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Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)

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Bibliographic data

fullscreen: Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)

Monograph

Identifikator:
1014011027
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-25942
Document type:
Monograph
Author:
Prion, Willi http://d-nb.info/gnd/101278861
Title:
Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Julius Springer
Year of publication:
1936
Scope:
1 Online-Ressource (VII, 240 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Business and Management Classics
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
D. Die Wirtschaftlichkeit
Collection:
Business and Management Classics

Contents

Table of contents

  • Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)
  • Title page
  • Contents
  • A. Die Grundlagen
  • B. Die Menschen im Betrieb
  • C. Die Organisation
  • D. Die Wirtschaftlichkeit
  • Index

Full text

Die Vergleichung. 
223 
Aus diesen Verbandsberichten kann z.B. das Mitglied ersehen, mit welchen Unkosten 
(z.B. für Vertrieb, Kraft, Gehälter, Zinsen, Löhne usw.) andere Betriebe des gleichen Wirt 
schaftszweiges arbeiten, welche Umsätze, Preise, Aufträge sie erzielen u. a. m. Ein Vergleich 
mit den einzelnen Zahlen zeigt dann, wie weit der eigene Betrieb über oder unter dem Durch 
schnitt geblieben, an welcher Stelle er leistungsfähig, an welcher Stelle er schwach ist. Dieser 
Vergleich ist natürlich für die zukünftige Betriebspolitik von Wert, da er zeigen kann, wo 
Verbesserungsmaßnahmen anzusetzen sind, wie die zukünftige Beschäftigung sich gestalten 
wird usw. (Weiteres siehe 4: der Betriebsvergleich). 
3. Die Kennziffer. Die Rechnungen: Buchhaltung und Kostenrechnung liefern 
je nach Art und Größe des Betriebs ein mehr oder weniger umfangreiches Ziffern 
gebilde, das zu statistischen Vergleichen benutzt oder ausgestaltet werden kann. 
Darüber hinaus lassen die nach Art und Menge zahlreichen Vorgänge eine selb 
ständige statistische Bearbeitung und Aufbereitung zu, so daß die Betriebs 
statistik leicht einen beträchtlichen Umfang in der Betriebstätigkeit annehmen 
kann. Es besteht sogar die Gefahr, daß die statistischen Arbeiten ihre eigentliche 
Aufgabe, der Anordnung und Kontrolle der Wirtschaftlichkeit zu dienen, ver 
gessen und sich zu einer Art eigenen Betriebs entwickeln, der nicht mehr dient, 
sondern um seiner selbst willen betrieben wird (und viel Kosten erfordert); vor 
allem aber: die zahlreichen statistischen „Ergebnisse“ werden nicht mehr aus 
gewertet, sie haben ihren Zweck verfehlt. 
Aber auch dort, wo eine systematische Statistik sinnvoll dem Betriebsganzen 
eingeordnet ist, erwacht bald das Bestreben, aus der Eülle der vielen einzelnen 
Ergebnisse den einzelnen Betrieb kennzeichnende Ziffern zu erhalten, die sozu 
sagen die wichtigsten Ergebnisse der Statistik auf einen Nenner bringen. Sie wer 
den gewonnen, indem die entscheidenden Ziffern zu besonderen Merkmalen des 
Betriebs in Beziehung gebracht werden und sind unter der Bezeichnung: Kenn 
ziffern bekannt geworden. Als Hauptgebiete der betrieblichen Tätigkeit zeigen sich 
Umsatz, Fertigung und Dienstleistung (Verkehr); es ist deshalb natürlich, daß auf 
diesen Größen die Kennziffern in überwiegender Mehrheit aufbauen und zwar 
wiederum je nach dem betrieblichen Schwergewicht beim Handel auf Umsatz 
zahlen und in der Industrie auf Erzeugungsziffern; bei den Verkehrsbetrieben 
ergeben sich sinngemäß Leistungsziffem (Tonnenkilometer je Stunde). Diese 
Kennziffern dienen der Messung der Wirtschaftlichkeit; in ihnen kommt der Ver 
such zum Ausdruck, statt vieler statistischer Ergebnisse und Vergleichungen einen 
einheitlichen und einzigen Maßstab für die Wirtschaftlichkeit zu finden. 
Am frühesten wurden die Wirtschaftlichkeitsziffern von den Warenhäusern 
verwendet, um einen Vergleich zwischen den einzelnen Abteilungen und einzelnen 
Zeitabschnitten zu ermöglichen, der hier bei den hohen Kapitalien und den be 
trächtlichen Umsätzen besonders notwendig war. So kam man zu den Zahlen des 
Umsatzes je beschäftigte oder je Verkaufsperson und des Verhältnisses von Um 
satz zu Einkauf und man setzte für diese Ziffern Limite (Kredit) fest. Mit der 
Ausdehnung des Eilialsystems standen dann immer mehr gleichartige Betriebe zur 
Verfügung; mehr und mehr konnten die Zufallsumstände der einzelnen Beriohts- 
stelle ausgemerzt und die Kennziffern verfeinert werden. Auf diese Weise wurde 
die Auslese der Abteilungs- und Filialleiter nach der Leistung ermöglicht und zu 
gleich die Grundlage für eine wirksame Gewinnbeteiligung geschaffen. 
Allmählich erkannte der gesamte Handel die Bedeutung von Kennziffern. 
Besonders im Einzelhandel wurden durch die Forschungsstelle für den Handel und 
das Institut für Konjunkturforschung, besonders auch für die Zwecke der Wirt 
schaftsenquete, Umsatzzahlen für den Kopf der Beschäftigten sowie Kennziffern 
für die Unkostengestaltung aus Angaben der Praxis berechnet. Dieseergabenz.B., 
daß die Betriebsgröße innerhalb dieses Wirtschaftszweiges durchaus nicht die 
Bedeutung für die letztere Kennziffer hatte, die man ihr vorher beizulegen pflegte.
	        

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Der Wirtschaftsbetrieb Als Betrieb (Arbeit). Verlag von Julius Springer, 1936.
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