. 
Bei Betrieben mit Einzelfertigung und Zuschlagskalkulation ist dieses Verfahren nicht 
anwendbar, eben wegen der Notwendigkeit der regelmäßigen Inventur. Man stellt hier den 
Erträgen eines Zeitabschnitts, berechnet nach den fertiggestellten Erzeugnissen, die Aufwen 
dungen gegenüber, die man bei den jetzt fertig gewordenen Erzeugnissen im Laufe der Er 
zeugung gemacht und die die Naohkalkulation ermittelt hat. Mit anderen Worten: durch 
Summierung al ler Stückgewinne und Stückverluste bei den in dem Rechnungsabschnitt fertig 
gestellten Erzeugnissen wird der kurzfristige Gewinn oder Verlust festgestellt. Dieses Verfahren 
zeigt Fehler, wenn die Fertigungsdauer länger ist als der Reohnungszeitraum. Dem Monat der 
Fertigstellung werden dann Gewinne oder Verluste berechnet, die in Wirklichkeit bereits in 
einem der vorhergehenden Abschnitte entstanden sind. Einen Ausweg bedeutet die Sollrech 
nung, bei der die genau vorkalkulierten Kosten mit den tatsächlich auflaufenden Kosten eines 
Abschnitts verglichen werden. 
Die kurzfristige Rechnung kann inner- oder außerhalb der kaufmännischen Buchhaltung 
durchgeführt werden. Die Eingliederung der kurzfristigen Rechnung in die Buchhaltung hat 
zur Voraussetzung, daß das Kontensystem den Bedürfnissen der kurzfristigen Rechnung nach 
getrennter Abrechnung der Betriebsteile und der einzelnen Erzeugnisgruppen Rechnung trägt 
und daß etwaige mengen- oder wertmäßige Abweichungen zwischen kurzfristiger und Jahres-
	        

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Der Wirtschaftsbetrieb Als Betrieb (Arbeit). Verlag von Julius Springer, 1936.
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