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Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)

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Bibliographic data

fullscreen: Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)

Monograph

Identifikator:
1014011027
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-25942
Document type:
Monograph
Author:
Prion, Willi http://d-nb.info/gnd/101278861
Title:
Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Julius Springer
Year of publication:
1936
Scope:
1 Online-Ressource (VII, 240 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Business and Management Classics
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
D. Die Wirtschaftlichkeit
Collection:
Business and Management Classics

Contents

Table of contents

  • Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)
  • Title page
  • Contents
  • A. Die Grundlagen
  • B. Die Menschen im Betrieb
  • C. Die Organisation
  • D. Die Wirtschaftlichkeit
  • Index

Full text

Die Vergleichung. 
221 
geteilt wird. Übersichtlicher ist freilich die statistische Aufgliederung außerhalb 
des Hauptbuches in einem sog. Unkostenbuch. 
In ähnlicher Weise kann die Kostenrechnung und die kurzfristige Erfolgs 
rechnung statistisch ausgestaltet, d.h. für die Vergleichung brauchbar gemacht 
werden. 
In den meisten Fällen reichen die sich aus den Rechnungen ergebenden stati 
stischen Zusammenstellungen jedoch nicht aus, um der Wirtschaftlichkeitserfas 
sung von allen Seiten auf den Leib rücken zu können. (Oder die Rechnungen 
.— Buchhaltung — würden an Übersichtlichkeit einbüßen, wenn sie in übermäßiger 
Weise auch noch den statistischen Zwecken dienstbar gemacht werden müßten.) 
Dann greift die Betriebsstatistik als selbständige Vergleichung ein, d.h. die Rech 
nungen geben ihren Nebenzweck der statistischen Vergleichung an die selbständige 
Betriebsstatistik ab, die ihre Ausrichtung jetzt ganz ihrer Aufgabe der Wirtschaft 
lichkeitserfassung anpassen kann (vgl. 2). 
Im Schrifttum wird die Betriebsstatistik gewöhnlich dem Rechnungswesen zugeschrieben, 
das dann aus Buchhaltung (Bilanz), Kostenrechnung und Statistik besteht. Die obigen Aus 
führungen haben gezeigt, daß diese Zurechnung nicht ganz richtig ist. Man sollte besser von 
Rechnung und Vergleichung sprechen. Dann kann die Statistik — zwangsläufig oder beab 
sichtigt — innerhalb der Rechnung Platz greifen. Sonst ist sie das Hauptmittel der Ver 
gleichung; diese ist, wie gesagt, ihr Zweck zum Unterschied von der Rechnung, die Tat 
bestände (in Ziffern) festhalten, feststellen und ermitteln will. 
2. Die Betriebs-Statistik. Nach vorstehendem ist unter Betriebs-Statistik zu 
verstehen; die selbständige zahlenmäßige Aufzeichnung betrieblicher Vorgänge 
und Ereignisse, ihre übersichtliche Gruppierung und die Vergleichung der so 
gefundenen Zahlen mit gleichartigen und fremdartigen Zahlen. 
Der Unterschied zwischen einer solchen Betriebs-Statistik und der allgemeinen Statistik 
(und der Sozial- und Wirtschaftsstatistik) besteht also darin, daß es die erstere mit der Ge 
winnung und Vergleichung von Betriebszahlen (Umsatz, Erzeugung, Kosten, Preise) für den 
Betrieb zu tun hat, während die letztere auf die Aufdeckung der großen Zusammenhänge im 
Wirtschafts- und Gesellschaftsleben (Bevölkerungs-, Berufs-, Finanz- und Handelsstatistik) 
abgestellt ist. Doch sind die Methoden dieselben wie in der Wirtsohaftsstatistik (z.B. Errech 
nung der Verhältnis-, Index- und Auswahlzahlen, ferner: zeichnerische und graphische Dar 
stellung: Punkt-, Linien-, Strich-, Flächen-, Bilddiagramme usw.). Über die Anwendung der 
verschiedenen Methoden gibt ein erfahrener Praktiker lehrreiche Auskunft: Zörner: Die 
Betriebs- Statistik. 
Der Zweck der Betriebs-Statistik ist — wie bei den anderen Arten der Sta 
tistik — Zusammenhänge, Ursachen und Wirkungen des Betriebslebens aufzu 
decken, d.h., wie bei der Rechnung (siehe III), der Betriebsleitung zu dienen, ihr die 
Ursachen betrieblicher Erscheinungen, die Wirkungen getroffener Maßnahmen zu 
zeigen, um daraus Grundsätze und Richtlinien für die Betriebsführung der Zukunft 
gewinnen zu lassen. Die Betriebs-Statistik ergänzt — wie wir gesehen haben — die 
Rechnungen: Buchhaltung und Kostenrechnung und erfüllt als Vergleichung die 
Aufgaben, die von den genannten Rechnungen wegen ihres besonderen zweck 
gerichteten Wesens nicht erfüllt werden können. (Die Betriebs-Statistik soll den 
Wirtsohaftsbetrieb in allen seinen Teilen kontrollieren: Zörner.) 
Die Unterlagen für die Sammlung und Erfassung der betriebswichtigen, in Zahlen aus- 
drückbaren Tatbestände können gewonnen werden: a) aus eigenen, selbständigen Erfahrungen 
(z.B. Statistik der Erzeugung, der Ausbeute in der chemischen Industrie, Sortenabsatz), 
soweit diese Ziffern nicht aus den Konten der Buchhaltung hervorgehen; b) aus der Auf 
bereitung der von Buchhaltung und Kostenrechnung gelieferten Zahlen (z.B. Unkosten 
statistik, Umsatzstatistik, Arbeitsstatistik, Lohnstatistik); c) aus der Erfassung oder Auf 
bereitung außerbetrieblicher Zahlen (z.B. Bewegung der Marktpreise für Rohstoffe und 
Fertigerzeugnisse, Einfuhr- und Ausfuhrzahlen). 
Man kann demzufolge unterscheiden: innere Betriebs-Statistik und äußere 
Betriebs-Statistik. Die erstere hat es dann mit den innerbetrieblichen Vorgängen
	        

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Der Wirtschaftsbetrieb Als Betrieb (Arbeit). Verlag von Julius Springer, 1936.
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